Blut­druck­mess­ge­räte: Tests & Test­sie­ger

Blutdruckmessen unabhängig vom Artz, am Handgelenk oder Oberarm. Einige Modelle bieten Bluetooth & Messwertanalysen. Am wichtigsten ist die Eichung. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Blutdruckmesser am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet. Der letzte Test ist vom .

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Ratgeber: Blutdruckmessgeräte

Dop­pelte Kon­trolle

Das Wichtigste auf einen Blick:
  1. Große Oberarm-Blutdruckmessgeräte ermitteln Werte mit hoher Messgenauigkeit
  2. Kompakte Handgelenk-Blutdruckmesser messen nur bei korrekter Anwendung genau
  3. Ausstattungsmerkmale wie WHO-Indikator oder Arrhythmie-Erkennung sind ein Muss
  4. Bluetooth oder Manschettensitzkontrolle sind „nur“ Komfortmerkmale
  5. Blutdruckmessen zu Hause ersetzt nicht vollständig die Kontrolle beim Arzt

Kleine, digitale Messgeräte für den Blutdruck finden in privaten Haushalten immer stärkere Verbreitung. Sie erfordern keine Fachkenntnisse und ermöglichen die Eigenkontrolle des Blutdrucks ohne belastende Arztbesuche. Die Geräte führen die Messung vollautomatisch durch, so dass Sie als Anwender lediglich die kleine Manschette des Gerätes anlegen müssen. Jeder, der mit Blutdruckproblemen leben muss, sollte also über die Anschaffung eines derartigen Geräts nachdenken.

Welche Geräte zur Blutdruckkontrolle gibt es?

Digitale Oberarm-Blutdruckmessgeräte

Diese digitalen Messgeräte können den Blutdruck und den Puls vollautomatisch ermitteln. Diese Standgeräte besitzen eine Manschette (meist in der Standardgröße 22 bis 32 cm) mit einem Schlauch und ein Display auf dem die Messwerte angezeigt werden.

Stärken
  1. Weisen eine hohe Messgenauigkeit auf: Da die Messung meist im Sitzen erfolgt und sich der Arm, an dem gemessen wird, dadurch bereits in der richtigen Position befindet, ermitteln die Geräte meist exakte Werte. Zudem sind sie wenig störanfällig.
  2. Einfach in der Handhabung: Manschette anlegen, Knopf betätigen, still sitzen, messen lassen, Ergebnisse ablesen.
  3. Große Displays mit gut ablesbaren Anzeigen: Die Standgeräte weisen große Abmessungen auf, wodurch die ermittelten Werte auf den LED-Displays einfach zu erkennen sind. Die großen Anzeigen eignen sich vor allem für die ältere Generation sehr gut.
  4. Manschettengrößen anpassbar: Die Manschetten können der Klettverschluss ganz individuell auf den Umfang des Oberarms eingestellt werden.
  5. Mittlerweile hoher Funktionsumfang: Viele Geräte bieten Sonderausstattungen wie eine Manschettensitzkontrolle, integrierte Mess-Erinnerungen oder eine Anbindung zur App, sodass dort eine automatische Auswertung der Messwerte stattfinden kann.
Schwächen
  1. Anschaffungspreis: Im Vergleich zu Handgelenk-Geräten sind Oberarm-Modelle vergleichsweise teurer; dies gilt vor allem für Produkte mit hohem Funktionsumfang.
  2. Größe: Mit diesen Geräten ist man nicht mobil, sie sind komplett auf die "stationäre" Anwendung zu Hause ausgelegt; aufgrund ihrer großen Abmaße wirken einige Modelle recht klobig.


Links: Heimisches Messen des Blutdrucks am Oberarm; Gerät: NewGen Mediacals NX-1401, Testsieger 3/2020 in Haus & Garten Test (Quelle: amazon.de). Rechts: Kontrolle des Blutdrucks am Handgelenk. Gerät: Soehnle Systo Monitor 100, laut ETM Testmagazin ein „gutes“ und günstiges Gerät (Quelle: amazon.de).

Digitale Handgelenk-Blutdruckmessgeräte

Auch diese Art der Blutdruckmesser ermitteln Puls und Blutdruck voll automatisch. Die kompakten Geräte besitzen ebenfalls eine Manschette (meist in der Standardgröße 14 bis 20 cm) und zeigen ebenfalls auf einem Display die ermittelten Daten an.

