Das Wichtigste auf einen Blick:
- Zwei Techniken: Presse und Zentrifuge
- Zentrifugalentsafter: schnell, preiswert, aber Vitaminverlust und Schaumbildung
- Saftpressen: schonende Zubereitung, homogener Saft, aber langsam und teuer
- Geräte unter 50 Euro sind nicht empfehlenswert.
Links ein Zentrifugalentsafter, rechts eine Saftpresse. Beide Gerätetypen verfügen über ihre eigenen Vorteile und überzeugen in Tests meist mit guten Ergebnissen. (Bildquelle: amazon.de)
Frisch gepresster Saft hat gegenüber den Produkten aus dem Handel einen klaren Vorteil: Sie wissen genau, welche Zutaten verarbeitet wurden. Zudem schmeckt der Saft frischer und die Herstellungskosten sind deutlich geringer. Bevor Sie sich jedoch für ein bestimmtes Modell entscheiden, sollten Sie erst klären, ob Sie lieber eine Saftpresse (auch als Slow Juicer bekannt) oder einen Zentrifugalentsafter möchten. Die Testberichte vieler Fachmagazine geben wertvolle Hinweise zu den Vor- und Nachteilen beider Varianten.
Vergleich von Entsaftern zeigt teilweise erhebliche Unterschiede
Ein guter Entsafter zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er möglichst viel Saft aus Obst und Gemüse herausholt. Testmagazine belegen, dass es bei der Saftausbeute teils deutliche Unterschiede gibt – unabhängig davon, ob es sich um eine Saftpresse oder eine Zentrifuge handelt. Besonders empfehlenswert sind beispielsweise Entsafter von Philips, die regelmäßig in Tests mit guten Bewertungen abschneiden.Tipp: Je trockener und kompakter der sogenannte Trester, desto höher fällt die Saftausbeute aus.
Obst- und Faserreste bleiben oft im Sieb hängen, weshalb es ratsam ist, dieses möglichst direkt nach dem Entsaften zu säubern. (Bildquelle: philips.de)
Damit Ihnen die Saftzubereitung nicht schnell verleidet, sollte sich das Gerät leicht und schnell montieren sowie demontieren lassen. Eine verständliche Bedienungsanleitung kann dabei sehr unterstützend sein.
Auch der Arbeitsaufwand beim Entsaften selbst sollte überschaubar bleiben. Bei Zentrifugen ist ein großer Pluspunkt, dass die Einfüllöffnung meist so groß ist, dass ganze Früchte eingefüllt werden können. Pressen hingegen erfordern meist das Schälen, Vierteln oder Entkernen der Zutaten – wenngleich neuere vertikale Slow Juicer mit breiterem Einfüllschacht diesen Nachteil zunehmend verringern. Zusätzlich störend: Unterbrechungen, weil der Tresterbehälter zu klein ist und geleert werden muss.
Auch der Reinigungsaufwand sollte nicht unterschätzt werden. Da die Geräte aus mehreren Einzelteilen bestehen, ist es ideal, wenn diese spülmaschinenfest sind. Am besten reinigen Sie alle Teile unmittelbar nach Gebrauch, damit keine Rückstände eintrocknen.
Saftpresse oder Zentrifugalentsafter – was passt besser?
Die Entscheidung, welcher Entsafter-Typ besser zu Ihnen passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Beide Gerätearten bringen ihre eigenen Vor- und Nachteile mit und sprechen unterschiedliche Bedürfnisse an.Zentrifugalentsafter: Schnell und kosteneffizient
Durch die hohen Drehzahlen bildet sich bei Zentrifugen oft Schaum, und der Saft trennt sich. Im Gegensatz dazu bleibt der Saft bei Slow Juicern gleichmäßig und behält seine ursprüngliche Farbe. (Bildquelle: panasonic.com)
Ein Zentrifugalentsafter eignet sich besonders, wenn Sie ein begrenztes Budget haben, da er in der Regel günstiger ist als eine Saftpresse. Auch wenn es morgens schnell gehen muss, ist die Zentrifuge oft die bessere Wahl: Dank der größeren Einfüllöffnung und der hohen Drehzahl steht der Saft deutlich schneller bereit.
Allerdings erzeugt die hohe Geschwindigkeit mehr Reibungswärme und mischt mehr Sauerstoff ein, was die Oxidation des Safts beschleunigt und dazu führen kann, dass er sich schneller trennt und Schaum bildet. Viele empfinden den bei Zentrifugalgeräten entstehenden Schaum als störend. Ein integriertes Sieb am Ausguss kann hier Abhilfe schaffen, indem es den Schaum filtert. Frisch gepresster Zentrifugensaft sollte möglichst rasch getrunken werden.
Slow Juicer: Geduld zahlt sich aus
Saftpressen punkten dadurch, dass sie mit niedrigeren Drehzahlen arbeiten und den Saft somit schonend gewinnen. Dadurch oxidiert er langsamer, und der Saft bleibt länger frisch – im Kühlschrank gut verschlossen in der Regel 24 bis 48 Stunden. Zusätzlich sind diese Geräte leiser als Zentrifugen und liefern einen klaren, schaumfreien Saft.
Möchten Sie Kräuter oder Gräser zum Saft hinzufügen? Dann lohnt sich definitiv ein Slow Juicer. Allerdings muss man für die schonende Verarbeitung etwas mehr Zeit einplanen – sowohl bei der Vorbereitung (kleines Schneiden der Zutaten) als auch während des Entsaftens selbst. Zudem sind Saftpressen oft etwas teurer.
Was kostet ein guter Entsafter?
Grundsätzlich gilt: Qualität hat ihren Preis. Hochwertige Modelle können durchaus bis zu 600 Euro und mehr kosten. Aber keine Sorge, Sie müssen nicht so tief in die Tasche greifen. Gute Zentrifugen sind bereits ab etwa 60 bis 80 Euro erhältlich, wobei empfehlenswerte Modelle häufig zwischen 80 und 150 Euro liegen. Ein Slow Juicer kostet meist etwas mehr – Einsteiger-Modelle beginnen bei rund 80 bis 100 Euro, während gut ausgestattete Geräte erfahrungsgemäß zwischen 150 und 300 Euro liegen.Von sehr preiswerten Entsaftern unter 50 Euro raten wir eher ab. Diese punkten meist weder mit guter Saftausbeute noch mit langer Haltbarkeit: Im Belastungstest der Stiftung Warentest von 2013 – bislang dem letzten großen deutschen Entsafter-Vergleich der Organisation – fielen besonders günstige Modelle in Bezug auf Langlebigkeit negativ auf. Neuere Tests europäischer Partnerorganisationen aus dem Jahr 2023 bestätigen die grundsätzliche Empfehlung, auf Markengeräte zu setzen.



















































