Die bes­ten Luftrei­ni­ger | Test 09/2026

Die am besten bewerteten Luftreiniger im Test scheiden Pollen, Aerosolpartikel und Formaldehyd ab, sind einfach zu bedienen und tadellos in den Urteilen Umwelteigenschaften, Sicherheit und Datensendeverhalten. Die meisten Luftreiniger haben einen 3-teiligen Aufbau: Ein Vorfilter fängt grobe Fusseln, Tierhaare oder Hautschuppen ab. Ein Filter aus Fasern sammelt u. a. Staub, Pollen und Aerosole ein, also Gemische aus Luft und darin verteilten, schwebenden Partikeln. Schließlich dient ein Filter mit Aktivkohle dazu, Gerüche und gasförmige Verbindungen wie Formaldehyd zu binden.

Um die Raumluft effektiv von Schadstoffen und Krankheitserregern zu reinigen, kommt es auf die Luftwechselrate ( Umwälzrate) an. Sie gibt an, wie oft der Luftreiniger das gesamte Luftvolumen eines Raumes pro Stunde austauscht. Im Idealfall liegt sie bei vier bis acht Mal pro Stunde. Kleinere Geräte sind hier im Nachteil.

Unser Tipp: Aerosolpartikel, die das Coronavirus tragen können, sammeln vor allem Geräte mit frischem Filter ein. Wer vornehmlich Pollen, Krankheitserreger oder Feinstaub erwischen will, sollte sich für ein Modell mit einem hoch klassierten HEPA-Filter entscheiden, also H13 oder H14. Die von der Stiftung Warentest untersuchten Luftreiniger unterscheiden sich erheblich – sowohl in Größe und Leistung als auch in den verwendeten Luftfiltern und im Preis. Das günstigste Gerät kostet rund 40 Euro, das teuerste rund 600 Euro.

Menschen mit Allergie können aufatmen: Alle von der Stiftung Warentest getesteten Geräte filtern Pollen gut aus der Luft – ob günstig oder teuer. Denken Sie auch an die Betriebs- und Folgekosten. Die Jahresstromkosten hängen von der täglichen Betriebszeit und der Lüfterstufe ab. Bei einem 8-Stunden-Betrieb auf höchster Stufe liegen die Stromkosten zwischen rund 20 und 60 Euro pro Jahr. Die Kosten für Ersatzfilter kommen noch hinzu. Die Bedienungsanleitungen zeigen, womit Sie rechnen sollten. Darin werden sehr unterschiedliche Filterwechselintervalle empfohlen.

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Luftrei­ni­ger Bes­ten­liste

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1.014 Ergebnisse · Sortiert nach: Beste Produkte

1
Blueair Blue Signature von Blueair
Blueair Blue Signa­ture

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 65 m²

Sehr gut

1,2

Sau­bere Luft trifft auf stil­vol­les Design
Kaufland

229,99 €

Otto.de

229,99 €

2
Levoit Vital 100S von Levoit
Levoit Vital 100S

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 52 m² • HEPA: Fil­ter­klasse H13

Sehr gut

1,3

Lei­ser Luftrei­ni­ger mit Smart-​Home-​Qua­li­tä­ten
Amazon.de

129,99 €

galaxus

161,12 €

Proshop.de

169,00 €

3
Blueair Blue Max 3350i von BLUEAIR
Blueair Blue Max 3350i

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 86 m² • HEPA: ohne nähere Kenn­zeich­nung

Sehr gut

1,4

Smar­ter Luftrei­ni­ger mit Fil­ter­kon­trolle
Amazon.de

249,00 €

Kaufland

420,90 €

4
Philips PureProtect Pro 4200 Series AC4221/11 von Philips
Phi­lips Pure­Pro­tect Pro 4200 Series AC4221/11

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 156 m²

Sehr gut

1,5

Beson­ders leise und WLAN-​fähig
Amazon.de

389,99 €

Kaufland

523,99 €

eBay

611,96 €

5
SwitchBot Luftreinigertisch von SwitchBot
Switch­Bot Luftrei­ni­ger­tisch

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 83 m² • HEPA: ohne nähere Kenn­zeich­nung

