Kleintransporter

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Ratgeber zu Transporter

Schnelle Lastesel

Wer bei Lastwagen vornehmlich an die großen 40-Tonner im Fernverkehr denkt, der unterschätzt dabei die Kleintransporter bis 3,5 Tonnen. Denn sie stellen rund 80 Prozent des Lkw-Bestandes in Deutschland. Im weiteren Sinne lassen sich auch einige Pkw-Varianten wie der VW Caddy oder der Renault Kangoo als Kleintransporter einordnen.

Der VW Transporter mit Hochdach VW Transporter

VW Transporter/Caravelle

Klarer Marktführer in Deutschland ist auch in diesem Segment der Hersteller Volkswagen. Sein Löwenanteil entfällt auf das Modell, das schlicht Transporter heißt und in früheren Ausführungen als Bulli bekannt war. In der Kleinbus-Version zur Personenbeförderung hört der Transporter auf den wohlklingenden Namen Caravelle. Rund 465.000 VW-Transporter sind in Deutschland zugelassen. Schaut man sich nach einem vergleichbaren Konkurrenzmodell um, dann folgt hierzulande der Ford Transit/Tourneo erst mit weitem Abstand, es klafft eine Lücke von ca. 400.000 Fahrzeugen zwischen den beiden Wettbewerbern.

Der VW T3-Transporter T3-Transporter "Wasserboxer"

Vierzig Jahre lang, von 1950 bis 1990, waren die VW Transporter der Typen T1 bis T3 mit Heckantrieb und Heckmotor ausgestattet. Erst mit dem T4 und dem aktuellen T5 rückten Volkswagen von diesem Konzept ab. Die Luftkühlung hatte man bei den T3-Benzinern bereits 1982 aufgegeben, Erkennungsmerkmal dieser „Wasserboxer“ ist der zweite Kühlergrill. Der T5 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen ist zum Einstiegspreis von rund 29.000 EUR als Diesel zu haben, Varianten mit Benzinmotor, längerem Radstand, höherem Dach und Allradantrieb sind deutlich teurer. In der größten, 5,29 Meter langen und 2,48 Meter hohen Ausführung hat der VW-Transporter eine Ladefläche von fünf Quadratmetern und eine Stauraum-Kapazität von 9,3 Kubikmetern.

Der Caddy von VW VW Caddy

VW Caddy

Bei den Nutzfahrzeugen in Pkw-Größe findet sich ebenfalls ein Volkswagen auf der obersten Stufe des Siegertreppchens: Das Kraftfahrtbundesamt meldet eine Bestand von 255.000 Caddy. Er ist damit nach dem T5 die Nummer zwei im Gesamtsegment der Kleintransporter. Häufig wird der 4,40 Meter lange Caddy als normaler und geräumiger Familien-Pkw eingesetzt. Ähnliches gilt für den Renault Kangoo, der mit seinen seitlichen Heck-Schiebtüren ein Vorbild für die Hochdachkombis anderer Hersteller war und mit 140.000 Exemplaren in Deutschland vertreten ist. Ihm folgt dichtauf der ähnlich konstruierte Citroën Berlingo (137.000 Fahrzeuge).

Der Ford Transit als Kastenwagen Ford Transit

Ford Transit

VW Transporter, VW Caddy, Renault Kangoo und Citroën Berlingo können zusammen laut Kraftfahrtbundesamt zwei Drittel des Kleintransporter-Bestandes für sich reklamieren. Ihnen folgt der Ford Transit, von dem seit seinem Debüt 1965 mehr als sechs Millionen Stück gebaut wurden. Der aktuelle Bestand in Deutschland liegt bei rund 65.000 Fahrzeugen; zu diesen gehört auch die Kleinbus-Ausgabe namens Tourneo mit bis zu neun Sitzplätzen, sie ist das Ford-Gegenstück zum VW Caravelle. Der einfache Transit-Kastenwagen ist für 24.000 EUR zu haben.

