Worauf sollte man achten?
Nicht jeder hat Platz für eine ausgewachsene Stereoanlage. Wer ein kleines System für Küche, Schlaf- oder Kinderzimmer sucht, der ist mit einer Kompaktanlage besser beraten. Die Geräte vereinen mehrere Komponenten auf kleinstem Raum, sind preiswert und liefern trotzdem ordentliche Ergebnisse. Worauf sollte man beim Kauf einer Kompaktanlage achten?
CD-Player und Radiotuner gehören mittlerweile zur Grundausstattung, selbst in der Klasse unter 100 Euro. Geräte mit integriertem Plattenspieler findet man kaum noch, auch Kassettendecks werden immer seltener. An ihre Stelle sind moderne Schnittstellen wie USB-Host und SD-Kartenleser getreten, mit denen man MP3-, WAV- oder andere Musikdateien abspielen kann, ohne sie vorher auf einen CD-Rohling zu brennen. Hier lohnt der Blick zum Datenblatt, den nicht jede Anlage mit USB oder Kartenleser kann alle Formate verarbeiten. Und längst nicht jedes Laufwerk spielt neben gekauften Audio-CDs auch selbst erstellte MP3-Scheiben und kommt mit allen Speichermedien (CD+/-R, CD+/-RW) zurecht. Unterschiede gibt es auch bei den USB-Schnittstellen: An einige lassen sich ausschließlich Speichersticks anschließen, andere erkennen auch externe Festplatten. Bisweilen hat man sogar die Möglichkeit, die Titel einer Audio-CD ins MP3-Format zu konvertieren und auf einem Massenspeicher zu archivieren. Immer häufiger darf man sich außerdem auf ein Dock für iPod und iPhone freuen, zum Beispiel bei der PianoCraft Micro 330 von Yamaha HiFi. Zu guter Letzt gibt es Kompaktanlagen mit integrierter Festplatte, Ethernet-Buchse oder WLAN-Modul, wie etwa die Philips Streamium MCi500H.
Neben den Anschlussmöglichkeiten, den unterstützten Formaten und den Zusatzfunktionen ist vor allem der Klang einer Anlage entscheidend. Man darf wohl behaupten, dass ein Modell für 50 Euro niemals so gut klingen kann, wie ein System, das mehr als zehn mal so teuer ist und auf hochwertige Bauteile setzt. Und es macht durchaus einen Unterschied, ob die Lautsprecher im Gerät verbaut wurden, separat aufgestellt werden, ob es sich um 2-Wege- oder um 3-Wege-Boxen handelt und ob - wie beispielsweise bei der Denon D-M37 - ein separater Subwoofer-Anschluss integriert wurde. Trotzdem sollte man die Leistungsangaben der Hersteller mit Vorsicht genießen. So wird oft nur die werbewirksame Spitzen- oder PMPO-Leistung, nicht aber die tatsächliche Leistung (Nennleistung) genannt. Hilfreich ist ganz sicher, die Testergebnisse der Fachmagazine genau zu vergleichen, wobei man das gewünschte Modell letztlich immer selbst Probe hören sollte. Die Geschmäcker sind halt verschieden.