Lattenroste: Tests & Testsieger

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Lattenroste auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 4 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber: Lattenroste

Einfache im Test oft genauso gut wie hochflexible Federholzleisten

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Stiftung Warentest empfiehlt Lattenrost-Eigenbau
  2. einfache Lattenroste sind komplexen Flügel- oder Tellerfederungen oft überlegen
  3. vor allem auf dicken Matratzen wirkt sich ein Lattenrost kaum aus
  4. Matratzen mit gutem Liegekomfort benötigen keinen teuren Lattenrost
  5. Lattenroste meist haltbarer als Matratzen
  6. auf störende Nebengeräusche achten

Lattoflex Teller-Lattenrost mit verstellbarem Kopf- und Fußteil. Wer nicht explizit ein verstellbares Kopf- und Fußteil braucht, kann nach Empfehlung der Stiftung Warentest zu einem starren Lattenrost greifen. (Bildquelle: lattoflex.com)

Lattenroste im Test: Im Kräftemessen mit Modellen "Marke Eigenbau" meist unterlegen

Während einige Hersteller der Meinung sind, dass das Zusammenspiel zwischen Matratze und Lattenrost überaus wichtig sei, steht für die Stiftung Warentest die Qualität der Matratze klar im Vordergrund. Ihrer Einschätzung nach verlieren Preiskategorie, Ausstattung und Qualität eines Lattenrosts an Bedeutung, sofern der Käufer sich nur für eine hochwertige Matratze entscheidet. Auf einen aufwendigen Lattenrost komme es nicht an, lautet ein wichtiges Testfazit. Wenn Sie nicht gerade einen an Kopf- und Fußteil verstellbaren Bettrost für Ihr Bett benötigen, können Sie sich auf die Video-Anleitung der Stiftung Warentest für den Selbstbau eines simplen Lamellenrosts aus Baumarktteilen verlassen. Ein solcher Eigenbau ist im Normalfall in der Lage, sich den zentralen Prüfungen der Testtabellen zu stellen: Er bewahrt die positiven Liegeeigenschaften verschiedener Matratzenarten und ist zudem in der Lage, die Matratze im Bett von unten her so zu belüften, dass kein Schimmel droht.

Starre vs. verstellbare Lattenroste im Vergleich: Welche sind für welche Matratzen am besten geeignet?

Matratzenmanufaktur Lattenrost Rhodos KF Angenehmen Liegekomfort verspricht der an Fuß- und Kopfteil verstellbare Lattenrost Rhodos KF von FMP Matratzenmanufaktur . In der Beckenzone können Sie pro Seite neun Härtegerade einstellen. (Bildquelle: amazon.de)

Das gilt vor allem für Taschen- oder Tonnentaschenfederkern-Matratzen. Ihnen reicht ein einfacher, starrer Lattenrost in der Regel völlig aus, den man leicht selber bauen könnte. Wenn man sich also für eine hochwertige Tonnentaschenfederkern-Matratze entscheidet, kann man sich das Geld für einen kostspieligen Lattenrost sparen. Zu einer Federkern-Matratze passt ein starrer oder nur bedingt elastischer Lattenrost am besten. Wegen ihrer guten Belüftung können Federkernmatratzen auch auf geschlossenem Untergrund liegen, zum Beispiel auf dem Boden und ganz ohne klassisches Bett-Gestell. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sie genug Luft bekommen. Für Lattenroste, deren Kopf- oder Fußteil verstellbar ist, sind Federkern-Matratzen nur selten geeignet. Verstellbare Lattenroste sollten deshalb mit Schaumstoffmatratzen kombiniert werden. So ist beispielsweise bei den beliebten Kaltschaummatratzen in erster Linie auf eine ausreichende Belüftung von unten zu achten, die durch einen bestimmten Lattenabstand meist gewährleistet ist. Vor allem für einfachere Matratzen gilt, dass ein punktgenaues Abstützen des Körpers wichtiger ist als bei hochwertigen Konstruktionen mit viel Eigendynamik oder komplexen Kernschnitten. Tests haben gezeigt, dass sich ein Lattenrost auf die Liegeeigenschaften dicker Matratzen meist weniger auswirkt.

