Fahrradschloss Test & Testsieger

Die besten Fahrradschlösser der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Fahrradschlösser auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 33 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Fahrradschlösser

Bügelschlösser dominieren Testsieger-Liga

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Teure Schlösser tendenziell besser
  2. Bügel- und Kettenschlösser mit ausreichend starken Kettengliedern bieten besten Schutz
  3. auf Anti-Picking- und Aufbohrschutz achten

Tendenziell schneiden Hersteller günstiger Schlösser schlechter ab. Auch Schadstoffe führen zur Abwertung.

Fahrradschlösser im Test: Wie schneiden die Hersteller im Notenvergleich ab?

Nach Meinung der Testpresse lieferte Cyclock mit dem Rahmenschloss Linka eines der innovativsten Konzepte. Per Knopfdruck ist es ge- und über das Smartphone entsperrt. Wird das Rad davongetragen, quittiert das ein Bewegungssensor mit einem schrillen Alarm. Der Hersteller bewirbt es als ideales Schloss für Leihräder.

Abus verortet sich im vorderen Mittelfeld und zeichnet sich durch ein umfassendes Schlüsselmanagement aus. Per „Code Card“ ist bei Schlüsselverlust schnell Ersatz organisiert. Neben etlichen Testsiegern sammelt sich in dessen Sortiment aber auch eine kleine Schar von Negativausreißern. Ähnlich verhält es sich bei Konkurrent Kryptonite, dessen Schlösser von der Stiftung Warentest hauptsächlich wegen enthaltener Schadstoffe abgewertet wurden.

Auch unter den sehr günstigen Fahrradschlössern findet sich der ein oder andere Glücksgriff: Unter den Discountermodellen führt Fischer die Bestenliste an und bringt es mit dem Bügelschloss Safe auf ein gutes Gesamturteil, lässt in allen anderen Fällen aber Punkte liegen. Prophete warf ein ähnliches Schloss auf den Markt, das immerhin mit einem befriedigenden Urteil abschnitt. Tchibo versuchte es mit einem Faltschloss – und fiel damit bei der Stiftung Warentest wegen zu schwacher Nieten prompt durch.

Was zeichnet die Testsieger unter den Fahrradschlössern aus?

Vorneweg: Einen hundertprozentigen Schutz bietet selbst das beste Schloss nicht. Vielmehr geht es darum, Diebstahlversuchen in einem bestimmten Zeitfenster zu widerstehen. Das sind in der Regel fünf Minuten.

Spiralkabelschlösser sind handlich, aber für Diebe ein leichtes Spiel. (Bildquelle: amazon.de)

Testsieger sind am häufigsten unter den Bügelschlössern zu finden. Dieser Typ bietet den höchstmöglichen Aufbruchschutz im Verhältnis zum Materialeinsatz und Gewicht. Leider sind sie unflexibel und die Möglichkeiten, das Rad anzuschließen, durch ihre starre Bauweise stark eingeschränkt. Wirklich sinnvoll sind sie bei teuren Rädern nur im Verbund mit weiteren Schlössern zur Sicherung der Komponenten.

Kettenschlösser bieten eine flexible Alternative. Ausreichend starke Kettenglieder vorausgesetzt, müssen auch unter dem Aspekt der Aufbruchsicherheit keine Kompromisse eingegangen werden. Schlösser, die diese Voraussetzung erfüllen, sind jedoch sehr schwer und im Hinblick auf das Handling daher keine wirklich komfortable Wahl.

Stahlkabelschlösser haben Bolzenschneidern zwar wenig entgegenzusetzen und lassen sich zudem leicht aufsägen. Der Zugang zur Testsieger-Riege bleibt ihnen aber nicht verwehrt, wenn sie mit einer zusätzlichen Ummantelung aus Stahlgliedern versehen sind. Von Spiralkabelschlössern raten wir ab. Sie sind zwar nicht so sperrig, aber mit jedem Bolzenschneider sofort durchtrennt.

Faltschlösser sind unter dem Aspekt der Handhabung die klaren Sieger: Sie sind gut verstaubar und flexibel, bieten aber nur dann Schutz, wenn auch die Scharniere robust genug sind, um sie nicht aufhebeln zu können. Viele zeigen hier Schwäche und verfehlen den Testsieg.

Stahlkabelschlösser sind nur dann wirkungsvoll, wenn der Kabelstrang zusätzlich mit Stahlgliedern ummantelt ist. (Bildquelle: abus.de)

Nicht immer rücken professionelle Diebe jedoch mit schwerem Gerät an. Ein beliebter Angriffspunkt ist auch der Schließzylinder. Schlösser mit sogenanntem Anti-Picking-Schutz verhindern das Öffnen mittels klassischer Methoden, bei denen die Kernstifte im Schloss per spitzem Gegenstand heruntergedrückt werden, um es zu entriegeln. Gute Schließzylinder sind auch noch mit einem Aufbohrschutz versehen. Viele Testsieger bringen darüber hinaus auch einen beständigen Korrosions- und Staubschutz mit.

