IP-Telefone

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Ratgeber zu VoIP-Telefone

Dank Umstellung auf reine IP-Netze immer wertvoller

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. die Zukunft der Festnetztelefone
  2. in IP-Netzen mehr Funktionen als Analogtelefone
  3. dank HD-Telefonie hohe Sprachqualität
  4. als Hybrid-Modelle auch an Analoganschlüssen nutzbar

Das Comeback der VoIP-Telefone: Auch im Test wieder präsent

IP-Telefone der großen Hersteller Verschiedene aktuelle IP-Telefone der großen Marken (Quelle: amazon.de)

Viele Jahre haben VoIP-Telefone am Markt kaum noch eine Rolle gespielt. Sie waren im Grunde überflüssig geworden: Moderne Router konnten plötzlich jedes Telefon anschließen, gleich ob Analog-, ISDN- oder IP-Technologie. Selbst an einem IP-Anschluss konnte man also das alte, preiswerte Analogtelefon weiter betreiben. Die beworbene Sprachqualität der teuren IP-Telefone wiederum konnte in Tests nicht überzeugen, oftmals fehlte beim Gegenüber nämlich schlichtweg der notwendige IP-Anschluss. Es gab also schlicht keinen Grund für ein IP-Telefon. Das hat sich zuletzt aber wieder geändert: Die Telekom und damit die meisten anderen großen Anbieter stellen nun großflächig auf IP-Netzwerke um.

Damit sind jetzt die technischen Gegebenheiten gegeben, dass endlich beide Seiten mit HD-Codec in hoher Sprachqualität kommunizieren können. Und das bemerkt man: Die neuen Geräte schneiden in den Test deutlich besser ab - und werden auch von der Kundschaft zunehmend besser angenommen. Eine clevere Lösung sind hierbei insbesondere die Hybrid-Modelle von Gigaset, die unter der Go-Modellreihe laufen. Die neueren Ausführungen können sowohl an klassischen Analoganschlüssen wie auch an den modernen IP-Anschlüssen (und natürlich an Routern) betrieben werden. Damit kann man sie selbst dann nutzen, wenn man aktuell noch gar keinen Internetzugang besitzt.

Ein Fokus der Testberichte liegt zunehmend auf den Sondermerkmalen

FRITZ!Fon Die FRITZ!Fons haben als erste überzeugend Sonderdienste angeboten (Quelle: amazon.de)

Mit den IP-Telefonen werden jede Menge Sondermerkmale Alltag, die bislang allenfalls exotische Sonderlösungen waren - und mehr schlecht als recht funktionierten. So gab es schon früher Telefone, die die aktuellen Bundesliga-Ergebnisse im Display anzeigen konnten - indem sie mühsam per WLAN ins Netzwerk eingebunden wurden. Das ist bei IP-Telefonie überflüssig, denn da erhält das Telefon die nötigen Daten direkt über die Internetleitung via Router weitergesandt. Wer es wünscht, kann daher den Sportticker, das Wetter oder gar E-Mails abrufen und auf dem Mobilteil anzeigen lassen. Die Frage ist, ob man das möchte, denn wirklich bequem ist die Bedienung am kleinen Display trotzdem nicht.

In den Testmagazinen nimmt ein nicht unerheblicher Teil der Betrachtung daher die Beschäftigung mit solchen Sonderfunktionen ein. Sind sie sauber integriert? Funktionieren sie an allen Routern oder nur an bestimmten? Gibt es Bedienhürden? Daneben wird betrachtet, wie einfach beispielsweise die Einrichtung mehrerer SIP-Accounts ist, wie leicht verschiedene Profile angelegt werden können und ob Sondermerkmale wie multiple Gespräche auf verschiedenen Leitungen souverän beherrscht werden.