Der Vito von Mercedes Mercedes Vito

Mercedes Vito und Sprinter

In etwa gleichem Maße wie der Ford Transit ist der Mercedes Vito in unserem Straßenbild präsent, rund 64.000 Exemplare sind zugelassen. Den Worker-Kastenwagen des Vito 110 CDI mit 95-PS-Diesel bietet Mercedes für knapp 23.000 EUR an, die Leistungspalette der Motoren reicht bis zu 258 PS (190 kW), die Preisliste bis zu 52.000 EUR. Der bekanntere der beiden Mercedes-Transporter, der Sprinter, ist mit 44.000 Fahrzeugen in Deutschland vertreten. Er überschreitet in der Extralang-Kastenwagen-Ausführung die üblichen Grenzen eines Kleintransporters, er besitzt in dieser Variante ein zulässiges Gesamtgewicht von 5,0 Tonnen, das maximale Ladevolumen beträgt 17 Kubikmeter. Der Sprinter war Namensgeber für eine eigene Klasse von Kleintransportern, die für Kurierdienste und Spediteure dadurch attraktiv sind, dass sie ohne Lkw-Führerschein und bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen auf Autobahnen auch ohne Geschwindigkeitsbegrenzung bewegt werden dürfen. Geht es nach dem Willen des EU-Umweltausschusses, dann gilt für solche Kleintransporter von 2014 an ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern, das durch eine elektronische Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit im Fahrzeug umgesetzt werden soll.

Autor: Hendrik

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Klein-Transporter

Kleintransporter erfreuen sich wegen ihres günstigen Anschaffungspreises und ihrer flexiblen Einsetzbarkeit bei Transporteuren oder Kurierdiensten einer großen Beliebtheit. Kleinbusse und Kombis auf Basis der Kleintransporter dagegen sind für Familien oder Vereine eine kostengünstigere Variante zu den SUVs, zumal auch Modelle mit Offroad-Qualitäten erhältlich sind. In den letzten zehn Jahren ist die Steigerungsrate beim Verkauf von Kleintransportern im Vergleich zu herkömmlichen PKWs wesentlich höher ausgefallen. Insbesondere unter Transporteuren und Kurierdiensten erfreuen sich die geschlossenen Kastenwagen einer großen Popularität, da sie in der Anschaffung relativ günstig und flexibel einsetzbar sind. Sie sind im Stadtverkehr wendiger und einfacher zu fahren als LKWs, und auf größeren Strecken kommt man mit ihnen wesentlich schneller voran. Vom Gesetzgeber werden sie nämlich als PKWs eingestuft, was bedeutet, dass sie unter keine Geschwindigkeitsbegrenzung fallen. Aber auch Privatanwender profitieren von den flinken Transportgeräten, denn mit ihnen lassen sich zum Beispiel Haushaltsumzüge bis zu einer mittleren Größe problemlos über die Bühne bringen. Für Familien oder Sportvereine, die öfters in größeren Gruppen unterwegs sind, eignen sich dagegen die auf Basis der Kleintransporter hergestellten Kleinbusse oder Kombis. Preislich sind sie die kostengünstigere Alternative zu den sportlich-komfortablen und geländegängigen, aber eben auch teureren SUVs. Wie diese verfügen sie aber über ein großzügiges Raumangebot für mehrere Personen beziehungsweise über eine große Nutzungsvielfalt. Ob Großeinkauf, Gruppenausflug oder Familien-Kurzurlaub – mit den ebenfalls zumeist mit einem leistungsstarken Motor ausgestatteten Kleinbussen lassen sich diese Unternehmungen effizient durchführen. Viele geschlossene Kleintransporter wie auch Kleinbusse sind ebenfalls in Modellen mit Offroad-Qualitäten lieferbar – allerdings ohne den sportlichen Touch der SUVs. Dies betrifft zum einen Spezialfahrzeuge wie zum Beispiel für die Feuerwehr oder Kleintransporter mit offener Ladefläche für Unternehmen in der Baubranche. Hier zählen vor allem Qualitäten wie Robustheit, ein zugkräftiger Allradantrieb und ein hoher Radstand. Für Privatkunden können offroad-fähige Kleinbusse dann interessant sein, wenn mit ihnen öfters Campingurlaube oder Wochenendausflüge zum Angeln oder anderen Sportaktivitäten im Gelände unternommen werden sollen.