14 aktuelle Stielstaubsauger ausgewertet
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Ratgeber

Ratgeber zu Stielstaubsauger

Wendige Platzwunder mit immer mehr Leistung

Ratgeber HandstaubsaugerZumindest hierzulande fristen Handstaubsauger immer noch eher ein Schattendasein gegenüber den Bodenstaubsaugern. Zwar haben sie große Vorteile beim Platzbedarf auf ihrer Habenseite, außerdem sind sie wendig und leicht. Hinsichtlich der Saugleistung jedoch können sie sich mit der Konkurrenz nur selten messen, auch wenn die neuesten Modellen schwer aufgeholt haben.

Praktische Vor- und Nachteile
Handstaubsauger werden manchmal auch Stielstaubsauger genannt, denn Motoreinheit, Filter sowie Staubbehälter (mit/ohne Beutel) sind unmittelbar an einem Saugrohr mit Bodendüse angebracht, das oberhalb in einem Handgriff endet – die Geräte ähneln einem Besen. Aus dieser Bauform ergeben sich automatisch die Vorteile. Stielsauger haben eine geringe Stellfläche und lassen sich daher in kleinen Stauräumen leicht unterbringen – bei einigen Modelle lässt sich sogar der Handgriff einklappen. Zudem sind sie leicht – die Topmodelle wiegen nur rund zwei Kilogramm, der Schnitt liegt bei drei bis vier Kilogramm – und lassen sich kinderleicht manövrieren. Der letzte Aspekt ist besonders in voll gestellten Räumen oder Wohnungen mit wertvollen Möbeln/Einrichtungsgegenständen von hohem Interesse. Im Unterschied zu einem Bodenstaubsauger, der hinter dem Benutzer her gezogen wird, können die Bewegungen eines Handstaubsauger nämlich exakt kontrolliert werden. Aufgrund des leichten Gewichts sind sie zudem für Etagenwohnungen ideal, über Treppen lassen sich sie leicht tragen, wobei diese währenddessen sogar gesaugt werden können. Die kompakte Bauform mit festem Rohr behindert allerdings das Saugen höher gelegener Stellen, außerdem ist das Fassungsvermögen des Staubbehälters merklich kleiner als bei einem gewöhnlichen Bodenstaubsauger. Teilweise liegt es unter 1 Liter.

2-in-1-Kombimodell HandstaubsaugerSchwer im Trend: Akku-Modelle und 2-in-1-Kombimodelle
Schwer im Trend liegen derzeit Modelle mit einem Akku, da sie noch mehr Bewegungsfreiheit bieten. Die Unterschiede sind in diesem Segment aber sehr groß. Nickel-Cadmium-Akkus sind erfreulicherweise nur noch selten anzutreffen, denn sie entladen sich schnell selbst. Besser sind Nickel-Metalhydrid-Akkus (NiMH), die sich zwar auch entladen, aber nicht am Memory-Effekt leiden. Die Laufzeit beträgt in der Regel jedoch nur maximal 20 Minuten, außerdem halten sie im Schnitt nur höchstens 500 Ladezyklen durch. Am besten fährt man daher mit einem Lithium-Ionen-Akku (li-Io). Vorteile: Deutlich mehr Ladezyklen und damit eine längere Lebenszeit, minimale Selbstentladung, lange Akkulaufzeiten – die Topmodelle erreichen fast 1 Stunde – sowie, im Gegensatz zu den NiMH-Modellen, ein effektiver Schutz gegen Schäden bei Überladung. Zudem sind die Li-Io-Akkus merklich leistungsstärker, wobei die Saugleistung natürlich vom Akku abhängt. Die Grenze zwischen den Oberklasse- und Mittelklassemodellen wird von den Fachexperten gegenwärtig im Schnitt bei 18 Volt angesetzt, die Top-Modelle haben 24 oder sogar 25,2 Volt. Unter 12 Volt beginnt dagegen die Einsteigerklasse. Diese Modelle eignen sich nur für leichte Verschmutzungen (Krümeln, Katzenstreu und Co). Viele Akku-Modellen führen außerdem mittlerweile einen abnehmbaren Akku-Handsauger huckepack mit sich, der schnell zur Hand ist, etwa zum Absaugen von Polstern oder höher gelegenen Stellen. Diese 2-in-1-Kombimodelle sind sehr beliebt, aber oft nicht sonderlich leistungsstark und daher kaum eine ernsthafte Alternative für die regelmäßige Wohnungsreinigung.

Ideal für Treppen und Wohnungen mit mehreren Etagen: HandstaubsaugerAufgeholt! – Deutliche Leistungssteigerung in den letzten Jahren
Die Fortschritte in der Akku-Technik haben zur Folge, dass sich die neuesten Topmodelle fast mit einem Bodenstaubsauger messen können, zumindest auf Hart-/Glattböden sowie bei der Faseraufnahme. Die meisten sind nämlich mit einer Bodendüse mit integrierter Bürstwalze ausgestattet, die auch Vorteile bei der Aufnahme von (Tier-) Haaren sowie bei fest sitzendem Schmutz bietet. Alle anderen Modelle hingegen werden tendenziell immer noch im Hinblick auf ihre generellen praktischen Vorteile (Platz, Gewicht. Wendigkeit) lediglich als Zweitgerät angeschafft. Die Saugleistung erreicht laut Fachpresse speziell auf Teppichböden nur den Bruchteil eines Bodenstaubsaugers. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Hersteller ihr Angebot an hochwertigen, leistungsstarken Modellen mit Li-Io-Akku massiv ausbauen werden. Ab 2014 müssen Bodenstaubsauger nämlich sparsam an der Steckdose sein – eine Qualität, die die Akku-Handstaubsauger jetzt schon besitzen. Mit Ausnahme großer Wohnflächen, für die der Staubbehälter zu klein ist, könnte ein potenter Akkusauger daher in naher Zukunft eine attraktive Alternative zu einem Bodenstaubsauger darstellen.

Weitere Informationen zum Thema Stielstaubsauger findest Du auch bei srf.ch.