Sehr gut

1,5

Platz­spa­rende Kom­bi­na­tion aus Luft­fil­ter und Ablage
eBay

145,00 €

Kaufland

279,90 €

6
Bosch Air 4000i von Bosch
Bosch Air 4000i

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 62 m² • HEPA: Fil­ter­klasse H13

Sehr gut

1,5

Smarte Kon­trolle, sau­bere Luft
tink

209,95 €

Amazon.de

216,00 €

voelkner.de

219,89 €

7
Dreame FP10 von Dreame
Dreame FP10

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • HEPA: ohne nähere Kenn­zeich­nung

Sehr gut

1,5

Fri­sche Luft für Tier­be­sit­zer
galaxus

371,00 €

Kaufland

435,11 €

Otto.de

629,00 €

8
Levoit Sprout Air Purifier von Levoit
Levoit Sprout Air Puri­fier

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 20 m²

Gut

1,6

Sen­sor-​Profi für All­er­gi­ker­haus­halte
Amazon.de

199,99 €

Kaufland

264,99 €

9
Xiaomi Mijia Smart Air Purifier 6 von Xiaomi
Xiaomi Mijia Smart Air Puri­fier 6

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 50 m² • HEPA: Fil­ter­klasse H13

Gut

1,6

Sau­bere Luft für Ihr Zuhause in kür­zes­ter Zeit
alza.de

159,90 €

Jacob Elektronik direkt

165,99 €

galaxus

174,29 €

10
SwitchBot Luftreiniger von Switchbot
Switch­Bot Luftrei­ni­ger

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 33 m²

Gut

1,6

Spe­zia­li­siert auf Tier­haare und Gerü­che -​ mit cle­ve­ren Zusatz­funk­tio­nen
eBay

236,10 €

Kaufland

240,90 €

11
Blueair Blue Pure 511i Max von Blueair
Blueair Blue Pure 511i Max

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 86 m² • HEPA: ohne nähere Kenn­zeich­nung

Gut

1,6

Kleine Luft­po­li­zei mit smar­ten Fea­tu­res
Joybuy

149,00 €

Amazon.de

149,00 €

Otto.de

149,00 €

12
Philips Air Performer 8000 Series von Philips
Phi­lips Air Per­for­mer 8000 Series

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 70 m²

Gut

1,6

Luftrei­ni­ger mit Auto­mo­dus und WLAN-​Anbin­dung
Kaufland

472,99 €

coolblue

545,90 €

eBay

685,36 €

13
Shark NeverChange Max von Shark
Shark Never­Change Max

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 130 m²

Gut

1,7

Passt seine Fil­ter­leis­tung auto­ma­tisch an
Proshop.de

236,16 €

galaxus

262,99 €

Cyberport

262,99 €

14
Dyson HushJet Purifier Compact HJ10 von Dyson
Dyson Hus­h­Jet Puri­fier Com­pact HJ10

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 100 m²

Gut

1,7

Kom­pakte Luftrei­ni­gung für sau­bere Luft in jedem Raum
alza.de

388,90 €

Amazon.de

392,99 €

Joybuy

399,00 €

15
Philips Smart 600i Series AC0651/10 von Philips
Phi­lips Smart 600i Series AC0651/10

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 44 m² • HEPA: ohne nähere Kenn­zeich­nung

Gut

1,7

Sau­bere Luft für Ihr Zuhause – effi­zi­ent und leise
Proshop.de

95,00 €

Jacob Elektronik direkt

99,98 €

Amazon.de

99,99 €

16
Morento ‎HY4866 von MORENTO
Morento ‎HY4866

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 100 m² • HEPA: Fil­ter­klasse H13

Gut

1,7

Stand­ge­rät mit Ampe­lin­di­ka­tor
Amazon.de

134,65 €

17
Dyson Hot+Cool Gen1 von Dyson
Dyson Hot+Cool Gen1

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • HEPA: Fil­ter­klasse H13

Gut

1,8

Sorgt ganz­jäh­rig für ein ange­neh­mes Mikro­klima
Amazon.de

575,00 €

18
Bosch Air 2000i von Bosch
Bosch Air 2000i

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 37 m² • HEPA: Fil­ter­klasse H13