Da boomt was: Lattenroste mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Vor allem Schlummerparadies konnte in den letzten Jahren deutlich zulegen, das zeigen die Verkaufszahlen eindrücklich. Schlummerparadies versteht es offenbar, Kunden mit einer großen Auswahl an starren, manuell oder elektrisch verstellbaren und vor allem preiswerten Lattenrosten in allen gängigen Größen zu überzeugen. Weitere beliebte Lattenrost-Anbieter sind FMP Matratzen Manufaktur, Dunlopillo, Ravensberger und Breckle. Weniger attraktiv sind komplexe Teller-Lattenroste oder andere komplexe Unterfederungen, die zwar viel Geld kosten, diese Aufmerksamkeit aber weder mit besseren Schlaf noch mit Prestige-Werten danken.

Die besten Lattenroste mit verstellbarem Kopfteil und Fußteil


Federholzrahmen, Tellermodule, Rollroste: Welche Arten von Bettrosten gibt der Markt überhaupt her?

Lattoflex Lattenrost mit Teller-Auflagersystem. Filigrane Auflagersysteme wie die von Lattoflex haben im Test nur bedingt Einfluss auf die Liegeeigenschaften einer Matratze. Nach Empfehlung der Stiftung Warentest sind einfache, starre Lattenroste vielfach überlegen. (Bildquelle: lattoflex.com)

Der klassische Lattenrost ist mit gewölbten Federholzleisten oder anderen Federleisten ausgestattet, die aus verleimten Holzschichten respektive Kunststoff bestehen. Schmale Leisten im engen Abstand sind anpassungsfähiger als wenige breite, allerdings erhöht sich dadurch auch die Auflagefläche für die Matratze dann können sich Stockflecken bilden. Neben der Lamellenqualität spielt auch die Aufhängung der Latten eine wichtige Rolle, die seitlich und nach unten federn sollte. Stecken die Lattenenden in Kappen aus dünnem Plastik, besteht Bruchgefahr. Hochwertige Federholzrahmen besitzen Träger aus Kautschuk, die sowohl elastischer als auch langlebiger sind. Die überwiegende Masse etwas hochwertigerer Lattenroste bietet mehrere Körperzonen. Ähnlich wie bei 7-Zonen-Matratzen unterscheiden sie bis zu neun Liegezonen, denen die Aufgabe zufällt, eine für bequemes Liegen erfoderliche Punktelastizität in Ihrem Bett zu liefern. Bei einigen können Sie mithilfe von Schiebeelementen, bei anderen mit drehbaren Tellern verschiedene Elastizitätsgrade und Härtegrade einstellen. Voreingestellte, feste Zonen haben den Nachteil, dass sie möglicherweise nicht gleichermaßen zu allen Körpergrößen, Körpergewichten und Figurtypen passen. Ein Lattenrost mit verstellbaren Härtegraden eignet sich vornehmlich für Seitenlieger gut. Selbst bei den komplexen Tellerlattenrosten lässt sich der Härtegrad einzelner Tellermodule an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen. Das unterstützt bzw. entlastet Schmerzpunkte, erhöht den Liegekomfort und stützt Ihren Körper bestmöglich. In der Regel besitzen aber auch einfachere Federholzrahmen und andere Federleisten-Rahmen eine individuelle Härtegrad-Regulierung, mithilfe derer Sie Stützkraft und Liege-Härte an Ihr Körpergewicht anpassen können.

Lattenroste mit mehreren Liegezonen in der Übersicht


Wo weisen Lattenroste regelmäßig Liegezonen auf und was bewirken diese?

