Das Wichtigste auf einen Blick:
- Meist mit Blas-, Nass- und Trockensaugen-Funktion
- Filterentnahme und Reinigung sollten leicht von der Hand gehen
- Sehr praktisch: integrierte Gerätesteckdose
- Bei regelmäßigen Holzarbeiten Staubklasse M empfehlenswert
- Sollten ein stabiles Fahrgestell bzw. Rollen besitzen
- Zubehör sollte am Gerät verstaubar sein
Nass-Trockensauger sind vielseitige Helfer, die nicht nur in der Werkstatt oder im Garten nützlich sind, sondern auch im Haushalt überzeugen. (Bildquelle: bosch-do-it.de)
Die Bezeichnung „Werkstattsauger“ oder gar „Industriesauger“ mag zunächst irreführend wirken. Doch es gibt es abseits der speziell für professionelle Werkstätten entwickelten Geräte eine breite Auswahl an Modellen, die sich hervorragend für kleinere und größere Bauprojekte zu Hause eignen. Sowohl Heimwerker als auch Haus- und Fahrzeugbesitzer mit eigenem Gelände- oder Transportfahrzeugen profitieren von den vielseitigen Möglichkeiten eines sogenannten Mehrzwecksaugers. Denn ein gewöhnlicher Haushaltsstaubsauger ist nur eingeschränkt dafür geeignet, feinen oder groben Schmutz aus der Werkstatt, dem Garten oder dem Hobbyzimmer zu entfernen.
Welche Kriterien legen Testmagazine bei der Bewertung von „Allessaugern“ an?
Im Mittelpunkt steht vor allem die Fähigkeit der Geräte, sowohl nass als auch trocken effektiv zu saugen. Deshalb konzentrieren sich Vergleichstests primär auf die Saugleistung und die Reinigungseffizienz der Geräte. Die Sauger müssen Nässe ebenso zuverlässig wie Trockenes aufnehmen können, ohne dass es zu Verstopfungen kommt. Die Filter dürfen sich dabei nicht zu schnell zusetzen, denn das führt zu erheblichem Saugkraftverlust und im schlimmsten Fall zum automatischen Abschalten des Saugers. Daher ist es entscheidend, ein hochwertiges mehrstufiges Filtersystem zu wählen, das sich unkompliziert austauschen lässt. Besonders komfortabel ist eine automatische Filterreinigung per Knopfdruck, wie sie oftmals bei höherwertigen Werkstattsaugern zu finden ist. So sparen Sie sich das umständliche Herausnehmen und Ausschütteln des Filters.Mithilfe von Kombidüsen können Werkstattsauger sowohl nassen als auch trockenen Schmutz effizient aufnehmen. Ein besonders großer Aktionsradius ist ebenfalls wichtig, damit Sie eine große Fläche reinigen können, ohne ständig den Stecker umzustecken. Akkusauger, die auch in diesem Bereich immer beliebter werden, punkten durch ihre flexible Mobilität. Ein Wechselakku, wie bei vielen Akkuwerkzeugen, stellt hier einen großen Vorteil dar. Standardmäßig besitzen viele bekannte Marken Saugschläuche zwischen zwei und vier Metern Länge. Manche Modelle bieten zudem die Möglichkeit, die Schlauchlänge durch zusätzliche Schläuche oder Adapter individuell zu erweitern. Da der Schlauchdurchmesser meist 35 Millimeter beträgt, passen Absaugvorrichtungen von Elektrowerkzeugen nicht direkt an den Werkstattsauger. Hier sind sogenannte Adapter oder Reduzierstücke wichtig, die idealerweise im Lieferumfang enthalten sind. Ein größerer Schlauchdurchmesser ermöglicht auch das zuverlässige Aufsaugen von groben Schmutzpartikeln.
