Kettenschlösser Sicher nur bei sehr dicken Kettengliedern
Die schwere Metallkette ist für viele Fahrradbesitzer nach wie vor das Nonplusultra, um den fahrbaren Untersatz vor Langfingern zu schützen. Als Schloss dient hierbei vielfach ein herkömmliches Vorhängeschloss. Das Ganze macht einen besonders soliden und sicheren Eindruck und gibt schon alleine aufgrund des großen Gewichts der Konstruktion ein sicheres Gefühl. Doch leider sind Kettenschlösser aus sicherheitstechnischer Hinsicht eher wenig zu empfehlen: Der Anschein der Sicherheit trügt leider in vielen Fällen.
Kettenglieder leicht zu durchtrennen
Denn die meisten Kettenschlösser sehen zwar sehr stabil aus, sie sind jedoch relativ leicht mit Bolzenschneidern zu durchtrennen. Schließlich handelt es sich nicht um massive Metallstäbe wie etwa bei den modernen Faltschlössern oder den klassischen Bügelschlössern, sondern um einzelne Kettenglieder. Insbesondere die günstigen und leichten Modelle im Handel mit maximal 10 Millimetern Glieddurchmesser sind eine leichte Beute für entsprechend gerüstete Diebe. Das gilt umso mehr, wenn die einzelnen Kettenglieder auch noch relativ große Zwischenräume haben. Das ist bei leichten Ketten durchaus mit Absicht so gehalten, um die Handhabung zu vereinfachen und die Kette beweglich zu halten.
Durchmesser ab 15 bis 16 Millimeter sind das Minimum
Hochwertige Kettenschlösser setzen daher stattdessen auf Kettenglieder mit Durchmessern von mindestens 15 bis 16 Millimetern. Sie sind zudem außen gehärtet und in der Mitte etwas weicher, um nicht nur Bolzenschneidern sondern auch dem gegen Kettenglieder sehr effektiven Eisspray etwas entgegenzusetzen. Denn genauso einfach wie eine Kette zerschnitten ist, kann sie auch zerschlagen werden. Darüber hinaus sollte ein solches Kettenschloss mit einer Plastikummantelung versehen sein, da es ansonsten schnell den Rahmen des teuren Fahrrads zerkratzt.
Die verwendeten Vorhängeschlösser sind ein weiterer Schwachpunkt
Doch auch dann noch sind Kettenschlösser keine wirklich ideale Wahl: Denn zum einen werden sie bei der entsprechenden Kettenglieddicke sehr schwer und unhandlich, zum anderen sind die verwendeten Vorhängeschlösser selbst ein Schwachpunkt. Da deren Schlüssel meist nicht flach ausgeführt, sondern mit seitlichen Zähnen versehen sind, werden sie leicht Opfer von Universaldietrichen. Klug ist also, wer auf die Schlüsselform acht gibt.






















