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Ratgeber zu Saugroboter

Fleißige Helfer im Haushalt

StaubsaugerroboterNoch vor wenigen Jahren galten Saugroboter als kostspielige Gadgets, die allenfalls Unterhaltungswert besaßen. Doch das Bild hat sich deutlich gewandelt: Die aktuelle Robotergeneration ist intelligent genug, um komplett autark zu arbeiten und eine Wohnung in blitzblankem Zustand zu halten – sofern man das Gerät richtig verwendet. Denn Saugroboter ersetzen nicht den klassischen Bodenstaubsauger und sind somit auch nicht zur Grundreinigung gedacht. Sie ergänzen diesen aber sinnvoll. Denn wer einen Saugroboter regelmäßig einsetzt, kann die Anzahl der Arbeitseinsätze des klassischen Bodenstaubsaugers erheblich reduzieren. Einmal Monat selber saugen anstelle der sonst meist wöchentlichen Schufterei, so lautet die Faustregel. Doch das hängt natürlich auch von den spezifischen Umständen im Haushalt ab.

Seitenbürsten erlauben das gründliche Abfahren von Raumkanten
NaviBot von SamsungEins vorweg: Die Saugleistung der Boden-UFOs reicht nicht aus, um schweren Dreck aufzunehmen oder tiefgehende Verschmutzungen aus Teppichen zu entfernen. Ihre Aufgabe ist es vielmehr, den alltäglich anfallenden Schmutz auf ein Minimum zu beschränken und die Bildung der lästigen Wollmäuse auf glatten Böden zu verhindern. Und das vermögen sie mittlerweile blendend. Für eine zufriedenstellende Randreinigung besitzen neuere Modelle beispielweise spezielle Seitenbürsten, um auch Staub und Haare an Kanten sowie in Ecken aufzunehmen. Außerdem soll die Randreinigung mit Robotern in D-Bauformen besser funktionieren als mit runder Bauformen. Das Hinterlassen von Schmutzrändern ist jedoch bis heute eine klassische Schwachstelle der Geräte.

Praktisch: Ein Timer zur Programmierung der Arbeitszeiten
In puncto Navigation trennt sich immer noch die Spreu vom Weizen. Einfache Geräte arbeiten schlicht nach dem Zufallsprinzip oder vorprogrammierten Bewegungsmustern. Das führt dazu, dass Flächen nicht vollständig gesaugt werden und zudem der Vorgang eine lange Zeit in Anspruch nimmt. Nicht selten müssen solche Saugroboter zusätzlich manuell aktiviert und aufgeladen werden – der Arbeitsaufwand verringert sich also nicht unbedingt. Hingegen bieten höherpreisige Saugroboter praktische Hilfsmittel zur Einteilung der Arbeit: Viele lassen sich auf regelmäßige Arbeitsgänge zu bestimmten Uhrzeiten und Wochentagen programmieren, einige Modelle bringen zudem sogenannte „Leuchttürme“ mit. Das sind Infrarotschranken, welche das zu bearbeitende Gebiet einteilen.

Viele Geräte finden automatisch zur Ladestation zurück
Kobolt VR100Saugroboter aus dem Premium-Segment lassen sich nicht nur programmieren, sie vermessen die Umgebung mit Sensoren und lernen beim Umherfahren die zu bearbeitende Fläche auswendig. So wird die Bewegung nach und nach koordinierter – nach einigen Durchläufen kennt der Roboter die Wohnung. Sehr teure Geräte besitzen zudem die Möglichkeit, die Wohnfläche regelrecht zu vermessen. Sie gehen von Anfang an deutlich zielgerichteter an die Arbeit. Alle Staubsaugerroboter der gehobenen Preisklassen finden zudem selbsttätig wieder an ihre Basisstation zurück, laden sich selbst auf und arbeiten anschließend weiter.

Einfache Basisstationen häufig besser
Es gibt vereinzelt Geräte, bei denen die Arbeitsstation den Schmutz absaugt und der Roboter stets mit einem leeren Behälter an die Arbeit geht. Wird das Gerät jedoch regelmäßig auf Staubjagd geschickt und ohnehin nicht ganz so viel Staub anfällt, muss der Staubbehälter im Roboter selten geleert werden. Bei Basisstationen gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr. Denn je weniger Technik verbaut ist, desto weniger anfällig ist sie für Schäden. Besser sind zudem Basisstationen, die nicht millimetergenau getroffen werden müssen. Dann reicht das Berühren des Ladebalkens und schon erhält der Roboter neuen Saft – auch wenn er mal etwas schräg einfährt.

Allergiker aufgepasst: Auf HEPA-Filter achten!
Kärcher RC4000Allergiker sollten unbedingt – wie auch beim Bodenstaubsauger – einen Saugroboter mit HEPA-Filter wählen. Denn auch sie entwickeln sich sonst gerne zu Feinstaubschleudern. Ein Feinstaubfilter der Stufe F7 reicht dabei nicht aus. Es sollte mindestens ein HEPA-Filter der Stufe 13 sein.