Stärken
  1. Messgenauigkeit: Wenn die Messung bei korrekter Haltung durchgeführt wird, erbringen diese Geräte Ergebnisse mit geringen Fehlertoleranzen.
  2. Größe: Durch ihre kompakten Abmessungen ist diese Form der Blutdruckmesser sehr handlich. Vor allem sind Sie damit mobil. Sie sind also nicht daran gebunden, die regelmäßige Messung zu Hause durchzuführen. Diese Geräte sind recht leicht und passen durchaus ins Reisegepäck.
  3. Bequeme Messung: Da die Messung am Handgelenk stattfindet, muss nicht wie bei Oberarmgeräten erst der Oberarm von Kleidung befreit werden. Hier reicht es aus, den Ärmel hochzuschieben, sodass die Messung beginnen kann.
  4. Schonende Messweise: Bei Oberarmmodellen wird beim Messvorgang für einige Momente die Blutzufuhr für den kompletten Arm blockiert. Bei der Handgelenksmessung passiert dies nur für die Hand. Einige Anwender empfinden das als angenehmer.
  5. Funktionsumfang: Die meisten Geräte stehen den Oberarm-Mitstreitern in Bezug auf ihre Funktionalitäten in nichts nach.
Schwächen
  1. Fehler- bzw. Störanfälligkeit beim Messen: Die Geräte können nur dann korrekte Messergebnisse ermitteln, wenn der Anwender die Anweisungen zur richtigen Armhaltung beherzigt. Die Manschette - und damit Arm - muss sich auf Herzhöhe befinden. Das Anlegen und die Handhabung erfordern etwas Übung. Einige Anwender empfinden dies als unbequem.
  2. Nicht bei Gefäßverengungen geeignet: Da sich der Durchmesser der Gefäße zum Handgelenk hin verjüngen, sind die Gefäße am Handgelenk anfälliger für Verengungen oder eine Verhärtung der Gefäßwände, was wiederum zu Abweichungen bei der Blutdruckmessung führen kann. Die Messung ist dann weniger genau als am Oberarm.
  3. Ablesbarkeit der Werte: Aufgrund ihrer kleinen Abmaße bieten die Geräte entsprechend kleinere Displays als Oberarmmodelle. Daher kann es durchaus schwierig sein, die ermittelten Werte auf den Anzeigen zu erkennen.

Welche Messmethoden gibt es?

Beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes ist nicht nur entscheidend, ob es sich um ein Handgelenk- oder ein Oberarmmodell handelt. Tatsächlich sind diese Entscheidungen sogar weniger wichtig als eine ganz andere: Entscheidend ist primär die Messmethode, mit der die Werte ermittelt werden. Denn sehr häufig wird mittlerweile die oszillometrische Methode verwendet, die jedoch als nicht so sicher gilt wie die traditionelle Korotkoff-Methode.
  • Oszillometrische Methode: Bei der oszillometrischen Methode wird der Manschettendruck auf einen Wert oberhalb des zu erwartenden systolischen Blutdrucks aufgepumpt. Anschließend wird der Manschettendruck kontinuierlich wieder abgelassen. Der sich dabei ändernde Druck in der Armarterie überträgt sich auf die Luftblase der Manschette und führt dort zu Druckschwankungen, den Oszillationen. Diese werden von der Elektronik analysiert, weshalb das Verfahren für Personen mit sehr leisen Pulstönen geeignet ist. Leider führen Bewegungen bei der Messung hierbei schnell zu Fehlbeurteilungen.
  • Korotkoff-Methode: Bei der herkömmlichen Korotkoff-Methode dagegen wird nicht auf den Druckverlust in der Armarterie geachtet, sondern auf bestimmte Klopfgeräusche, die nur im Moment des Druckablasses auftauchen. Ein Stethoskop über der Armarterie macht diese nach dem russischen Mediziner Korotkov bekannten und im Rhythmus des Herzens auftretenden Geräusche hörbar. Diese Methode gilt als deutlich präziser, wird in der technischen Umsetzung aber durch Geräusche in der Manschette behindert, die von den integrierten Mikrophonen aufgefangen werden.

Bei hochwertigen Geräten ist die Korotkoff-Methode jedoch weitgehend ausgereift und ist daher als überlegen anzusehen. Es gibt mittlerweile aber auch vereinzelt Blutdruckmessgeräte, die versuchen, beide Messmethoden zu vereinen, um so ein Optimum an Messgenauigkeit zu erzielen. Tatsächlich rangieren solche Geräte zwar bei Tests in den oberen Spitzenrängen, besser als ausgefeilte Korotkoff-Blutdruckmessgeräte sind sie allerdings auch wieder nicht. Ein klares Kaufargument stellt die Kombination beider Methoden für sich gesehen also bislang nicht dar.


Ausstattung und Funktionsumfang: Was können Blutdruckmesser?

Das Beurer BM 57 bietet einen hohen Funktionsumfang: WHO-Skala, Arrhythmie-Erkennung und Bluetooth sind nur einige seiner Ausstattungsmerkmale (Quelle: amazon.de).

