Sägen

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Ratgeber zu Sägen

Der Zweck bestimmt die Wahl

Kettensäge von Domar

Zum Trennen von Holz, Naturstein, Kunststoff oder Metall sowie anderen festen Materialien verwendet man Sägen. Diese bestehen entweder aus einer linearen Stahlplatte oder einem runden Sägeblatt, die am Rand mit meißelartigen Zähnen versehen sind. Allerdings sind Sägen sehr verschieden aufgebaut und an den jeweiligen Zweck präzise angepasst. Eine „Universalsäge“ gibt es nicht. Je nach Beschaffenheit und Größe des Materials benötigt man für die Bearbeitung eine andere Säge. Entscheidend ist auch, wie exakt der Schnitt durchgeführt werden soll. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Handsägen und Sägemaschinen.

Fuchsschwanz von Stanley

Handsägen

Handsägen benötigen keinen Strom. Sie werden manuell mittels der eigenen Kraft bedient. Man unterscheidet in gespannte und ungespannte Sägen. Bei einer gespannten Säge sitzt das Sägeblatt in einem Gestell, bei einer ungespannten Säge wird es frei geführt. Jedes Sägeblatt muss allerdings über eine innere Spannung verfügen, damit es beim Arbeiten nicht flattert. Die Laubsäge als spezielle Form der Bügelsäge gehört zu den gespannten Sägen. Ungespannte Sägen hingegen sind Fuchsschwanz und Japansäge.

Sägemaschinen

Beim Antrieb unterscheidet man in netz- und motorbetriebene Sägemaschinen und Maschinen, die mit Akkus laufen und somit auch mobil einsatzfähig sind. Die Sägemaschinen lassen sich des Weiteren in drei größere Gruppen unterteilen: in elektrische Handgeräte, in elektrische Standgeräte und in Kettensägen. Zu den elektrischen Handgeräten zählen unter anderem die Handkreissägen und Mini-Handkreissägen, die Säbelsägen und die Stichsägen. Bandsägen und Tischkreissägen hingegen sind den elektrischen Standgeräten zuzuordnen. Der für den eigenen Garten nützliche Hochentaster zählt zu den Kettensägen.

Tischkreissäge von Scheppach

Für jeden Zweck eine andere Säge

Wenn man sich eine Säge anschaffen möchte, muss man genau überlegen, für welche Zwecke die Säge eingesetzt werden soll. Möchte man Intarsienarbeiten durchführen, sollte man auf eine Laubsäge zurückgreifen, da mit ihr besonders feine Schnitte in dünnem Holz möglich sind. Hat man nur selten Holzbretter oder kleinere Holzstücke zu trennen und möchte man sich gelegentlich körperlich betätigen, kann man mit einem nichtelektrischen Fuchsschwanz arbeiten. Will man hingegen Feuerholz für den Kamin herstellen, eignet sich eine Tischkreissäge oder eine Wippsäge, da man ohne Kraftaufwand das Holz in das Sägeblatt schiebt. Eine spezielle Art der Handkreissäge, die Tauchsäge, bietet sich an, wenn man des Öfteren Aussparungen wie zum Beispiel die für ein Spülbecken in einer Arbeitsplatte platzieren muss. Aber auch zum Trennen von Stein werden spezielle Steinkreissägen mit einem härteren Sägeblatt hergestellt. Diese eignen sich beispielsweise zum Zertrennen von Gehwegplatten. Will man Bilderrahmen bauen, benötigt man eine Gehrungssäge, um die Holzleisten in einem 45 Grad Winkel zu unterteilen. Wenn man hingegen Löcher oder Rundungen innerhalb einer Fläche ausschneiden möchte, sollte man sich der Stich- und Lochsäge betätigen.

Jeder sollte vor dem Kauf einer Säge überlegen, für welchen Einsatz die Säge vorgesehen ist. Letztendlich wird die Wahl auf mehrere Sägen fallen. Für den ambitionierten Hobby-Handwerker ist es zu empfehlen, wenn er ein, zwei Handsägen und eine elektrische Säge im Werkzeugkoffer hat.

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