Tests

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Sortiert nach Popularität und Aktualität
    • Stiftung Warentest (test)

    • Ausgabe: 5/2019
    • Erschienen: 04/2019
    • Seiten: 6
    • Mehr Details

    Schwer, aber sicher

    Testbericht über 20 Fahrradschlösser unterschiedlicher Bauart

    Wie wurden die Schlösser von der Stiftung Warentest geprüft?

    Ob rohe Gewalt oder „intelligentes Öffnen“ mittels Feinwerkzeug – nur wenn ein Schloss jeglichen Aufbruchversuchen 3 Minuten widerstehen kann, ist es sicher. So viel Zeit nehmen sich Diebe laut der Stiftung Warentest, die sich auf die Erfahrungen der Polizei beruft.

    Beweisen müssen sie auch ihre Alltagstauglichkeit. Wie leicht lassen sie sich öffnen bzw. verriegeln und wie gut lässt sich das Rad anschließen? Nach dem Handling-Test geht es in die Regenkammer. Dort werden die Schlösser mehrere Tage lang mit einer Salzlösung besprüht und anschließend auf Korrosionserscheinungen hin untersucht. Darüber hinaus prüfen die Tester den Schutz des Zylinders vor eindringendem Schmutz und die Robustheit der Schlüssel. Denn das sicherste Schloss nützt wenig, wenn der Schlüssel leicht bricht.

    Das letzte Prüfkapitel findet im Chemielabor statt, wo sich die Schlösser einer Schadstoffprüfung unterzogen werden. Im Visier: Die Ummantelungen am Schlosskörper oder an den Kettengliedern.

    Testumfeld:

    Die Testreihe umfasst 8 Bügelschlösser, 7 Faltschlösser und 5 Kettenschlösser. Kabelschlösser waren diesmal nicht dabei, zu schnell waren sie in den letzten Tests geknackt. Ergebnis: Gute Schlösser sind schwer. Folgen Sie dem Rat der Stiftung Warentest und verwenden Sie zur Sicherung Ihres Rads stets zwei Schlösser, kommen schnell ein paar Kilo zusammen.

    Überraschung: Für ein sicheres Schloss muss nicht einmal viel Geld aus dem Portemonnaie geschüttelt werden. Grundsätzlich zählen die günstigen Schlösser aber zu den Schlusslichtern. Schadstoffcheck: In diesem Prüfkapitel gab es erfreulicherweise nur zweimal ein „Mangelhaft“. Erhöhte Konzentrationen bleiben aber weiterhin flächendeckend ein Thema.

    zum Test

    • Stiftung Warentest (test)

    • Ausgabe: 8/2017
    • Erschienen: 07/2017
    • Seiten: 6
    • Mehr Details

    Sicherheit ab 30 Euro

    Testbericht über 20 Fahrradschlösser unterschiedlicher Art

    Nach welchen Kriterien wurden die Fahrradschlösser von der Stiftung Warentest geprüft?

    Geknackt werden kann jedes Schloss. Entscheidend ist, wie viel Zeit sich Langfinger für das Diebesgut nehmen. Die Stiftung Warentest setzt das Limit bei 3 Minuten. In diesem Zeitfenster müssen die Testschlösser jeglichen Aufbruchversuchen standhalten.

    Ein hoher Aufbruchschutz allein macht noch keinen Testsieger. Beweisen müssen sich die Schlösser auch im täglichen Gebrauch (Handling und Haltbarkeit im Dauereinsatz) sowie bei der Schadstoffprüfung. Erzielt ein Schloss in den Prüfkapiteln Aufbruchschutz oder Schadstoffe ein „Mangelhaft“, kann das Gesamturteil nicht besser sein. Bei „ausreichender“ Aufbruchsicherheit oder Haltbarkeit kann das Gesamtergebnis höchstens eine halbe Note besser ausfallen.

    Testumfeld: Geprüft wurden insgesamt 20 Modelle, darunter 6 Bügelschlösser, 5 Faltschlösser, 5 Kettenschlösser und 4 Panzerkabelschlösser. Bei der Aufbruchsicherheit werden die oberen Notenränge von den Bügel- und Kettenschlössern dominiert. Faltschlösser sind die großen Verlierer, fast keines der getesteten Fabrikate konnte den Aufbruchtest bestehen. Die Panzerkabelschlösser landeten im Mittelfeld und taugen allenfalls zum kurzfristigen Abschließen. Abwertungen hagelt es auch bei der Schadstoffprüfung, betroffen sind vor allem Schlösser mit Kunststoff- oder Textilummantelung.
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    • velojournal

    • Ausgabe: 3/2018
    • Erschienen: 06/2018
    • Seiten: 4
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    Hats geknackt?

    Testbericht über 3 Fahrradschlösser

    zum Test

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