Stärken
Schwächen
Die Hisense HS3100 ist ein 3.1-System mit kabellosem Subwoofer und 480 Watt – besonders für kleinere Wohnzimmer und schmale Budgets empfohlen. (Bildquelle: amazon.de)
Mit einem Subwoofer zu einem verbesserten Fernsehton
Wer Wert auf kraftvollen Klang im Heimkino legt, liegt mit Soundbars nach wie vor richtig. Diese schlanken Klangleisten fügen sich elegant unter flache Fernsehgeräte ein und verbessern den Ton mit externen Subwoofern sowie Features wie Dolby Atmos genau an den Stellen, wo die eingebauten Lautsprecher des Fernsehers nicht mithalten können. Viele Hersteller lassen sich einen klangstarken HiFi-Sound und eine breite Anschlussvielfalt jedoch gut bezahlen – Soundbars mit Preisen von über 1.000 Euro sind bei hoher Qualität längst keine Seltenheit. Insgesamt ist die Preisspanne am Markt jedoch breit gefächert: Von günstigen Geräten für um die 50 Euro bis hin zu Modellen jenseits von 2.000 Euro ist alles vertreten. Gerade bei günstigen Varianten gilt es oft, Abstriche bei der Ausstattung hinzunehmen – doch wie steht es um den Klang? Bieten Soundbars unter 300 Euro tatsächlich einen überzeugenden Sound? Wir schauen uns Soundbars bis zu 300 Euro genauer an.Soundbars bis 300 Euro – lohnen sie sich klanglich?
Die LG DS70TY bringt einen echten Upfiring-Lautsprecher mit – einer der wenigen Soundbars unter 300 Euro mit nativem Dolby Atmos statt reiner DSP-Simulation. (Bildquelle: amazon.de)
Es überrascht kaum, dass günstige Soundbars klanglich nicht mit hochwertigen HiFi-Geräten mithalten können. Die Bässe sind oftmals weniger kraftvoll und erreichen selten die tiefen Töne, die bei teureren Modellen möglich sind. Wer keinen audiophilen Klang erwartet und mit einem vernünftigen Sound zufrieden ist, findet auch in der günstigen Klasse passende Geräte. Käufer:innen sollten jedoch bedenken, dass Soundbars im niedrigeren Preissegment in der Regel nicht ausreichen, um große Räume ausreichend zu beschallen. Deshalb ist es empfehlenswert, beim Kauf auf Optionen für den Anschluss externer Lautsprecher zu achten – sei es per Kabel oder über WLAN.
Auch die Klangoptionen sind in der preiswerten Kategorie begrenzt: Zwar bieten einige Einstiegs-Soundbars inzwischen Dolby Atmos an, doch eine echte Höhenwiedergabe durch separate Upfiring-Treiber bleibt meist teureren Modellen vorbehalten. Bei günstigen Geräten wird der 3D-Sound meistens per DSP simuliert, was klanglich nicht mit einem echten Atmos-System mithalten kann. Deshalb klappt die dreidimensionale Klangwiedergabe nicht bei jedem preiswerten Gerät wirklich überzeugend. Positiv hervorzuheben ist, dass einige Modelle, wie die Philips TAB8505 oder Sony HT-G700, mit einem Subwoofer ausgestattet sind. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, Testberichte und Nutzermeinungen zu studieren, um einen realistischen Eindruck von der Klangqualität zu erhalten.
Preisbewusste Soundbars: Limitierte Extras und Anschlüsse
Eine Fernbedienung gehört auch bei Soundbars bis 300 Euro zur Grundausrüstung. Hier ist der schlanke Signalgeber des Sharp-Systems HT-SBW202 zu sehen. (Bildquelle: amazon.de)
Die Grundausstattung ist bei diesen Soundbars meistens erhalten – etwa eine Fernbedienung und Bluetooth zum kabellosen Verbinden von Smartphones oder Tablets für Musikstreaming. Extras wie USB-Anschlüsse oder Displays sind in dieser Preisklasse hingegen selten.
Wer plant, das heimische Netzwerk zu nutzen oder mehrere Geräte per Multiroom zu verbinden, sollte sich die technischen Daten genau ansehen – solche Features sind bei Einsteigergeräten noch nicht häufig vorhanden. Ähnlich verhält es sich mit HDMI-Anschlüssen, über die man etwa Blu-ray-Player oder Spielekonsolen anschließen kann. Üblich ist heute ein HDMI-Ausgang mit ARC (Audio Return Channel), mit dem Tonsignale vom Fernseher zur Soundbar zurückgeleitet werden, wodurch zusätzliche Kabel entfallen. Möchte man verlustfreie Audioformate wie Dolby Atmos oder DTS:X in optimaler Qualität übertragen, sollte man auf den moderneren HDMI eARC-Standard (Enhanced Audio Return Channel) achten – dieser ist in der 300-Euro-Klasse allerdings noch nicht überall verbaut.






