Die wichtigsten Funktionen
In Sachen Blu-ray bot die Playstation 3 von Sony lange Zeit ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis als jeder Stand-Alone-Player. Heutzutage gibt es Abspielgeräte, die der Spielekonsole nicht nur beim Preis, sondern – so die Hersteller – auch bei den Blu-ray-Fähigkeiten mehr als gewachsen sind. Was leisten die Geräte tatsächlich?
Ein Blu-ray-Player kann Bilder in verschiedenen Auflösungen ausgeben. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass das gewünschte Modell die Auflösung des Fernsehers oder Beamers unterstützt, andernfalls müssen die Signale umgerechnet werden, was zwangsläufig zu Qualitätsverlusten führt. Neben Blu-ray-Dics werden auch Video-DVDs abgespielt, wobei die Standardauflösung einer DVD für gewöhnlich mit einem Upscaler auf 720p oder 1080i/p hochgerechnet wird. Die aktuelle Generation ist ferner in der Lage, das Signal einer Blu-ray nicht nur im Vollbildmodus mit 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde, sondern außerdem mit 24 Vollbildern (1080/24p) und damit in der kinoüblichen Frequenz auszugeben. Voraussetzung für eine ruckelfreie Wiedergabe des 24p-Signals ist ein Fernseher, der die 24 Vollbilder entgegennehmen kann. Generell ist die HDMI-Verbindung dem analogen Komponentenausgang vorzuziehen, denn der YUV-Komponentenausgang leitet das Signal höchstens mit der Halbbildauflösung 1080i weiter. Per HDMI erreicht man also die beste Bildqualität.
Im Gegensatz zur DVD unterstützen Blu-ray-Discs die neuen HD-Tonformate. Dazu zählen die verlustbehafteten Formate Dolby Digital Plus und DTS-HD High Resolution. Außerdem wurden zwei Surround-Formate eingeführt, die den Ton verlustfrei komprimieren: Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio. Der Blu-ray-Player wandelt die Surround-Formate in einen analogen Mehrkanalton und leitet sie über sechs beziehungsweise acht Cinch-Buchsen zum Receiver weiter. Wer einen AV-Receiver mit eigenen Decodern besitzt, der kann die HD-Tonformate auch als Bitstream – also in unkomprimierter Form - per HDMI (Version 1.3a) ausgeben. Dekodierung und Digital-Analog-Wandlung überlässt man in diesem Fall dem besseren Gerät. Besitzt man hingegen einen Player ohne analogen Mehrkanalausgang und einen AV-Receiver ohne passende Decoder, dann lässt sich das Signal als komprimierter PCM-Mehrkanalton zum Receiver schicken – ebenfalls per HDMI, allerdings schon ab Version 1.1.
Aktuelle Blu-ray-Player punkten nicht nur bei der Qualität von Bild und Ton, sondern auch mit diversen Zusatzfunktionen: Als Bonus View oder Bild-in-Bild bezeichnet man die Fähigkeit des Players, einen Videokommentar oder ähnliches in den laufenden Film einzublenden. Außerdem unterstützten immer mehr Geräte BD-Live und damit eine Funktion, mit der sich Zusatzinhalte zur Blu-ray aus dem Internet laden lassen. Je nach Disc können das Dokumentationen, Trailer oder Spiele sein. Mittlerweile gehört auch die Wiedergabe von MP3- und WMA-Musik, JPEG-Fotos und DivX-Filmen zum Repertoire vieler Player. Einige Modelle lassen sich außerdem ins Heimnetz einbinden, um dort auf einen Server und Multimedia-Dateien zuzugreifen, teilweise werden sogar Webdienste wie YouTube verfügbar gemacht.