Gut

1,8

App-​gesteu­er­ter Luftrei­ni­ger im Kom­pakt­for­mat
Amazon.de

164,19 €

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166,46 €

galaxus

166,84 €

19
Dyson Purifier Hot+Cool HP1 von Dyson
–9%
Dyson Puri­fier Hot+Cool HP1

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • HEPA: Fil­ter­klasse H13

Gut

1,8

Ganz­jäh­rige Wohl­fühl­at­mo­sphäre mit einem Gerät
Joybuy

498,99 €

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499,00 €

eBay

544,88 €

20
Philips PureProtect Water 3400 Series AC3421/13 von Philips
Phi­lips Pure­Pro­tect Water 3400 Series AC3421/13

Fil­ter-​Luftrei­ni­ger • max. Raum­größe: 78 m²

Gut

1,8

Sau­bere Luft und opti­male Feuch­tig­keit für Ihr Zuhause
alza.de

316,90 €

Amazon.de

319,99 €

Kaufland

349,00 €

Inhaltsverzeichnis

Luftreiniger Fil­ter­stan­dard und Luft­wech­sel­rate wich­ti­ger als Ioni­sa­tion

Stärken

Schwächen

Xiaomi Mi Air Purifier Pro
Xiaomi Mi Air Purifer Pro, Testsieger bei Stiftung Warentest, sammelt alles im großen Stil ein – ob Pollen, Formaldehyd oder Aerosole. (Bildquelle: amazon.de)

Seit einiger Zeit versuchen sich die Hersteller an einem neuen Objekt der Begierde: einem Luftreiniger, der so feinporig ist, dass er nicht nur luftgetragene Schadstoffe, sondern auch Aerosole als potenzielle Virentransporteure aus der Raumluft herausfiltert. Anlass ist sicherlich die anhaltende Corona-Krise.

Inzwischen konzentrieren sich auch die Luftreiniger-Tests – neben den Schadstoffen Pollen, Tabakrauch und Formaldehyd – auf ihre Schlagkraft gegen Coronaviren.

Nachhaltigkeit ist ein weiterer Trend, über den wir hier sprechen wollen. Wir nennen Ihnen Aspekte, die bei einem Mindestanspruch für einen ökobewegten Luftreiniger wichtig sind.

Ideal AP30 Pro Bester Luftreiniger gegen Formaldehyd
Tests zeigen: Soll es gegen Formaldehyd gehen, wirkt der Luftreiniger AP30 Pro im Vergleich am besten. (Bildquelle: amazon.de)

Luftrei­ni­ger im Test: Wie urteilt die Fach­presse und was zeich­net einen Test­sie­ger aus?

Hinsichtlich ihrer Filterwirkung gegen Coronaviren sind inzwischen deutlich mehr Geräte erfolgreich. Laut „test" filtern auch die nur „befriedigenden" Geräte Medion MD 10378, Ideal AP30 Pro, Philips AC2939/10, Levoit Core 400S, Philips AC2887/10 und Rowenta Intense Pure Air XL Connect PU6080 Aerosole gut. Doch ein Restrisiko bleibt: Atmet, spricht oder singt ein Infizierter, liefert dieser ständig neue Virenpartikel nach. Am besten schütze Filtern plus Lüften, heißt es bei Stiftung Warentest. Da Filter außerdem altern, gelte es, diese zur Virenreduzierung häufig zu wechseln. Zum Einsatz gegen Coronaviren empfehlen sich Modelle, die auch mit gebrauchtem Filter gut gegen Aerosole wirken. Welche das sind, zeigen die Testtabellen von Stiftung Warentest.