Die meisten Allzwecksauger verfügen über ein stabiles Fahrgestell mit Rollen. Diese sollten robust konstruiert sein und sich leicht bewegen lassen. Wenn Sie vorhaben, den Sauger auf unebenem Boden zu verwenden, sind größere Räder empfehlenswert. Für glatte Böden und den Einsatz hauptsächlich in Innenräumen sind hingegen Lenkrollen praktischer.
Automatischer Start des Saugers beim Einschalten des Elektrowerkzeugs. (Bildquelle: amazon.de)
Wer den Sauger hauptsächlich in der Werkstatt oder im Hobbyraum verwendet, sollte auf eine integrierte Gerätesteckdose Wert legen. Beim Betrieb von Sägen, Schleifmaschinen und ähnlichen Werkzeugen entsteht feinster, teilweise gesundheitsschädlicher Feinstaub, der vor allem in Innenräumen abgesaugt werden sollte. Außerdem hilft es, den Arbeitsbereich sauber zu halten und Schnittmarkierungen sichtbar zu lassen. Viele Modelle aktivieren sich automatisch über die Gerätesteckdose, sobald das angeschlossene Werkzeug eingeschaltet wird. Auch nach dem Abschalten läuft der Sauger oft noch einige Sekunden nach, um restlichen Staub zu entfernen.
Ein Ablassventil erleichtert das Entleeren von Flüssigkeiten, da es meist knapp über dem Behälterboden sitzt. So bleibt nur noch eine geringe Restmenge zurück, die sich entweder auswischen lässt oder durch Auskippen entfernt werden muss. Ein praktischer Zusatz ist die Blasfunktion, mit der Sie nicht nur Herbstlaub im Garten zusammenfegen, sondern auch schwer zugänglichen Schmutz entfernen können.
Auch die Handhabung des Saugers, das Zubehörmanagement direkt am Gerät sowie die Sicherheit und Verarbeitung sind wichtige Bewertungskriterien für Testredaktionen. Ist der Auf- und Zusammenbau kompliziert, das Filtersystem schwer zu handhaben oder der Metallbehälter schlecht verarbeitet, wirken sich solche Mängel negativ aus – Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten hier einfache Bedienbarkeit und Qualität.
Mehrzwecksauger mit unkomplizierter Filterentnahme sorgen für einfacheres Handling. (Bildquelle: kaercher.com)
Das Filtersystem – entscheidend für gleichbleibende Saugleistung
Hersteller bieten verschiedene Filtertypen an, die jeweils ihre Vorteile haben. Ganz gleich, ob Kassetten- oder Patronenfilter – der Filterwechsel, die Entnahme und Reinigung sollten immer schnell und unkompliziert gelingen. Ebenso wichtig ist die Verfügbarkeit von Ersatzfiltern sowie Papier- und Vliesbeuteln für Ihren Mehrzwecksauger und deren moderate Folgekosten. Bei besonders günstigen Geräten verstopfen die Filter häufig schon nach kurzer Zeit, was die Arbeit erschwert und ineffizient macht. Wer viel saugt, sollte daher in ein hochwertiges Modell eines renommierten Herstellers wie Kärcher investieren. Einhell-Produkte bieten hier eine preisgünstige Alternative und erzielen ebenfalls gute Testergebnisse.Einige Geräte verfügen über eine automatische Filterreinigung per Knopfdruck, bei der der Filter ohne Ihr Zutun ausgerüttelt, ausgeklopft oder mit Luftstößen gereinigt wird. Manche Hersteller setzen auf das Prinzip des Auspustens: Dabei wird der Schlauch so umgesteckt, dass Sie die Blasfunktion nutzen, um den Filter von Staub zu befreien. Besonders günstige Modelle bieten diese komfortablen Funktionen nicht. Hier heißt es manuell nachhelfen: Filter herausnehmen, mit Druckluft ausblasen, ausschütteln oder bei Bedarf auswaschen. Wichtig ist, dass die Teile vollständig trocken sind, bevor sie wieder eingesetzt werden.