Die Bedienung bleibt ein zentrales Testmerkmal

Die HX-Mobilteile von Gigaset Die HX-Mobilteile von Gigaset sind besonders beliebt (Quelle: amazon.de)

Davon abgesehen ist und bleibt die Bedienung der zentrale Fokus bei der Betrachtung eines Telefons. Letzten Endes sind all die vorgenannten Sondermerkmale nur für einen kleinen Nutzerkreis wirklich kaufentscheidend. Die meisten wollen einfach ein gut zu bedienendes Telefon, das auch der Großvater oder die Großmutter im Haushalt noch verstehen. Große Tasten, eine klare Display-Anzeige, leicht verständliche Menüs und direkt zugängliche Zentralfunktionen wie Telefonbuch, Wahlwiederholung und das Abhören eines eventuell Anrufbeantworters sind da viel essentieller. Apropos AB: Der wird heutzutage immer seltener ins Gerät selbst integriert, sondern ist einfach ein Dienstmerkmal des Routers oder Internetanbieters. Es ist also kein Fehler, wenn es immer weniger Telefon mit AB in den Produktlisten zu finden gibt.

Die IP-Telefone mit der längsten Gesprächszeit:

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Telekom Speedphone 11 mit Basis Gut (2,2)
2 Telekom Speedphone 11 Gut (2,3)
3 Telekom Speedphone 11 AB mit Basis Gut (2,3)

Autor: Janko

Produktwissen und weitere Tests zu VoIP-Endgeräte

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Internettelefone

Wer VoIP-Telefone nutzen möchte, muss über einen entsprechenden Breitband-Internet-Anschluss verfügen, ansonsten sind sie jedoch leicht und komfortabel zu bedienen. IP-Telefonie ist meist sehr kostengünstig und wird bei vielen Providern als Zusatzleistung zum DSL-Zugang gewährt. Die schnurlosen Versionen sind auch hier beliebter als die kabelgebundenen. Grundvoraussetzung für die Nutzung von IP-Telefonie ist ein entsprechender Breitband-Internet-Anschluss. Bei zu geringen Bandbreiten ist die Sprachübertragung kaum noch akzeptabel, da die übertragenen Sprachdatenpakete untereinander verzögert ankommen. Zu spät ankommende Sprachdaten werden aber nicht mehr in den Datenfluss eingeordnet und verfallen – es kommt zu Sprachaussetzern. Der Breitbandanschluss muss zudem dauerhaft bereitstehen, damit man telefonisch erreichbar ist. Dank der verbreiteten Nutzung von Routern, an welche das Telefon dann angeschlossen wird, ist dies jedoch kein Problem mehr. Viele Router erlauben sogar die Verwendung belieber analoger oder ISDN-Telefone, da sie die VoIP-Technik bereits beinhalten. Ist dies nicht der Fall, ist das aber kein Beinbruch: Moderne VoIP-Telefone (Voice-over-IP) unterscheiden sich äußerlich kaum noch mehr von ihren Gegenstücken für ISDN-Anschlüsse. Sie sind ebenso leicht zu bedienen und bieten die gleichen Komfortmerkmale. Der Vorteil von IP-Telefonie liegt in der Kostengünstigkeit. Dadurch, dass entsprechende Provider über die gleiche Leitung den DSL-Zugang wie auch VoIP realisieren, ergeben sich für sie Kosteneinsparungen, die an den Endkunden weitergegeben werden können. Gespräche über das Internet sind daher oftmals günstiger als über normale Festnetztelefonie. Zudem funktioniert VoIP nomadisch, das heißt: Eine zugeteilte Ortsrufnummer ist weltweit erreichbar, unabhängig vom genutzten Breitbandanschluss, an den das VoIP-Telefon tatsächlich angeschlossen ist. Seit 2004 dürfen in Deutschland allerdings Ortsrufnummern nur noch zugeteilt werden, wenn der Kunde auch im entsprechenden Nummernkreis gemeldet ist. Nachteilig ist zudem die oftmals fehlende Verschlüsselung der Datenpakete, wodurch IP-Telefonie leicht abgehört werden kann. Die schnurlosen Telefone sind auch hier beliebter als die kabelgebundenen.