Im Kampf gegen Corona überzeugen vier der sieben Luftreiniger. Am besten schützt Filtern plus regelmäßig lüften. – Stiftung Warentest im Dezember 2021

Die bes­ten Luftrei­ni­ger räu­men mit Fein­staub auf

Die besten Luftreiniger räumen mit Kleinstpartikeln der Staubfraktion PM 2,5 auf, also Korngrößen mit Durchmessern von 2,5 µm (Mikrometer). Feinstaub kann laut Bundesumweltamt bis in die Lungenbläschen und sogar Blutbahn vordringen und etwa Menschen mit Allergie oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusetzen. Dabei gilt: Je kleiner ein Partikel ist, desto tiefer kann er in die Bronchien eindringen. Je präziser ein Luftreiniger daher die Staubkonzentration erfasst und je schneller es mit aufkommendem Feinstaub aufräumt, desto höher sind seine Chancen auf den Testsieg.

Aus­stat­tung im Ver­gleich: Sen­so­ren, Par­ti­kel­zäh­ler, Luft­qua­li­täts­an­zeige

Luftreiniger Medion MD 10171 mit farblicher Luftqualitätsanzeige
Der MD 1071 von Medion stellt die in Ihrem Raum herrschende in vier Farben an. (Bildquelle: amazon.de)

Ein hoher Abscheidegrad, die Raumgrößentauglichkeit und komplexe Kombifilter allein reichen nicht, um einem Luftreiniger die Top-Position in Vergleichstests zu garantieren. Vor dem Hintergrund der wachsenden Feinstaubbelastung insbesondere durch Dieselmotoren zollen Tests verstärkt der sensorgesteuerten Luftreinigung Respekt. Hier geben beispielsweise Partikelzähler, numerische Display-Anzeigen oder Leuchtringe in Ampelfarben Auskunft über die aktuelle Luftqualität. „Rot" bedeutet meist schlecht, „Gelb" noch in Ordnung und „Grün" optimal.

Wenn sich Schmutz­par­ti­kel per Fern­be­die­nung aus dem Staub machen

Luftreiniger Dyson Pure Cool Link mit App-Anbindung
Gute Luftqualität, moderne Steuerung: Eine gelungene App-Anbindung und ein Abscheidegrad von 99,95 Prozent reichen zusammen mit der Ventilatorfunktion aus Sicht der Test-Profis völlig aus, um den Dyson Cool Pure Link ins obere Notenspektrum zu schieben. (Bildquelle: amazon.de)

Um im allgemeinen Testmarkt zu bestehen, benötigen Luftreiniger eine Kombination aus Ästhetik und moderner Steuerung, ergänzt durch innovative Technik wie optische Partikel-Sensoren oder ein kombiniertes HEPA-Aktivkohlefilter-Element für die Staub- und Geruchsbindung. Technisch ausgereifte Luftreiniger (z. B. Comedes Lavaero 900 oder Dyson Pure Cool Link) verfügen über tonnenförmige Filtersysteme mit einem Rundum-Lufteinlasswinkel, um jede Ecke des Raums zu erreichen.

Von Geräuschen und Dysons bahn­bre­chen­dem Formal­de­hyd-​Fil­ter­sys­tem

Einen für die Praxis wichtigen Schwerpunkt setzen die Test-Profis auf geringer Lautstärke im Betrieb: Je leiser ein Raumluft-Reiniger arbeitet, desto besser für einen erholsamen Schlaf. Auch Modelle mit Schlafmodus oder abschaltbarer Beleuchtung können auf diesem Feld punkten. Wie Hightech-Spektakel wie Dysons Pure Cryptomic den Testmarkt in Zukunft beeinflussen, ist derzeit noch offen. Denn in einem Punkt ist er bahnbrechend: Formaldehyd, von der EU in die Kategorie 1 B gemäß CLP-Verordnung als „kann Krebs erzeugen" eingestuft, wird normalerweise über Aktivkohlefilter aus der Luft gefischt, wobei Sie diese dann regelmäßig austauschen müssen. Statt das Formaldehyd nur zu filtern, wird es bei Dyson auf molekularer Ebene in Wasser und Kohlendioxid zersetzt. Daraus folgt: Sie müssen keine Ersatzfilter mehr kaufen.

Nachhaltigkeit: Welche Luftreiniger sind ökobewegt?

