Das Wichtigste auf einen Blick:
- Zwischen Asphalt und Gelände: Allrounder bieten den besten Kompromiss
- Pannensichere Bereifung häufig schwer und träge
- Sonderfall E-Bike: Reifen mit besonders hohem Pannenschutz und geringem Rollwiderstand gefragt
- Reifenprofil entscheidend für Bodenhaftung
- Im Trend: breitere Reifen für mehr Komfort und Traktion sowie Tubeless-Modelle
Bewährt im Stadtverkehr: Der Schwalbe Energizer Plus kombiniert Leichtlauf mit effektivem Pannenschutz, ist aufgrund seines flachen Profils jedoch vor allem für befestigte Wege geeignet. (Bildquelle: schwalbe.com)
Trekkingreifen im Praxistest: Was zeichnet die Favoriten aus?
Früher galt: Pannenschutz und geringer Rollwiderstand schließen sich aus. Doch namhafte Hersteller wie Schwalbe und Continental verändern dieses Bild zunehmend. Mittlerweile gibt es Modelle, die in beiden Disziplinen überzeugen können. Aktuelle Vergleichstests aus den Jahren 2024 und 2025 zeigen: Schwalbes Marathon-Linie sowie Continental-Modelle setzen weiterhin Maßstäbe, während auch Hersteller wie Maxxis, Michelin und Pirelli mit konkurrenzfähigen Trekkingreifen aufwarten.Der Energizer Plus von Schwalbe vereint Leichtlauf und Pannenschutz und eignet sich laut Tests besonders für den Stadtverkehr auf befestigten Wegen. Für anspruchsvollere Einsätze und besonders hohe Pannensicherheit hat sich der Schwalbe Green Marathon in neueren Tests von Elektro-Rad (10/2024) als einer der leichtrolligsten und gleichzeitig pannensicheren Trekkingreifen profiliert. Der Schwalbe Marathon Plus bleibt derweil die Referenz für maximalen Durchstichschutz dank seiner SmartGuard-Einlage. Auf Seiten von Continental überzeugt der Contact Plus mit einer starken Alltagsperformance, hoher Langlebigkeit und gutem Grip auf verschiedenen Untergründen.
Das Grundprinzip moderner Pannenschutzreifen ist heute vielfältiger als früher: Neben verstärkten Gummischichten auf der Lauffläche setzen viele Hersteller auf hochdichte Gewebe aus Vectran- oder Kevlar-Fasern, die leichter sind als klassische Kautschukeinlagen und gleichzeitig einen sehr hohen Durchstichwiderstand bieten. Einige Modelle kombinieren beide Technologien für maximalen Schutz.
Profilgestaltung: Eher Stadt, Land oder beides?
Das Reifenprofil und die daraus resultierende Bodenhaftung sind entscheidend für die Performance. Modelle mit ausgeprägtem Stollenprofil punkten auf Schotter und weichen Untergründen, machen auf Asphalt dagegen Einschränkungen. Reifen mit glatterem Profil überzeugen hingegen auf befestigten Straßen, sind aber auf losem Terrain weniger geeignet. Besonders ausgewogen präsentieren sich Allrounder mit durchgehender Mittelspur für Grip und geschmeidige Rollbewegung auf der Straße sowie raueren Profilbereichen an den Seiten für Traktion auf unbefestigten Wegen. Außenseitig angebrachte Stollen verhindern zudem ein Abrutschen in Kurven. Auch der Contact Plus von Continental zeigt in diesem Bereich eine starke Leistung und eignet sich gut für Pendler und Alltags-Tourenfahrer.
Im Schnittpunkt von Stadt und Gelände: Der Kenda Khan vereint die Vorteile beider Einsatzbereiche. (Bildquelle: kendatire.com)
Allrounder wie der Kenda Khan bieten ein ausgewogenes Profil für gemischte Einsätze. Bitte beachten Sie: In neueren Pannenschutztests (2024/2025) schneidet Kenda in der Kategorie Durchstichschutz teils weniger überzeugend ab als die Spitzenmodelle von Schwalbe, Continental oder Michelin. Als reiner Allrounder für leichte bis mittlere Beanspruchung bleibt er eine vertretbare Wahl, für hohe Anforderungen an Pannensicherheit empfehlen sich jedoch die aktuellen Testsieger der genannten Premiumhersteller.
