Neben der Ermittlung des Blutdrucks und des Pulses (systolischer und diastolischer Wert und Pulsdruck) weisen moderne Geräte noch viele weitere Funktionen und Ausstattungsmerkmale auf. Zum Standard ist geworden, dass auf dem Display auch Datum und Uhrzeit der Messung angezeigt werden. Auch ermittelte Durchschnittswerte können Sie sich anzeigen lassen (zugrunde liegen hier meist die Messungen der letzten sieben Tage). Ein wichtiges Merkmal sollte der WHO-Indikator sein, eine farbige Ampelskala, der die gemessenen Werte einstuft. Hat das Gerät eine Herz-Arrhythmie-Erkennung an Bord, warnt es, wenn es unregelmäßige Herzschläge feststellt. Erkennt das Gerät während der Messung, dass Sie die Manschette fehlerhaft angelegt haben, schlägt es Alarm. Über diese Funktion - Manschettensitzkontrolle - lassen sich Messfehler verhindern. Viele Geräte können auch von mehreren Benutzern verwendet werden. Dazu müssen lediglich eigene Nutzerprofile erstellt werden, um so die ermittelten Daten entsprechend abzuspeichern. Wer kein zweites Profil benötigt, aber trotzdem mal den Blutdruck prüfen will, sollte Modelle mit Gastmodus in Betracht ziehen. Einige Geräte können die gemessenen Werte sogar laut vorlesen. Und auch bei Blutdruckmessgeräten gibt es mittlerweile "smarte Geräte": Da gibt es zum einen die Modelle mit Bluetooth, wobei der Anwender die gemessenen Daten kabellos an ein Endgerät sendet. Dort werden die Messergebnisse in einer kompatiblen App aufbereitet. Zum anderen gibt es Geräte, die die Messdaten ohne weiteres Zutun direkt an die App senden. Geräte mit dieser App-Synchronisation haben meist nur wenig internen Speicherplatz, die Daten werden in der Cloud gesammelt und ausgewertet.

Die besten Blutdruckmesser mit Bluetooth

  1. Omron X7 Smart
    Omron X7 Smart
    • Sehr gut

      1,2

  2. Omron X4 Smart
    Omron X4 Smart
    • Sehr gut

      1,3


Kontrolle 2.0: Blutdruckmessgeräte mit integriertem EKG

  1. Beurer BM 93
    Beurer BM 93
    • ohne Endnote


Bluthochdruck (Hypertonie)

Folgt man den Definitionen der Weltgesundheitsbehörde (WHO), so leidet man an arteriellem Hochdruck (Hypertonie) wenn der systolische Wert 140 mmHg und der diastolische 90 mmHg überschreitet. Ausgeschlossen von dieser Aussage sind Schwangere und jene, die durch eine bestimmte Erkrankung oder durch Einnahme von Medikamenten einen erhöhten Blutdruck aufweisen können. Auch der gelegentliche Anstieg nach starker körperlicher Anstrengung oder mentaler Aufregung zählt nicht zu einem Krankheitsbild. Trotzdem ist die routinemäßige Blutdruckmessung des Hausarztes angebracht, da gerade in den Industrieländern schon ein großer Teil der 25-Jährigen (etwa jeder vierte Mann) das Krankheitsbild der arteriellen Hypertonie aufweist. Die Ursachen der Erkrankung sind vielseitig (Hormonstörungen, Nierenschädigungen, Herzerkrankungen) und einige Faktoren sind wissenschaftlich noch nicht belegt. In Deutschland findet man die höchste Häufigkeit der Erkrankung von ganz Europa (20 Millionen Menschen), was interessanterweise auch auf die Arbeitsgewohnheiten hinweist. Zwei Drittel der Arbeitenden über 44 Jahre weist in unserem Land alle Anzeichen einer arteriellen Hypertonie auf. Die richtige medikamentöse Behandlung scheint jedoch schwierig zu sein, da bei den Männern nur 10 Prozent und bei den Frauen nur 21 Prozent eine richtige Therapie bekamen. Wegen der Folgeschäden, die häufig zum Tode führen, sollte der Besuch beim Facharzt (Internisten) und eine regelmäßige Kontrolle der Blutdruckwerte erfolgen.

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Was sollten Sie vor dem Kauf wissen?

Unser Ratgeber gibt den Überblick:

  1. Welche Geräte zur Blutdruckkontrolle gibt es?
  2. Welche Messmethoden gibt es?
  3. Ausstattung und Funktionsumfang: Was können Blutdruckmesser?
  4. Die besten Blutdruckmesser mit Bluetooth
  5. ...

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„Hochdruckgebiet“ (Erschienen 08/2020)

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