Ein Gehäuse aus recyceltem Material und nachwachsendem Bambus, eine ressourcenschonende Filtertechnologie und ein geringer Stromverbrauch bei zugleich hoher Reinigungsleistung – das sind aus unserer Sicht starke Kennzeichen eines nachhaltigen Luftreinigers. Auf diesem Feld dürfte Anbieter OneLife Vorreiter sein. Sein Design-Luftreiniger OneLife X hat zwar einen gepfefferten Preis (rund 950 Euro, Stand Dezember 2022). Aber weil Sie die Filtereinheit auswaschen können, entfallen Folgekosten durch regelmäßigen Filteraustausch. Mit sechs Watt verbraucht der Luftreiniger außerdem weniger Strom als eine durchschnittliche LED-Lampe und zeichnet sich so durch ein besonders niedriges Energieprofil aus.

Raum­größe und Rei­ni­gungs­leis­tung: Wie hängt das zusam­men?

Für die Wahl des richtigen Luftreinigers ist die Raumgröße wichtig. Die Größe des Raums, die Sie behandeln möchten, sollte also exakt auf die Leistungsfähigkeit und Luftmenge, die das Gerät pro Stunde im Raum umwälzt, abgestimmt sein. Die überwiegende Masse der Hersteller setzt die Reinigungsleistung ihrer Geräte mit Kubik- oder Quadratmetern in Bezug. Für einen Basisschutz gegen Luftverschmutzer sollten Luftreiniger für den Hausgebrauch in der Lage sein, die Luft mindestens zweimal pro Stunde komplett umzuwälzen. Viele Anbieter empfehlen ihre Luftreiniger teils für utopische Raumgrößen. Negativ aufgefallen im Test ist etwa der Philips AC2939/10. Er soll angeblich Räume bis 98 Quadratmeter reinigen. Dass er dabei die Luft aber nur einmal komplett reinigt, steht nur im Kleingedruckten. Allgemein sage die angegebene Raumgröße nur wenig, bilanziert die Stiftung Warentest in „test"-Heft 1/2022.

Ver­gleich Luftrei­ni­ger, Luft­be­feuch­ter oder Luft­wä­scher: Was ist was?

Als Alleskönner preist Boneco seinen H700 an. Das Gerät ist als Luftreiniger, Luftbefeuchter oder in Kombination als Hybrid einsetzbar. (Bildquelle: boneco.com)

Im Vergleich zu den Luftreinigern sind die meisten Luftwäscher eher einfach konstruierte Geräte. Statt eines mehr oder weniger komplexen Filtersystems mit Vorfilter, HEPA- und Aktivkohlefilter werkelt im Inneren hier nur eine permanent rotierende Verdunsterwalze aus mehreren, hintereinander angeordneten Scheiben. Diese Scheibenwalze ist knapp über einem Wassertank angeordnet und verteilt den angesogenen Wasserfilm auf der gesamten Walzen-Oberfläche. Zusätzlich zieht ein Ventilator die Umgebungs-Luft durch die feuchten Verdunstungsmatten. Das Wasser dient dabei als natürlicher Filter, der die Luft von Verschmutzungen befreit. Nicht immer ist die Auslegung eines Gerätes eindeutig: Manche präsentieren sich als echte Hybridgeräte mit einer Doppelfunktion (Luftreinigung und Luftbefeuchtung); andere lassen sich eher als Luftreiniger mit Befeuchtungs-Nebeneffekt betrachten. Eine dritte Geräte-Version (z. B. Boneco-Hybrid-Systeme wie H300 oder H400) kann je nach Wunsch entweder als Luftbefeuchter, Luftreiniger oder als Kombigerät verwendet werden.

Mit Ozon und Nega­tiv-​Ionen: Sind sol­che Luftrei­ni­ger schäd­lich?

