AMD Prozessoren: AMD Dualcore CPUs

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amd-IILange Zeit waren Einzelkernprozessoren im PC-Bereich der Standard. Manche Server hatten mehrere Einzelprozessoren auf einer Platine, aber der normale Privatanwender war meist mit einem Kern unterwegs. Das änderte sich erst 2005 als sowohl Intel wie auch AMD anfingen, Modelle mit zwei Hauptprozessoren zu verkaufen.

Die Grenze der Taktrate

Dieser Schritt war auch nötig, da die bisherige Technik ihre Grenzen erreicht hatte. Durch den ständigen Anstieg der Taktraten stiegen auch die Abwärme und der Stromverbrauch enorm an. Bei rund 4 GHz war Schluss. Auch ist es kostengünstiger, mehrere Kerne in einen Chip zu implementieren. Im Alltag erlauben solche Prozessoren ein deutlich flüssigeres Arbeiten, da das System nicht erst warten muss bis eine Aufgabe abgearbeitet ist. Die Speichercontroller in den Prozessoren können sowohl beim Athlon II als auch beim Phenom II bis DDR2-1066 oder DDR3-1333 Arbeitsspeicher unterstützen. AMD Prozessoren werden fast immer in der Box-Version, also mit Prozessor-Kühler angeboten, was daher rührt, dass AMD sich bei Garantie-Ansprüchen ohne diesen Originalkühler ziert – wenn man auf der sicheren Seite sein will, kauft man diesen gleich mit, ob man ihn benutzt oder nicht.

Athlon X2

Während Intel auf den Core 2 Duo setzte, kam bei AMD der Athlon X2 zum Einsatz. Das Modell für den Sockel AM2 ist dabei lediglich ein umbenannter Athlon 64 X2 der älteren Generation. Das AM2+ Modell ist aus der K10-Architektur und technisch gesehen mit dem Phenom-Prozessor nahezu identisch. Die maximale Verlustleistung wurde von maximal 65 Watt auf nur noch 45 Watt gesenkt. Die Neuen erkennt man am Namenszusatz „II“ und die bei den Vorgängern benutzte „64“ fällt ganz weg, da alle ohnehin für 64-Bit-Systeme geeignet sind. Dann findet man folgende typische Bezeichnungen: Athlon (2x1MB L2-Cache) II (zweite Generation) X2 (Dualcore) 235 (Taktung 2,7GHz) und Phenom (2x512KB L2-Cache plus 6MB L3-Cache) II (zweite Generation) X2 (Dualcore) 545 (Taktung 3,0 GHz).

Phenom II

Der Phenom II ist ebenfalls ein Mitglied der K10-Generation und wird im 45-Nanometer-Verfahren gefertigt. Mit Taktfrequenzen von 2,3 GHz bis 3,7 GHz findet er sowohl in Servern wie auch in normalen Rechnern ein Zuhause. Geeignet für Sockel AM2, AM2+ und AM3 gibt es auch Ausführungen mit drei und vier Kernen. Bei den Zwei- und Dreikernprozessoren handelt es sich eigentlich um 4-Kern-CPUs, bei denen ein oder mehrere Kerne deaktiviert wurden. Mit manchen Mainboard-Konfigurationen lassen sich diese Kerne wieder reaktivieren und können dann, sofern sie nicht aufgrund von Fehlern deaktiviert wurden, im regulären Betrieb nutzen.

Autor: Nico