Schallzahnbürsten Gründliche Zahn- und Mundhygiene mit Hochgeschwindigkeitsvibrationen
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Längliche statt runde Bürstenköpfe wie bei den rotierenden Bürstentypen
- Bürstenkopf von Schallzahnbürsten erreicht mehrere Zähne gleichzeitig
- Antrieb durch Schallwandler schneller als oszillierender Motor
- Name Schallzahnbürsten ist irreführend: reinigen nicht „schallaktiv“, sondern mechanisch
- Üblicherweise zwischen 13.000 und 40.000 Vibrationen pro Minute
- Im Vergleich zu Rundkopfbürsten unter den Besten gleich stark vertreten
Schallzahnbürsten im Test: Können sie mehr als andere E-Zahnbürsten?
Im Vergleich zum oszillierend-rotierenden Bürstentyp sind Schallzahnbürsten die häufiger getesteten Elektrozahnbürsten, während Ultraschallzahnbürsten in der Testlandschaft vollkommen untergehen. In jedem Fall ist eine Schallzahnbürste deshalb eine gute Wahl, weil sie mit Schwingungen von üblicherweise 13.000 bis 40.000 Bewegungen in der Minute schneller mit dem Zähneputzen vorankommt als mit dem stoischen Hin- und Herschieben einer Handzahnbürste. Um bakteriellen Zahnbelag zu beseitigen, müssen Sie außerdem weniger tun – der vibrierende Bürstenkopf nimmt Ihnen einen Teil der Putzbewegungen ab.
Schallzahnbürsten säubern nicht mit Schall, sondern mechanisch
Der gleichmäßig-sirrende Ton ist im Vergleich zum Brummen der rotierenden Zahnbürsten ein Vorteil, den viele an Schallzahnbürsten schätzen. Obendrein können Sie auf individuell einstellbare Putzprogramme zurückgreifen oder Ihre Zahnbürste personalisieren. Obwohl sie nicht wirklich mit Schall, sondern mechanisch reinigt, funktioniert eine Schallzahnbürste anders als eine Zahnbürste mit Rotation:
- Ihr Bürstenkopf ist nicht rund, sondern länglich und ähnelt in Form und Größe dem Kopf einer Handzahnbürste.
- Auch im Mund spüren Sie die etwas andere Putztechnik: Der Bürstenkopf schwingt nicht halbkreisförmig hin und her, sondern vibriert und bewegt sich mit einer Art Wischbewegung über Ihre Zähne.
- Der Antrieb durch einen Schallwandler ist schneller als jener mit oszillierend-rotierendem Motor. Eine Schallzahnbürste arbeitet schlicht mit einer höheren Frequenz (ca. 90 zu 250 bis 350 Hertz), was in der Folge deutlich mehr Schwingungen pro Minute erzeugt (ca. 9.000 zu 13.000 bis 40.000).
Putzen, ohne das Zahnfleisch zu verletzen, eine lange Akkulaufzeit und das Aufladen via USB oder drahtloser Ladestation: Die Schallzahnbürste Happybrush Vibe 3 sammelt in Tests reichlich Punkte. (Bildquelle: amazon.de)
Schallzahnbürsten im Vergleich zur rotierenden Bürstentechnik
Tests zeigen: Vibrierende und rotierende Zahnbürsten sind auf den Top-Plätzen gleichstark vertreten. Mal geht die eine, mal die andere als Testsieger durchs Ziel. Also zählen auch die persönlichen Vorlieben. Es lassen sich aber bestimmte „Putztypen" ausmachen:
- Weil der längliche Bürstenkopf einer Schallzahnbürste mehrere Zähne zugleich erreicht, erleichtert er auch den Putzprozess – optimal für Ungeduldige, die beim Zähneputzen den Eindruck von Effektivität schätzen und nicht jeden Zahn einzeln putzen möchten.
- Die Putztechnik der rotierend-oszillierenden Zahnbürsten ist typisch für Penible, die Zahn für Zahn putzen und mit dem Bürstenkopf seelenruhig auch in die Zahnzwischenräume fahren.
- Manche Schallmodell-Putzer:innen behaupten, sie hätten ein etwas anderes Putzprofil: Sie pressen den länglichen Bürstenkopf weniger fest auf die Zähne als den Bürstenkopf einer rotierenden Zahnbürste – was letztlich Zähne und Zahnfleisch schont.
Was, wie, für wen? – Vergleich Zahnbürsten mit Schalltechnologie und Rotationstechnik
Welche Rolle spielt der Preis bei einer Schallzahnbürste?
Details wie ein Zwei-Minuten-Timer zur Einhaltung der ärztlich empfohlenen Putzdauer, ein Intervalltimer samt Signalton für den Wechsel des Kieferquadranten, vor allem aber digitale Helferlein wie eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone können sich auch in höheren Preisen niederschlagen. Doch am Preis allein lässt sich nach Erkenntnissen der Stiftung Warentest die Qualität einer Schallzahnbürste nicht erkennen. Auch etwas günstigere Schallzahnbürsten kommen im Test-Kapitel Reinigung zu einem guten Ergebnis. Wer seine Zähne ausgiebig putzt, kann sogar mit purer Handkraft ähnlich gute Ergebnisse erzielen.
Manche Schallzahnbürsten sind sehr teuer. Kann ich mir dann wenigstens die professionelle Zahnreinigung sparen?
Klar, allein der Blick auf die Preislisten der Sonicare-Zahnbürsten lässt den Puls in die Höhe schnellen. Und jetzt noch das Vergnügen zu haben, 100 Euro und mehr für eine professionelle Zahnreinigung (PZR) auszugeben – allen Ernstes? Doch die Bundeszahnärztekammer und die Gutachter von Stiftung Warentest stimmen darin überein, dass das sein muss: am besten ein- bis zweimal im Jahr, bei hohen Parodontose-Risiken auch in kürzeren Abständen. Die häusliche Mundhygiene reiche im Normalfall nicht aus, um krankmachende Beläge auf der Zahnoberfläche und an schwer zugänglichen Zahnflächen zu entfernen. Leider ist die professionelle Zahnreinigung für Erwachsene nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten, obwohl sie als medizinisch notwendige Maßnahme anerkannt ist. Entwarnung für das Nervenkostüm: Einige gesetzliche Krankenversicherungen beteiligen sich an den Kosten. Auch eine auf Sie abgestimmte private Zahnzusatzversicherung kann Ihnen unter die Arme greifen.



































