Das Wichtigste auf einen Blick:
- Netzwerkanbindung via LAN oder WLAN
- Breitbandanschluss ohne Volumenlimit empfohlen
- Streaming-Dienste wie Spotify oft integriert
- Lokale Musikbibliothek von NAS oder PC abrufbar
Um Radiosender und Podcasts aus dem Internet zu empfangen, ist kein Computer notwendig: Auch HiFi-Receiver mit LAN- oder WLAN-Anschluss holen Inhalte aus der ganzen Welt direkt ins Wohnzimmer – vorausgesetzt, eine Breitband-Internetverbindung ist vorhanden. Moderne Modelle greifen dabei auf Internetradio-Plattformen wie airable oder TuneIn zurück, die das Suchen, Speichern und Verwalten eigener Favoriten erheblich erleichtern.
Weltempfänger fürs Wohnzimmer: Der Denon AVC-X4800H streamt Internetradio, Musik-Dienste und 3D-Surround-Sound über eine einzige Anlage. (Bildquelle: amazon.de)
Perfekt vernetzt: Streaming-Audio mit AV-Receivern
Seit den 1990er-Jahren werden Radios über das Internet übertragen, wobei die digitalen Inhalte in Form eines durchlaufenden Datenstroms, auch Stream genannt, bereitgestellt werden. Um diese Streams abzuspielen, benötigt man einen geeigneten Streaming-Client – das kann ein Desktop-PC, ein Notebook, ein Internetradio, ein Netzwerkplayer, ein Tablet, ein Smartphone oder ein netzwerkfähiger AV-Receiver sein. Wichtig ist darüber hinaus ein unbegrenzter Breitbandanschluss, da fortlaufend Daten gestreamt werden und gleichzeitig andere Online-Anwendungen genutzt werden können. Ein einheitliches Audioformat existiert nicht, doch AV-Receiver unterstützen mehrere Formate wie MP3, AAC, WAV, OGG und FLAC. Aktuelle Geräte bieten sogar verlustfreies Hi-Res-Audio mit bis zu 24 Bit und 192 kHz, was eine deutlich bessere Klangqualität als herkömmliche MP3-Streams gewährleistet.Komfortabel suchen: AV-Receiver mit OSD-Menü
Radiosender und Podcasts lassen sich direkt über das Menü des AV-Receivers suchen und in einem eigenen Verzeichnis abspeichern. Für die Anzeige über den Fernseher muss der AV-Receiver das OSD-Menü (On Screen Display) über HDMI ausgeben können. Ältere Modelle nutzten gelegentlich noch Composite-Video, Komponenten- oder S-Video-Ausgabe für das OSD – eine Technik, die heutzutage veraltet ist. Heutige Geräte setzen standardmäßig auf HDMI für die Bildübertragung.Internetradio-Plattformen: Von vTuner zu airable und TuneIn
Bis Anfang 2025 zählten fast alle netzwerkfähigen AV-Receiver auf den Dienst vTuner. Seitdem ist der Dienst jedoch nicht mehr verlässlich verfügbar, da mehrere Hersteller bestätigten, dass vTuner dauerhaft gestört oder eingestellt wurde. Als Antwort darauf haben viele Hersteller – beispielsweise Yamaha, T+A, Cambridge Audio, KEF und Technics – ihre Geräte per Firmware-Update auf den Nachfolgeanbieter airable (ein deutsches Unternehmen) umgestellt. Andere wie Denon und Marantz vertrauen bei ihren HEOS-Systemen auf TuneIn als Internetradio-Service. Wer ein älteres Gerät mit vTuner nutzt, sollte auf den Herstellerseiten nach Firmware-Updates suchen. Fehlt ein Update, können Internetradio-Streams alternativ über eine FRITZ!Box als UPnP-Medienserver oder über externe Streaming-Adapter integriert werden. Beim Kauf eines neuen AV-Receivers sollte man unbedingt prüfen, welchen Internetradio-Dienst das Gerät verwendet – denn das kann die langfristige Nutzbarkeit stark beeinflussen.
Kompakt und vielseitig: Der Telestar TOP 550 bringt Internetradio, DAB+ und Ihre Lieblingsstreaming-Dienste kabellos ins Wohnzimmer. (Bildquelle: amazon.de)


























