Das Wichtigste auf einen Blick:
- Benzinkettensägen für Profis und viel Holzaufkommen
- Elektro- und Akkusägen ideal für Heimanwender / gelegentlichen Gebrauch
- An den Motorsägenführerschein denken
- Passende Schutzausrüstung besorgen
Kettensägen sind nützliche Werkzeuge. Denken Sie jedoch stets an die passende Schutzausrüstung! (Bild: stihl.de)
Wer einen eigenen Garten hat, kommt gelegentlich nicht um den Einsatz einer Kettensäge herum. Etwa, wenn ein Baum gefällt oder Äste entfernt werden müssen. Benötigen Sie Brennholz, ist die Motorsäge oft der erste Schritt. Es gibt verschiedene Ausführungen mit Benzin-, Elektro- oder Akkumanagement. Auch die Länge des Sägeblatts variiert je nach Verwendungszweck. Für das Schnitzen gibt es extra Carving-Schneidgarnituren, die besonders schmal zulaufen und in einer feinen Spitze enden. Manche Hersteller bieten sogenannte Carvingsägen an: Diese sind kleiner, vibrationsärmer und leichter zu handhaben als herkömmliche Motorsägen.
Wie beurteilen Fachzeitschriften Motorsägen?
Besonders wichtig sind Testmagazinen die Sägeleistung und die Handhabung. Ebenso werden Wartung und Reinigung unter die Lupe genommen. Einsteigergeräte verfügen oftmals über weniger komfortable Features, beispielsweise müssen Sie bei manchen Modellen umständlich Teile abschrauben, um an die Kette zu gelangen, oder die Kettenspannung lässt sich nur mit einem Schlüssel einstellen. Zudem erschweren manchmal ungünstig gestaltete oder zu kleine Einfüllöffnungen für Öl und Benzin die Bedienung.Je nach Kettensägenmodell gibt es auch unterschiedliche Sicherheitsmerkmale, die getestet werden, um eine gefahrlose Nutzung zu gewährleisten. Fachmagazine bewerten all diese Kriterien, um Verbraucherinnen und Verbrauchern das bestmögliche Gerät zu empfehlen. Bekannte Marken wie Stihl und Dolmar schneiden in Vergleichstests regelmäßig sehr gut ab. Aber auch Baumarkt- und Einsteigergeräte (zum Beispiel von Scheppach) verbessern stetig ihre Qualität und punkten mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis.
Welche Arten von Kettensägen gibt es?
Der Antrieb einer Kettensäge erfolgt meist durch einen Benzin- oder Elektromotor. Benzin-Kettensägen besitzen typischerweise einen Zweitaktmotor mit Seilzugstarter. Diese Modelle sind bei Förstern und Waldarbeitern sehr beliebt, da sie eine deutlich höhere Leistung als Elektrosägen bieten und natürlich ohne störendes Kabel auskommen. Zudem punkten Benziner mit einer schnelleren Kettenlaufgeschwindigkeit, was sie ideal für Baumfällarbeiten macht. Allerdings sind sie laut und stoßen Abgase aus.Elektromotoren beziehen ihre Energie entweder aus dem Stromnetz oder aus einem Akku. Elektrisch betriebene Geräte finden sich vor allem im Heimwerkerbereich. Sie erzeugen weniger Lärm und arbeiten emissionsfrei. Ein Nachteil netzbetriebener Modelle ist das Kabel, das den Einsatz in schwer zugänglichen Gartenbereichen erschweren kann. Hier bietet sich oft eine Akku-Kettensäge an, die sich gut zum Entasten, zum Fällen kleinerer Bäume sowie zum Zuschneiden von ofengerechten Stücken eignet. Ein besonderer Typ der Kettensäge ist der Hochentaster, mit dem Sie ohne Leiter bequem vom Boden aus Äste abtragen können.
Welche Kettensäge passt am besten zu Privatanwender:innen?