Schon vor einigen Jahren schrieb die Zeitschrift für gesundes Wohnklima Klima + Raumluft , dass manche Luftreiniger „nicht ganz ohne" seien. Das betreffe insbesondere Luftreiniger mit Ozon-Generator. Ozon ist ein Reizgas, das etwa bei der Brandsanierung eingesetzt wird und hoch wirkungsvoll Gerüche beseitigt, soviel zum technischen Hintergrund. Doch so hilfreich das Gas einerseits ist, so unerwünscht ist es innerhalb geschlossener Räume. Vor allem für Raucher:innen sind Luftreiniger mit Ozon nicht zu empfehlen. Denn aus den Inhaltsstoffen von Zigaretten werden durch die Filterung feinstaubartige Aerosole, die nicht minder gesundheitsschädlich sind als der eigentliche Zigarettenrauch. Aus diesem Grund meiden einige Hersteller inzwischen das Thema Ozon intensiv, andere konkurrieren gezielt um Luftreiniger ohne gesundheitschädliche Nebenwirkungen.

Aber auch bei Luftreinigern mit Ionen-Generator sollte man auf mögliche Folgen für die menschliche Gesundheit schauen. Bei der Luftionisation sorgen sogenannte Korona-Entladungen dafür, dass negative Ionen – sogenannte Anionen – in der Luft gebildet werden. An diese binden sich positiv geladene Partikel wie Staubteilchen, Allergene und Bakterien. Dies führt zur Bildung größerer Partikel-Cluster in der Luft, die durch ihr Gewicht zu Boden sinken und nicht mehr eingeatmet werden können. Manche Hersteller behaupten, die Atemluft sei umso gesünder, je mehr Anionen darin enthalten sind. Begründet wird dies mit dem Vorbild der Natur: Im Gebirge, in Wäldern und in unmittelbarer Nähe von Wasserfällen seien die Anionen-Konzentrationen besonders hoch – und überall dort fühlten sich Menschen und speziell Allergiker:innen besonders wohl.

Ionen-​Luftrei­ni­ger garan­tie­ren keine „gesün­dere" Luft

Die Testpresse hat bislang noch kein Prüfverfahren für eine Positivwirkung der Luftionisation vorgestellt. Feststeht, dass manche Ionen-Luftreiniger mit den Vorteilen auch die Nachteile mitnehmen: Bei der Luftionisierung bildet sich im Normalfall nicht nur Ozon, sondern weitere gesundheitsschädliche Reststoffe beim chemischen Abbau der geruchsbildenden Gase und Aerosole. Lassen Sie sich von der Werbung nicht blenden: Dass dem Menschen angeblich hohe Anionen-Konzentrationen in der Luft guttun sollen, ist reine Glaubenssache und in ernstzunehmenden Studien nie nachgewiesen worden. Tipp: Ist die Ionen-Funktion abschaltbar, müssen Sie sich keine Sorgen um die damit verbundene Ozonbelastung machen.

Tipp

Wir können Ihnen eigentlich nur Luftreiniger empfehlen, die das Ionisationsprinzip mit starken Filtersystemen (HEPA) kombinieren. Bei ihnen wird die Ionisation im Wesentlichen nur zur Clusterbildung von Staub- und Schmutzpartikeln eingesetzt, so dass die Filtersysteme die Hauptaufgabe tragen. Bei einigen Modellen ist die Ionisation sogar eine optional zuschaltbare Funktion, die lediglich die Effizienz der Partikelbindung erhöht.

Luftrei­ni­ger mit HEPA-​Fil­ter: Wie ver­hält es sich mit den Abschei­de­gra­den?

Luftreiniger mit Vorfilter Aktivkohlefilter HEPA-Filter
Gegen diverse Schadstoffe, Gase und Gerüche arbeitet im Pro Breeze ein mehrschichtiges Filtersystem mit Vorfilter, HEPA-Filter, Aktivkohlefilter und Kältekatalysator (von links nach rechts). Das Gerät hat eine Filterleistung von 99,97 Prozent und empfiehlt sich für Allergiker. (Bildquelle: amazon.de)

Wesentlich effizienter kann die Reinigung der Raumluft von HEPA-Filtern durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um Staubfilter, welche selbst lungengängige Stoffe sowie Viren und Bakterien aus der Luft holen können. Jedem HEPA-Filter wird dabei eine Filterklasse zugeordnet, die den Abscheidegrad beziehungsweise seine Effizienz beschreibt. Ab der Klasse E12 (EPA) können Sie davon ausgehen, dass die Leistung eines solchen Filters für den Hausgebrauch ausreicht. Die Klassen H13 und H14 (HEPA) hingegen stellen über 99,95 Prozent Effizienz sicher. Soll es um den bestmöglichen Schutz vor luftgetragenen Viren gehen, benötigen Sie zwingend einen Luftreiniger mit möglichst feinporigem HEPA-Filter (Filterklasse H13 oder H14). Denn während die meisten Bakterien einen Durchmesser von etwa 0,6 bis 1,0 µm (Mikrometer) haben, sind Viren bis zu hundert Mal kleiner. Das Coronavirus ist beispielsweise nur ca. 0,12 - 0,16 µm groß.

