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Stiftung Warentest prüft Luftreiniger (2/2020): „Pollentief rein“

Stiftung Warentest: Pollentief rein (Ausgabe: 3) zurück Seite 1 /von 6 weiter

Inhalt

„Sie versprechen Kontrolle über die Luft zu Hause. Pollen filtern sie meist gut. Doch mit Zigarettenrauch kommen sie weniger klar. Und die Ersatzfilter können ins Geld gehen.“

Ein guter Luftreiniger muss nicht unbedingt teuer sein - zu diesem Urteil kommen die Tester der Stiftung Warentest 3/2020. Der Zweitbeste im Test ist schon für unter 250 Euro zu haben. Und er ist zudem auch der günstigste, was die Folgekosten für die Ersatzfilter angeht.

Das wichtigste Kaufkriterium ist natürlich die Luftreinigung selbst. Mit frischem Filter entfernen die meisten Geräte Zigarettenrauch aus der Luft gut. Bei Filtern, die schon länger in Gebrauch sind, bekommen fast alle getesteten Luftreiniger Probleme. Am meisten Schwierigkeiten bereitet den Luftreinigern allerdings das Filtern von Formaldehyd. Diese schädliche chemische Verbindung kann aus Ihren Möbelstücken oder verwendeten Lacken ausdünsten. Nur die Testmodelle von Soehnle, Honeywell und Dyson machten ihre Sache in diesem Prüfpunkt noch ganz ordentlich und schneiden hier entsprechend mit „Befriedigend“ ab.

Achten sollten Sie beim Kauf auch darauf, wie oft die Filter (Aktivkohle, HEPA, Vorfilter) laut Hersteller gewechselt werden sollten. Hier ist ein bisschen Nachdenken und Rechenarbeit nötig, da manche Hersteller die Zeit in Betriebsstunden, andere eine pauschale Empfehlung von 6 oder 12 Monaten und sogar 2 oder 3 Jahren angeben.

Was wurde getestet?

Im Test waren sieben Luftreiniger ab einem Anschaffungspreis von rund 250 Euro. Berücksichtigt bei der Findung des Gesamturteils wurde, wie gut die Geräte die Luftreinigung (zum Beispiel Zigarettenrauch und Formaldehyd) tatsächlich bewältigen, ob sie sich leicht handhaben lassen, wie es um Geräuschentwicklung und Stromverbrauch bestellt ist, wie sicher die Geräte sind und gegebenenfalls, ob das Datensendeverhalten der App kritisch ist.

Erfüllt der Luftreiniger seinen Job bei der Luftreinigung nur „ausreichend“, konnte auch das Gesamturteil im günstigsten Fall nur eine halbe Note besser sein. Zudem konnte bei mangelhaftem Urteil für Formaldehyd die Note für das Prüfkriterium Luftreinigung maximal eine Note besser sein. 

  • Philips AC2889/10

    • Maximale Raumgröße: 79 m²;
    • Eigenschaften: HEPA-Filter;
    • Maximaler Geräuschpegel: 64 dB

    „gut“ (2,4) – Testsieger

    „Testsieger. Filtert Pollen und Zigarettenrauch gut, Formaldehyd allerdings nur ausreichend. Beste Leistung nach 100 Zigaretten im Test. Das Gerät lässt sich mit Apples Sprachassistent Siri steuern.
    Filter. Nur Vorfilter kann gewaschen werden. Partikel- und Aktivkohlefilter kosten zusammen 80 Euro.“

    AC2889/10

    1

  • Soehnle Airfresh Clean Connect 500

    • Maximale Raumgröße: 55 m²;
    • Eigenschaften: HEPA-Filter, Luftbefeuchtung;
    • Maximaler Geräuschpegel: 62 dB

    „gut“ (2,5)

    „Der Günstige. Eine runde Sache, nicht nur vom Design. Gut bei Pollen, mit neuen Filtern auch bei Zigarettenrauch – brach aber nach 100 Fluppen am stärksten ein. Bester bei Formaldehyd. App und Gerät funken nur per Bluetooth, nicht über WLan.
    Filter. Einbau fummelig. Ein Filterset kostet nur 39 Euro.“

    Airfresh Clean Connect 500

    2

  • Rowenta Intense Pure Air Connect XL

    • Maximale Raumgröße: 80 m²;
    • Eigenschaften: HEPA-Filter;
    • Maximaler Geräuschpegel: 52 dB

    „befriedigend“ (2,6)

    „Dritter. Reduziert Pollen gut. Mit neuen Filtern hat er die beste Rauch-Reduktionsrate im Test, mit gebrauchten Filtern fällt die Leistung aber um eine Notenstufe ab. Schwach bei Formaldehyd. Mit Kindersicherung.
    Filter. Der Vorfilter ist wasch- und absaugbar. Die Ersatzfilter kosten 100 Euro.“

    Intense Pure Air Connect XL

    3

  • Honeywell HPA710WE

    • Maximale Raumgröße: 18 m²;
    • Eigenschaften: HEPA-Filter, Luftionisation

    „befriedigend“ (2,8)

    „Kann vor allem Pollen. Beseitigt Pollen gut, Formaldehyd nur befriedigend. Zigarettenrauch auch befriedigend, mit gebrauchten Filtern nur noch ausreichend. Hat keine App, aber Kindersicherung.
    Filter. Hakelig beim Tausch, dafür gut zu reinigen. Der Vorfilter ist wasch- und absaugbar. Ersatzfilter kosten 140 Euro.“

    HPA710WE

    4

  • Dyson Pure Cool Link Tower

    • Maximale Raumgröße: 43 m²;
    • Eigenschaften: HEPA-Filter;
    • Maximaler Geräuschpegel: 63 dB

    „befriedigend“ (2,9)

    „Teures Mittelmaß. Befriedigend bei Pollen und Formaldehyd. Schwachpunkt Zigarettenrauch. Mit Fernbedienung und als einziger mit Ventilator. Wer es mag: Spricht mit Sprachassistenten Siri und Alexa.
    Filter. Sind nicht waschbar, Filterverbrauch lässt sich sehr gut am Gerät nachverfolgen. Preis für Ersatzfilter: 56 Euro.“

    Pure Cool Link Tower

    5

  • De Longhi AC 230

    • Maximale Raumgröße: 80 m²;
    • Eigenschaften: Luftionisation;
    • Maximaler Geräuschpegel: 48 dB

    „ausreichend“ (3,7)

    „Vorletzter im Test. Filtert Formaldehyd mangelhaft, Pollen gut. Mit neuen Filtern auch bei Zigarettenrauch gut, lässt aber nach 100 Zigaretten deutlich nach. Keine App. Unangenehmes Geräusch in der leisesten Stufe.
    Filter. Mit 45 Euro recht günstig, müssen laut Anbieter oft gewechselt werden. Hakelig beim Tausch.“

    AC 230

    6

  • Beurer LR 500

    • Maximale Raumgröße: 106 m²;
    • Eigenschaften: HEPA-Filter

    „ausreichend“ (3,8)

    „Schlusslicht. Filtert den Luftschadstoff Formaldehyd mangelhaft, Pollen gut. Passabel bei Zigarettenrauch, auch mit gebrauchten Filtern. Das zweitteuerste Gerät im Test, aber immerhin das stromsparendste.
    Filter. Sie lassen sich gut wechseln und kosten im Set 80 Euro. Alle Filter sind absaugbar.“

    LR 500

    7

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