Für den gelegentlichen Gebrauch im Garten genügt in der Regel eine Motorsäge mit einer Schwertlänge von etwa 30 Zentimetern. Diese ist für Ungeübte leichter zu handhaben. Mit längerer Schwertlänge wird es wichtiger, auf eine ausgewogene Balance der Säge zu achten. Gleichzeitig steigt jedoch der Kraftaufwand, da längere Schwerter meist mit stärkeren Motoren kombiniert sind. Eine Elektrokettensäge ist eine gute Alternative zum Benziner: Sie ist günstiger, leichter, deutlich leiser und riecht nicht unangenehm. Dennoch benötigen Sie für netzbetriebene Geräte immer ein Verlängerungskabel, das Sie stets im Blick behalten sollten, damit es nicht versehentlich durchtrennt wird.Die meisten Hersteller bieten mittlerweile umfangreiche Akku-Systeme an, mit denen Sie mehrere Geräte betreiben können. Das spart Kosten und reduziert die Anzahl der benötigten Akkus und Ladegeräte. Akku-Kettensägen werden zunehmend leistungsfähiger und kommen der Performance netzbetriebener Geräte schon nahe. Einen Benzinmotor können sie derzeit jedoch noch nicht ganz ersetzen. Berücksichtigen Sie daher auch die Produktvielfalt der Marke, um abzuwägen, ob eine Bindung an einen bestimmten Hersteller sinnvoll ist.
Checkliste: Worauf sollte ich beim Kauf einer Kettensäge achten?
- Für welchen Anwendungsbereich soll die Säge genutzt werden?
- Welche Antriebsart: Elektro, Akku oder Benzin?
- Schwertlänge: Für den Heimgebrauch sind 30 cm meist ausreichend
- Motorleistung
- Einfache Bedienung und gute Balance
- Wartungsfreundlichkeit: werkzeuglose Kettenspannung, große Einfüllöffnungen für Öl
- Reinigungsfreundlichkeit: leicht zu öffnendes Kettengehäuse, zugänglicher Filter
Pflege und Instandhaltung
Beim Kauf einer Kettensäge sollten Sie auch den Kettentyp beachten. Unterschiedliche Modelle variieren in ihrer Schneidegeometrie, Teilung und Zusammensetzung der Zähne. Hartmetall-Ketten verfügen beispielsweise über aufgelötete Hartmetallplättchen und können nicht nur Holz, sondern auch Metalle oder Gasbeton schneiden. Die Kette muss stets gut mit Öl versorgt sein, da ansonsten die Schiene schnell verschleißt. Für Weichmetall-Ketten ist regelmäßiges Nachschärfen notwendig, da die Zähne mit der Zeit stumpf werden. Zum Nachschleifen benötigt man spezielle Feilen oder Schleifmaschinen. Hartmetall-Ketten sind langlebiger, aber auch schwieriger zu schleifen. Hier kann es sinnvoll sein, Ersatzketten anzuschaffen.Wann sollte ich die Kette nachschärfen?
Zeigt die Säge beim Arbeiten keine Holzspäne mehr in grober Form, sondern nur noch feines Sägemehl, ist es höchste Zeit für einen Nachschliff. Sie können das selbst mit einer Feile oder einem Schärfgerät erledigen oder die Motorsäge in den Fachhandel bringen, wo das Nachschärfen gegen eine Gebühr übernommen wird.Tipp: Sparen Sie niemals am Kettenöl! Das kann teuer werden. Wenn Kette und Schwert zu heiß laufen, müssen beide ersetzt werden.
Sicherheit steht an erster Stelle
Wer mit der Motorsäge im eigenen Garten arbeitet, benötigt keinen Kettensägenführerschein. Jedoch ist es für Ihre Sicherheit empfehlenswert, einen solchen Kurs zu besuchen, falls Sie keine Vorerfahrung mitbringen. Dort lernen Sie alle wichtigen Verhaltensweisen für den sicheren Umgang. Wissen Sie beispielsweise, wie Sie bei einem Rückschlag reagieren sollen? Ebenso entscheidend ist die richtige Schutzkleidung. Dazu zählen unter anderem Schnittschutzhosen, festes Schuhwerk mit Stahlkappen – idealerweise schnittfest –, Helm mit Sicht- und Gehörschutz sowie Handschuhe.Wer als Brennholz-Selbstversorger im Wald arbeitet, benötigt einen Motorsägenführerschein, den Sie dem Förster vorzeigen müssen. Ebenso ist dieser auf fremdem Gelände vorgeschrieben.


























