Heizen zwar langsam auf, halten dafür die Hitze aber lange und geben sie gleichmäßig ab. Das ermöglicht sanftes Schmoren auf kleiner Flamme.
Wir beraten Sie unabhängig: In unserer Liste finden Sie die aktuell besten Gusseisen-Töpfe aus Tests und Meinungen. Durchschnittlich werden die Produkte mit Note 1,6 bewertet. Aktuell an der Spitze ist Le Creuset Tradition Tagine.
Robuste Verarbeitung für aromatische Ergebnisse
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Speichern Wärme lange und sind daher energieeffizienz
Ideal für sanftes Schmoren auf kleiner Flamme
Emailliertes Gusseisen ist weniger anfällig und leichter zu reingen
Schwächen
Lange Aufheizzeit
Relativ (Säure-)empfindliches Material
Kein günstiges Schnäppchen, jedoch mit zahlreichen positiven Bewertungen: den Gourmet-Profitopf von Le Creuset gibt es in vielen verschiedenen Farbvarianten. (Bild: amazon.de)
Ein Kochtopf ist nicht gleich ein Kochtopf. Das mag übertrieben klingen, doch tatsächlich gibt es für fast jede Zubereitungsart – sei es Anbraten, langsames Schmoren oder einfaches Erwärmen von Soßen – unterschiedliche Töpfe. Manche sind sogar speziell für bestimmte Gerichte konzipiert. Während manche ihren Spargel in einem Standardtopf garen, bevorzugen andere einen speziellen Spargeltopf. Zudem spielt das Material des Kochgeschirrs eine entscheidende Rolle.
Geringe Wärmeleitfähigkeit, dafür hervorragende Wärmespeicherung
Neben Kochtöpfen aus Aluminium, Edelstahl oder Kupfer existieren auch nach wie vor gusseiserne Ausführungen. Diese überzeugen vor allem durch eine sehr gleichmäßige Wärmeverteilung. Zwar erwärmt sich Gusseisen nicht so schnell wie Aluminium oder Kupfer, die bekanntlich eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit besitzen. Doch die gespeicherte Wärme wird über einen längeren Zeitraum gehalten, was besonders vorteilhaft ist beim langsamen Schmoren auf niedriger Flamme, da man die Hitzequelle bald reduzieren kann. Ein weiterer Vorteil: Gusseiserne Töpfe sind auf allen Herdarten einsetzbar – also auch auf Induktionskochfeldern, da Gusseisen magnetisch ist und damit die Voraussetzung für Induktion von Haus aus erfüllt.
Perfekt zum Schmoren und zugleich zum Servieren geeignet
Anders herum betrachtet ist Gusseisen weniger geeignet für Gerichte, die rasch gegart werden sollen oder dauerhaft sehr hohe Temperaturen erfordern. Es ist die ideale Wahl für alle, die sich Zeit nehmen und dennoch Energie sparen möchten. Ein zusätzlicher Pluspunkt der Wärmespeicherung: Das Essen lässt sich direkt im Gusseisentopf servieren. Das ist nicht nur optisch attraktiv, sondern sorgt auch dafür, dass Mahlzeiten am Tisch länger heiß bleiben – besonders angenehm beim ausgedehnten Dinner.
Emailliertes Gusseisen gilt als hochwertiger
Allerdings hat Gusseisen auch seine Nachteile: Das Material ist recht empfindlich. Säurehaltige Zutaten wie Wein oder Zitronensaft können unbehandeltes Gusseisen angreifen. Die Nutzung der Spülmaschine führt bei unbehandeltem Gusseisen sogar zu Rostbildung. Aus diesem Grund setzen viele Schmortöpfe inzwischen auf emailliertes Gusseisen, bei dem das Grundmaterial von einer säurebeständigen Glasur umhüllt wird. Solche Töpfe sind zwar teurer, aber definitiv eine lohnende Investition. Zudem ist die Reinigung einfacher, da auf unbehandeltem Gusseisen Speisereste schnell anbrennen können. Auch emaillierte Töpfe sollten jedoch nicht in der Spülmaschine gereinigt werden, da die aggressive Lauge die Emaille langfristig matt werden lässt und die Oberfläche beschädigen kann. Handwäsche ist für beide Varianten die schonendste Methode. Wer hingegen Fleisch gezielt scharf anbraten möchte, sollte auf Emaille verzichten – hier ist reines Gusseisen die bessere Wahl.
Gusseisen als PFAS-freie Alternative
Angesichts der zunehmenden Diskussion um PFAS-haltige Antihaftbeschichtungen in Kochgeschirr – die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat ein weitgehendes EU-weites Verbot vorgeschlagen – gewinnen Gusseisentöpfe als langlebige, völlig beschichtungsfreie Alternative an Bedeutung. Sowohl unbehandeltes als auch emailliertes Gusseisen kommt vollständig ohne PTFE oder andere fluorierte Verbindungen aus. Wer einen gut eingebrannten Gusseisentopf regelmäßig pflegt, erhält mit der Zeit eine natürliche, antihaftähnliche Patina – ganz ohne synthetische Beschichtung. Emaillierte Varianten wie die Töpfe von Le Creuset sind zudem säureresistent, lebensmittelecht und bei korrekter Pflege nahezu unbegrenzt haltbar.