Wozu die­nen Vor­fil­ter, Aktiv­koh­le­fil­ter und Käl­te­ka­ta­ly­sa­tor?

  • Ein Vorfilter übernimmt die Aufgabe, grobe Schmutzpartikel wie Haare, Tierhaare, Staubflocken oder Fusseln auszusieben, bevor die Luft in den Hauptfilter - in der Regel ein EPA- oder HEPA-Filter – weitergeleitet wird. Manche Hersteller sehen einen weiteren Nutzen dieser Vorfilter darin, dass sie die Lebensdauer des Hauptfilters verlängern. Vorfilter sind meist auswaschbar und verursachen im Gegensatz zum HEPA-Filter keine Folgekosten durch Filterwechsel.
  • Filter mit Aktivkohle sind besonders auf die Abscheidung von gasförmigen Schadstoffen und Gerüchen ausgelegt, für die der HEPA-Filter nur bedingt geeignet ist.
  • Modelle mit Kältekatalysator sollen Verbindungen wie Formaldehyd, Ammoniak, Benzol, flüchtige organische Substanzen und andere schädliche Gase filtern und sie in Wasser und Kohlendioxid zersetzen. Mit Modellen wie dem Purifier Cool Formaldehyde oder dem etwas kompakteren Purifier Hot+Cool Formaldehyde hat vor allem Dyson hier sehr interessante Produkte platziert. Von der Formaldehyd-Kompetenz anderer Luftreiniger war die Stiftung Warentest allerdings nicht überzeugt, wie die Testergebnisse aus dem Luftreiniger-Vergleich Anfang 2021 zeigen. So konnte etwa das Gerät von Philips die Konzentration an Formaldehyd in einem 30-Kubikmeter-Zimmer innerhalb von 20 Minuten nur um bis zu 16 Prozent reduzieren. Zum Vergleich: Dyson schafft in derselben Zeit 41 Prozent, Soehnle 45 Prozent und das Modell von Honeywell 37 Prozent.
Djive ARC Humidifier 3in1
Immer häufiger sind rotorlose Luftreiniger anzutreffen, hier ein charmantes Plagiat von Dyson. Geht es um die Filterleistung, muss Djive – hier ein 3-in-1-Gerät mit HEPA-14-Filter, UV-C-Licht und Luftbefeuchter – den Vergleich mit der britischen Edelmarke nicht scheuen. (Bildquelle: amazon.de)

Was brin­gen ULPA-​Fil­ter für eine effek­tive Luftrei­ni­gung?

Eine neuere Entwicklung sind ULPA-Filter (Ultra-Low Penetration Air), die noch bessere Abscheidegrade erzielen. Sie müssen mit einer Mindesteffizienz von 99,999 Prozent alle Schwebstoffe aus dem gefilterten Medium entfernen. Dieser Wert ist nicht auf eine bestimmte Partikelgröße bezogen, sondern auf eine bestimmte (Luft-)Geschwindigkeit. Die Filter und Komponenten werden hauptsächlich für Reinräume in der Medizin, Pharmazie, Mikroelektronik oder Kerntechnik angewandt. Für den Hausgebrauch sind sie jedoch überflüssig, entsprechende Raumluft-Reiniger lediglich überteuert.

HEPA-Luftreiniger sind jedoch absolut empfehlenswert: Sie filtern die Luft effizienter als es jeder Ionisator es könnte – und vor allem dauerhaft. Während die Ionisation die Partikel nur zu Boden sinken lässt, werden sie bei einem HEPA-Luftreiniger eingesogen und im Filter gebunden. Selbst Kombimodelle sind überflüssig: HEPA-Luftreiniger funktionieren ohne Ionisation genauso effizient.

