Fahrradschlösser Bügelschlösser dominieren Testsieger-Liga
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Teure Schlösser tendenziell besser
- Bügel- und Kettenschlösser mit ausreichend starken Kettengliedern bieten besten Schutz
- auf Anti-Picking- und Aufbohrschutz achten
Wann ist ein Fahrradschloss sicher?
Die Stiftung Warentest bringt's auf eine simple Formel: Sicher ist ein Schloss dann, wenn es drei Minuten lang jeglichen Aufbruchversuchen widerstehen kann. So viel Zeit nehmen sich Diebe laut Polizeistatistik im Schnitt. Nicht immer rücken professionelle Knacker jedoch mit schwerem Gerät wie einem Bolzenschneider oder Vorschlaghammer an. Viele wählen den „intelligenten" Weg: Per Feinwerkzeug wird der Schloßzylinder manipuliert („Lock-Picking"). Schlösser mit sogenanntem Anti-Picking-Schutz verhindern das. Gute Schließzylinder sind darüber hinaus mit einem Aufbohrschutz versehen. Die Flex müssen Sie übrigens nicht fürchten. Denn kaum ein Profi wird durch Krach und Funkenflug die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen – davon abgesehen, dass wohl kein Langfinger ernsthaft bereit wäre, einen Stromgenerator mit sich herumzuschleppen.
Welcher Schlosstyp ist der sicherste?
Fazit aus Tests: Die Testsieger-Liga wird von den Bügelschlössern beherrscht. Auch Ketten- und Faltschlösser liegen gut im Rennen, wie der letzte Check der Stiftung Warentest zeigt. Grundsätzlich gilt: Sicherheit geht hauptsächlich über Materialeinsatz. Sichere Schlösser sind also tendenziell schwer, was vor allem auf die Kettenschlösser zutrifft. Von Kabelschlössern raten die Warentester ab. Zu leicht seien sie per Bolzenschneider oder Säge durchtrennt – das beste Modell konnte gerade einmal ein „Befriedigend" abgreifen.
Wir empfehlen Faltschlösser. Diese bieten ausreichende Flexibilität und gleichzeitig ein gutes Maß an Sicherheit. Zudem lassen sie sich leicht verstauen – meist per Halterung am Rahmen. Sind Ihnen Flexibilität und Handling nicht so wichtig, greifen Sie am besten zu einem Bügelschloss. Besonders gut bewährt haben sich Modelle, bei denen sich beide Bügelenden verriegeln lassen. So sind sie gut vor Zugkräften geschützt. Eine Auswahl:
Fahrradschlösser im Test: So schneiden die Hersteller ab
Gute Qualität lassen sich die Hersteller auch etwas kosten. Abus, Trelock, Hiplock und Kryptonite bilden die Preisoberkante, heimsen in den Tests aber auch Topnoten ein. Zu den Preis-Leistungs-Siegern zählen Onguard, Squire und BBB. Licht und Schatten ist bei Günstig-Anbieter Nean zu verzeichnen: Während z. B. ein rund 20 Euro teures Bügelschloss des Berliner Versenders auf ganzer Linie überzeugen konnte, gelang es Testern bei einem etwa 10 Euro teuren Kettenschloss des Herstellers mit nur wenig Aufwand, die Kettenglieder zu durchtrennen.










































