Bluetooth-Telefone: Zubehör kinderleicht einbinden

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Welche Rolle spielt die Bluetooth-Technologie in Telefon-Tests?

Bluettoth-Telefone Verschiedene Telefone mit Bluetooth im Überblick (Bildquelle: amazon.de)

Bei einem Smartphone würde niemand auf die Idee kommen, nach Bluetooth zu fragen. Die Technologie gehört bei Mobiltelefonen schlichtweg felsenfest zur Ausstattung. Bei Festnetztelefonen ist das erstaunlicherweise bislang nicht der Fall. Nur ein Bruchteil der Geräte, zumeist im Highend-Bereich oberhalb von 75 Euro angesiedelt, verfügt über die Funktechnik. Angesichts dieses Versäumnisses ist es erstaunlich, dass die Bluetooth-Technologie in Tests bislang nur eine untergeordnete Rolle spielt. Ihr Fehlen wird bei preiswerteren Geräten nicht kritisiert, ihr Vorhandensein bei teureren Modellen bestenfalls lobend erwähnt. Nur ganz wenige Magazine geben immerhin einen leichten Bonus auf die Ausstattungsnote.

Dabei kann Bluetooth in einem Telefon die Bedienung erheblich vereinfachen. Schließlich möchte man heutzutage auch daheim nicht fix an einer Stelle sitzen müssen, um telefonieren zu können. Opas Telefonsessel hat ausgedient, das Schnurlostelefon hat einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Aber auch bei einem Schnurlostelefon muss man das Mobilteil noch in der Hand halten – andere Tätigkeiten neben dem Telefonieren sind schwierig durchzuführen. Wer parallel kochen oder bügeln wollte, muss daher oft auf ein sehr teures und seltenes DECT-Headset zurückgreifen. Und genau hier setzen Telefone mit Bluetooth-Modul an: Bluetooth-Headsets sind günstiger und unkomplizierter in der Anwendung.

Welche Vorteile bietet Bluetooth abseits der Telefonie?

Sicherlich: Dass man ein preiswertes Bluetooth-Headset nutzen kann, das es schon für 10 bis 30 Euro im Handel gibt, ist der wesentliche Vorteil der Technologie. So kann man das Mobilteil bequem zur Seite legen und freihändig telefonieren. Doch das ist bei weitem nicht der einzige Vorteil der Bluetooth-Technologie: Dank der Funktechnik können zumindest Premium-Telefone auch Kontakte mit Mobiltelefonen abgleichen, so dass man nicht immer wieder alles per Hand eintragen muss. Hierbei wird häufig auf das gebräuchliche vCards-Format gesetzt. Darüber hinaus können aber auch Bildschirmschoner-Bilder oder sogar Klingeltöne auf diese Weise übertragen werden.

Gibt es Nachteile der Bluetooth-Technologie?

Es gibt keine nennenswerten Nachteile der Bluetooth-Technologie. Zwar nutzen viele Telefone einen eher älteren Standard, der noch mehr Energie zieht und damit die Ausdauer senkt, das dürfte sich aber spätestens mit der kommenden Generation erledigt haben, die auf Bluetooth 4.2 und höher setzt. Hier liegt der Energieverbrauch so niedrig, dass er kaum noch ins Gewicht fällt.

Bluetooth-Telefone mit besonders hoher Ausdauer

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Gigaset S850HX Sehr gut(1,3)
2 Gigaset S850A GO Sehr gut(1,5)
3 Gigaset S850

Wie sicher ist die Bluetooth-Verbindung?

Philips MobileLink S10A Nicht wenige Bluetooth-Telefone wirken eigentlich wie Smartphones: Philips MobileLink S10A (Bildquelle: philips.de)

Bei Bluetooth handelt es sich um eine Kurzstecken-Funktechnologie, die in der Regel bei Entfernungen von bis zu 10 Metern zwischen den beiden Endgeräten funktioniert. Die meisten Telefone können zwischen zwei und sechs verschiedene Bluetooth-Geräte wie Headsets „zulassen“, denn bei Bluetooth koppeln sich die beiden Endgeräte und bauen eine dauerhafte Verbindung zueinander auf. Diese Verbindung ist durch eine Verschlüsselung geschützt, weshalb sich nicht einfach jeder einklinken kann, der zufällig mit einem eigenen Handy in der Nähe steht. Zum Koppeln gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.

Ganz klassisch muss der Anwender innerhalb einer bestimmten Zeitspanne einen vierstelligen Zahlencode eingeben, damit das anzumeldende Gerät akzeptiert wird, was allerdings nicht sonderlich bequem ist. Daher sind viele Hersteller dazu übergegangen, ein sogenanntes Autopairing einzuführen, bei dem sich die Geräte innerhalb der kurzen Zeitspanne ganz einfach direkt miteinander koppeln. Das ist einen Tick unsicherer, aber dennoch ein vertretbares Risiko, da der Zeitraum überschaubar kurz ist und vom Nutzer erkannt würde, wenn sich mehr als das gewünschte Zubehör anmelden würden. Die dritte, bei Festnetztelefonen allerdings noch nicht genutzte, Möglichkeit ist dann noch das NFC-Pairing: Hier benötigen beide Geräte NFC als zweite, ergänzende Funktechnik, die zur Authentifizierung genutzt wird.

Was ist dieses NFC-Pairing?

NFC dient beim Bluetooth-Koppeln der gegenseitigen Identifikation. Denn da NFC nur über wenige Zentimeter hinweg funktioniert, ist bei dieser Methode weitestgehend sicher, dass das sich anmeldende Gerät auch wirklich die Erlaubnis dafür besitzt. Es reicht in diesem Fall schlicht das kurze Aneinanderhalten der beiden Geräte. Leider hat sich NFC im Telefonbereich noch nicht durchsetzen können, so wie eben auch Bluetooth noch erstaunlich selten genutzt wird. Da aber NFC bei Smartphones mittlerweile zum Standard avanciert, könnte NFC-Pairing auch bei Festnetztelefonen künftig ein Thema werden.

Autor: Janko