Hier wird die Luft schon dünner

Viele Hersteller bewerben ihre Geräte zwar als HEPA-Luftreiniger, verschweigen aber die Filterklasse, die in den meisten Fällen „nur" H10, H11 oder H13 beträgt. Achten Sie auf das Kleingedruckte in der Gebrauchsanweisung. Und Vorsicht: Auch Geräte, die herausgefilterte Viren zusätzlich mit einer Hitzebehandlung abtöten sollen, sogenannte H14-HEPA-Heat-Resistant-Filter, sind noch keine Garanten für eine völlig saubere Atemluft.

Um Aerosole abzufangen, muss ein Luftreiniger die Luft schnell genug bewegen. Dementsprechend sollte ein Luftreiniger über eine möglichst hoch dimensionierte Luftleistung bei voller Filterleistung verfügen. Experten sprechen vom Sechsfachen des Raumvolumens pro Stunde. Bei einem Raumvolumen von 100 Kubikmeter müsste ein Luftreiniger demnach rund 600 Kubikmeter Luft pro Stunde filtern, um zu wirken.

Übrigens: Die häufig gestellte Frage, ob Luftreiniger mit Automatikmodus Aerosole und damit auch die daran gebundenen Coronaviren besser aus der Luft filtern als einfache Luftreinigungsgeräte, hat die Stiftung Warentest verneint. Die Automatikstufe reagiere allenfalls auf die pauschale Partikelkonzentration in der Luft. Aerosolteilchen durch Atmen machten davon jedoch nur einen winzigen Bruchteil aus. Es könne also passieren, dass die Automatik herunterschalte, obwohl noch viele Corona-Aerosole in der Luft schweben.

Lese-Tipp: In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr zum Thema „Luftreiniger während des Coronavirus": Sind sie nicht wenigstens in der kalten Jahreszeit eine gute Alternative zum Lüften, um den Coronaviren zu entgehen?

Frisch getes­tet: Neue Luftrei­ni­ger im Test

Wir werten laufend aktuelle Testberichte aus führenden Fachmagazinen aus und fassen die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammen. Die folgenden Produkte haben in unabhängigen Tests besonders gut abgeschnitten.

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Häu­fig gestellte Fra­gen (FAQ)

Was gilt es beim Kauf eines Luftreinigers zu beachten?
Achten Sie auf die Filtertechnologie (HEPA-Filter sind besonders effektiv gegen Allergene und Staub), die CADR-Werte (Clean Air Delivery Rate) für die Reinigungsleistung und die Größe des Raumes, in dem der Luftreiniger eingesetzt werden soll.
Welche Art von Luftreinigern gibt es?
Es gibt verschiedene Typen, darunter HEPA-Luftreiniger, Aktivkohlefilter, ionisierende Luftreiniger und UV-Luftreiniger. Jeder Typ hat spezifische Vorzüge, wie die Entfernung von Allergenen, Gerüchen oder Schadstoffen.
Wie oft sollten die Filter eines Luftreinigers gewechselt werden?
Die Wechselintervalle variieren je nach Modell und Nutzung. Allgemein sollten HEPA-Filter alle 6 bis 12 Monate gewechselt werden, während Aktivkohlefilter alle 3 bis 6 Monate erneuert werden sollten.
Sind Luftreiniger auch für Allergiker geeignet?
Ja, viele Luftreiniger sind speziell für Allergiker entwickelt. Modelle mit HEPA-Filtern filtern effektiv Pollen, Staubmilben und Tierhaare aus der Luft und können somit allergische Reaktionen reduzieren.
Welche zusätzlichen Funktionen können Luftreiniger bieten?
Viele moderne Luftreiniger verfügen über Funktionen wie Smart-Home-Integration, Luftqualitätsanzeigen, verschiedene Betriebsmodi (z.B. Nachtmodus) und App-Steuerung, was den Bedienkomfort erhöht und eine optimale Nutzung ermöglicht.

Aus unse­rem Maga­zin