Wie bei den Liegezonen einer Matratze sind auch bei Lattenrosten in erster Linie der Schulter-, Becken- und Rückenbereich von Bedeutung. Auf dem Datenblatt eines 7-Zonen-Lattenrost kann das in etwa so aussehen:
  • Die "Schulterkomfortzone" besteht aus besonders nachgiebigen Leisten, die in Seitenlage ein Einsinken der Schultern ermöglichen und den sogenannten Schultereinklappeffekt in Rückenlage verhindern. Diese Schulter-Zone ist geprägt von besonders feinen, gelochten oder verjüngten Leisten, die manchmal auch etwas tiefergelegt sind.
  • Die "Beckenkomfortzone" formt sich aus flexiblen Leisten im Hüftbereich und soll dem Becken ein deutlich tieferes Einsinken ermöglichen als den übrigen Körperzonen. Wichtig sei das vor allem für Seitenschläfer, so eine weitverbreitete Ansicht. Nur durch das stärkere Nachgeben im Bereich der Druckeinwirkung könne die Wirbelsäule in einer geraden Position liegen.
  • Bei einem Lattenrost mit "Mittelzonenverstärkung" soll eine spezielle Federwirkung im oberen und unteren Bereich des Rückens den Liegedruck optimal aufnehmen – und im besten Fall auch die Liegezonen der verwendeten Matratze unterstützen. Diese Zone kann sich über drei bis neun Leisten erstrecken und in ihrer Nachgiebigkeit reguliert werden. Mittels sognannter O- oder T-Schieber können Sie das Liegegefühl je nach Bedarf von weich nach fest oder umgekehrt regulieren.

Klassisch: Lattenroste mit 7 Zonen für Hüfte, Kopf, Schulter und Becken in der Übersicht


In jüngerer Zeit haben Kunststoff- die Holzlamellen vielfach abgelöst. Sie übernehmen die Unterfederung nicht nur in Lamellenform, sondern auch als tellerförmige Federelemente in einem Teller-Lattenrahmen beziehungsweise Tellerlattenrost. Solche Unterlagen sind besonders gut für Matratzen mit einem Schaumstoffkern geeignet. Bei Federkernmatratzen kann man sich das Geld sparen, weil deren Eigenfederung die Punktfederung der Tellerelemente aufzehrt. Inzwischen werden allerdings auch Rahmen angeboten, die Tellerfedern mit Holzlatten kombinieren. Doch während Hersteller wie Lattoflex immer mehr Finesse walten lassen, um immer komplexere Schlafsysteme an den Kunden zu bringen, schwingt das Pendel in Tests zurück. Tenor: Lattenroste dürfen einfach sein. Wer nicht explizit ein verstellbares Kopf- oder Fußteil benötige, solle einen starren Lattenrost wählen, lautet eine Empfehlung der Stiftung Warentest.

Mit einem Mittelgurt stabilisierte Federleisten in der Übersicht



O-Schieber bei einem Lattenrost von Bett1.de O-Schieber bei einem Lattenrost von bett1.de. (Bildquelle: bett1.de)

Wieviele Leisten muss ein guter Lattenrost haben?

Hier überbieten sich die Hersteller mit Spezialwissen zu gesundem Schlaf, der auch mit der Leistenanzahl des verwendeten Lattenrosts zu tun habe. Einige plädieren für eine hohe Anzahl an Leisten – und erklären, dass je mehr Leisten ein Lattenrost aufweise, desto besser die Lagerung der Matratze ausfalle und desto punktgenauer der Lattenrost auf Druck reagiere. Das gelte speziell dann, wenn Sie eine Schaummatratze verwenden, da der Lattenabstand dann nicht größer als 3 bis 4 Millimeter sein dürfte. Auf der anderen Seite steht die Zurückhaltung der Stiftung Warentest gegenüber der gesamten Bettenbranche. Skeptisch reagieren die Tester zum Beispiel auf die Behauptung vieler Hersteller, dass der ihren Matratzen zugeschriebene Liegekomfort nur in Kombination mit einem geeigneten Lattenrost funktioniere. Gleiches gilt für die Behauptung, dass ein besonderer Lattenrost einen essentiellen Einfluss auf den Schlaf habe. Viele der Verkaufs­argumente im Handel sind nach Test-Angaben Bluffs, die für Kunden teuer werden könnten. Als grobe Daumenregel lässt sich aber festhalten: An einem klassischen Lattenrost sitzen – je nach Länge – 25 bis 30 Leisten. Bei Lattenrosten, die speziell für etwas stärkere Menschen konzipiert sind, kann die Anzahl der Latten aber auch deutlich höher sein.

Spricht etwas gegen die günstigen Rollroste?


