Das Wichtigste auf einen Blick:
- Verstärken das Ausgangssignal von Smartphone, Player oder PC
- Verstärkerschaltung gezielt für Kopfhörerimpedanzen ausgelegt
- Flexibel: Betrieb per Netzstrom (stationär) oder Akku, Batterie bzw. USB-Power
- Viele aktuelle Kopfhörerverstärker mit D/A-Wandler – digitale Zuspielung per USB oder SPDIF
Ihr volles Potenzial entfalten Kopfhörer meist nicht, wenn sie an einem Vollverstärker, einem HiFi-Receiver oder direkt an der Quelle betrieben werden. Deutlich mehr ist mit einem speziellen Kopfhörerverstärker drin. Neben Modellen für die heimische Anlage stehen akkubetriebene Varianten und kompakte DAC-Dongles für unterwegs bereit, die Smartphones, Tablets, Notebooks und mobile Audio-Player klanglich aufwerten. Doch worauf kommt es bei Kopfhörerverstärkern an?
Der Fosi Audio K7 erhielt im Test von AUDIO/stereoplay 116 Punkte und das Urteil „überragend" in der Kategorie Preis/Leistung. (Bildquelle: amazon.de)
Stationäre Kopfhörerverstärker: Die beste Wahl für zuhause
Für Kopfhörer sind hohe Spannungen ebenso wichtig wie für Lautsprecher. Gleichzeitig wird jedoch weniger Leistung benötigt, denn mit Eingangsimpedanzen von 30 bis 600 Ohm liegen Kopfhörer deutlich über Lautsprechern, die typischerweise vier bis acht Ohm aufweisen. Lautsprecher verlangen daher nach Verstärkern, die vor allem hohe Ströme liefern können. Zwar besitzen Vollverstärker und HiFi-Receiver meist neben Lautsprecherklemmen auch einen Kopfhörerausgang, dafür kommt aber in der Regel ein stark dämpfender Spannungsteiler zum Einsatz. Genau dieser kann das Signal verfälschen und die Klangqualität mindern. Spezielle Kopfhörerverstärker liefern hier oft die überzeugenderen Resultate, weil ihre Schaltungen gezielt auf Kopfhörerimpedanzen abgestimmt sind. Manche Modelle, etwa der Phonitor 2, können darüber hinaus sogar die räumliche Abbildung von Lautsprechern nachbilden: Durch gezielte Anpassung von Pegel- und Laufzeitunterschieden reduzieren sie die sogenannte Superstereobreite, also die extreme Links-Rechts-Trennung beim Hören über Kopfhörer.Symmetrische Ausgänge: Inzwischen fast Standard
Ein zentrales Kennzeichen aktueller stationärer Kopfhörerverstärker ist die symmetrische Signalführung. Hochwertige Modelle bieten heute oft nicht nur den klassischen 6,3-Millimeter-Klinkenausgang, sondern zusätzlich einen symmetrischen Anschluss per vierpoliger XLR-Buchse oder über den mittlerweile etablierten 4,4-Millimeter-Pentaconn-Standard. Bei einer vollsymmetrischen Übertragung bleiben die beiden Stereokanäle sauber voneinander getrennt, zudem werden Störeinflüsse wirkungsvoll minimiert. Hinzu kommt: Symmetrische Ausgänge stellen meist deutlich mehr Leistung bereit – besonders hilfreich für hochohmige oder leistungshungrige planare Kopfhörer.
Ohne kostspielige Voltair-Technik, dafür wie der Phonitor 2 mit justierbarer Crossfeed-Schaltung (Phonitor-Matrix): der SPL - Sound Performance Lab Phonitor One d (Bildquelle: spl.audio.de)