Sie fragen sich, wofür Sie das ganze üppige Geld für einen Lattenrost raushauen sollen, wenn selbst ein Billig-Rollrost von Ikea die Haltbarkeitsprüfung übersteht – und sogar schlichte Selbstbau-Lattenrahmen ihren Zweck erfüllen? Hersteller und pfiffige Vertriebsprofis werden Fragen wie diese hassen. Doch im Normalfall reicht ein Rollrost vollkommen aus – gleich, welche Matratze Sie haben oder welchen Schlaftyp Sie repräsentieren. Noch dazu sind es die geringen Kosten, platzsparende Aufbewahrung und ein spielend leichter Transport, der viele Menschen zu einem Rollrost verführt. Prinzipiell nachteilig ist die fehlende Federwirkung eines Rollrostes jedenfalls nicht: Keiner der von Stiftung Warentest geprüften Lattenroste bringt für Rücken- und Seitenlieger mehr als eine starre Holzplatte unter der Matratze. Die Unterschiede zwischen Federholz-Lattenrahmen und preiswertem Rollrost sind demnach weniger ausgeprägt, als es die Hersteller uns glauben machen wollen. Damit Sie am Ende wirklich ordentlich sparen, lohnt sich ein Blick auf die Qualität eines Rollrostes – also stabile Buchenholzlatten, stabile Kunststoffbänder und ebensolche Röhrchen, die als Abstandhalter zwischen den Latten dienen.

Lattenrost mit Motorrahmen Dormiente empfiehlt seinen Physioform-Lattenrost mit Motor vor allem Menschen mit empfindlicher Schulter oder Hüfte. (Bildquelle: dormiente.com)

Die besten Lattenroste bestehen auch den Geräuschtest

Ein nach Empfehlungen der Stiftung Warentest gebauter Rost knarrt und scheuert nicht, sodass die Materialwahl – am besten Fichte oder Tanne – nur ein Teil der Selbstbau-Offensive ist. Denn zu einem guten Lattenrost zählt laut Tests auch eine hörbare Dämmung gegen störende Nebengeräusche, die beim Verschieben der nur lose aufgelegten Unterlage, meist durch ein Reiben "Holz an Holz", entstehen können. Wie wichtig dieser Aspekt für guten Schlaf und Liegekomfort ist, hängt auch von der Aufgabenstellung Ihres Lattenrostes ab. Und zwar nicht nur davon, ober Sie flexiblere oder weicheren Liegekomfort erwarten, sondern auch davon, ob Sie im Bett lesen, fernsehen oder am Laptop arbeiten möchten. Beim Probeliegen eines Lattenrostes sollten Sie darauf achten, ob sie den Rost hören – vor allem auch bei einem Lattenrost mit Motor. Je mehr flexible Teile mitarbeiten, desto größer ist das Risiko, dass Ihr Lattenrost auch unerwünsche Nebenklänge zu Gehör bringt, sobald Sie sich im Bett etwas bewegen. Eine weitere Möglichkeit, die Geräusche Ihres Lattenrostes zu eliminieren, sind Filzgleiter zum Aufkleben. Die Tester der Stiftung Warentest empfehlen sie ausdrücklich als Knarr- und Scheurschutz an der Unterseite eines selbstgebauten Lattenrosts.

Die Top 3 der elektrisch verstellbaren Lattenroste


Gestörter Schlaf durch den "falschen" Lattenrost?


Elektrische Lattenroste verfügen oft über eine sogenannte Netzfreischaltung, damit keine elektrischen Magnetfelder den erholsamen Schlaf stören. Gehören Sie zu den sensibel auf Umwelteinflüsse reagierenden Menschen, die sich von Meldungen über das Erdmagnetfeld beeinflussenden Metallteilen in Betten, Lattenrosten oder Federkernmatratzen beunruhigen lassen, können Sie im Fachhandel für Naturmatratzen und Naturbettwaren oder bei Anbietern metallfreier Bettwaren und Lattenroste fündig werden. Dazu gehören unter anderem Baumberger, Naturhaus Janssen, Soldberg, Pure Nature, Grüne Erde oder allnatura.

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