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Aktueller Kaffeevollautomaten-Vergleichstest 2019: Von Schaumschlägern und Puristen

Stiftung Warentest (test): Von Schaumschlägern und Puristen (Ausgabe: 12) zurück Seite 1 /von 7 weiter

Inhalt

Worauf achten Tester beim Beurteilen von Vollautomaten?

Kaffee-Vollautomaten erfreuen sich großer Beliebtheit, weil Sie damit viele verschiedene Kaffeespezialitäten zubereiten können. Die Preisspannen sind groß, je nachdem, ob Sie ein Modell mit Milchfunktion wollen oder nicht. Aber auch das Material spielt eine Rolle, so kann die Edelstahlvariante sehr viel mehr kosten als das gleiche Modell im etwas schmuckloseren Kunststoffgewand. In erster Linie sollten die gebrühten Kaffeespezialitäten jedoch gut schmecken, aber auch die einfache Bedienung, Wartung und Reinigung sind wichtige Aspekte, die sich die Fachmagazine genauer ansehen.

Im aktuellen Vergleich stellte sich heraus, dass die Modelle ohne Milchfunktion auch einen guten Espresso herstellen. Somit können Sie viel Geld sparen, wenn Sie zu einem einfachen Gerät ohne viel Ausstattung greifen. Zumal sich solche Vollautomaten meist leichter reinigen lassen. Insgesamt gab es aber wenig zu bemängeln und 10 von 11 Produkten überzeugten die Tester.

Was wurde getestet?

Von der Stiftung Warentest wurden 11 Kaffeevollautomaten getestet, wovon sieben Geräte mit integrierter Milchschaumautomatik und zwei mit manuellem Milchaufschäumer ausgestattet sind. 10 Produkte haben „gut“ abgeschnitten; nur eines erhielt „befriedigend“.

Als Beurteilungsgrundlage dienten den Testern die Kriterien Sensorische Beurteilung (Espresso, Milchschaum), Technische Prüfung (Aufheizzeit/Espresso brühen, Espressostärke/-temperatur variieren, Milch schäumen), Handhabung (Gebrauchsanleitung, Zubereiten der Getränke, Reinigen/Entkalken, Hygiene), Sicherheit, Umwelteigenschaften sowie Schadstoffe.

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel schlecht auf das Qualitätsurteil auswirken. So wurde die Note Technische Prüfung um eine halbe Note abgewertet, wenn der Teilaspekt Espressotemperatur variieren „mangelhaft“ lautete. Wenn hinsichtlich der Hygiene die Note „ausreichend“ zustande kam, so wurde die Handhabung eine halbe Note schlechter. Zudem konnte das Qualitätsurteil bei einer ausreichenden Handhabung nur maximal eine Note besser ausfallen.

Im Vergleichstest:

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7 Kaffeevollautomaten mit Milchschaumautomatik im Vergleichstest

  • Jura ENA 8 Signature Line (2019)

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Nein;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Maximale Tassenhöhe: 1,38 cm;
    • Touchdisplay: Ja;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,1 l

    „gut“ (1,9)

    „Testsieger. Schäumt Milch sehr fein auf. Brüht Espresso besonders flott, allerdings könnte die erste Tasse heißer sein. Acht Kaffeerezepte stehen zur Wahl, aber keine zwei Espressi gleichzeitig möglich. Gutes Display, schicker Wassertank. Kaffeestärke und -menge lassen sich bei der Zubereitung ändern. Laut Jura soll der Milchschlauch alle drei Monate erneuert werden, vier Stück kosten 18 Euro. Die Abtropfschale mit vielen Einzelteilen ist umständlich zu reinigen. Fest eingebaute Brühgruppe. Sie wird vom Reinigungsprogramm zuverlässig gesäubert.
    Cappuccino im Barista-Check: ‚Oben hat der Schaum große Blasen, darunter ist er aber sehr fein und cremig. Der Cappuccino ist mittelmäßig ohne Besonderheiten. Und er müsste heißer sein.‘“

    ENA 8 Signature Line (2019)

    1

  • Melitta Caffeo Barista TS

    • Benutzerprofile: Ja;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,8 l

    „gut“ (2,0)

    „Bester Espresso im Test. Brüht den kleinen Schwarzen mit viel fester Crema und intensivem Geschmack. Ist etwas langsam. Volumen und Stärke des Kaffees lassen sich beim Brühen verändern. Größte Vielfalt im Test: 22 Kaffeerezepte stehen zur Wahl. Acht personalisierte Lieblingsgetränke speicherbar. Einziger Automat mit zwei getrennten Bohnenbehältern für zwei verschiedene Kaffeesorten. Die Brüheinheit verschmutzt relativ stark mit Kaffeeresten und sollte wöchentlich gesäubert werden. Leisestes Mahlwerk im Test.
    Cappuccino im Barista-Check: ‚Schmeckt besser als er aussieht. Der Schaum hat oben viele große Blasen, das Getränk besticht aber durch angenehme Aromen. Der Kaffee ist leicht dominant. Etwas kühl.‘“

    Caffeo Barista TS

    2

  • De Longhi Dinamica Plus ECAM 370.85

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Ja;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Maximale Tassenhöhe: 135 cm;
    • Touchdisplay: Ja;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,8 l

    „gut“ (2,2)

    „Praktisch fürs Kaffeekränzchen. Bereitet guten, heißen Espresso und feinen Milchschaum zu. Übersichtliches Display und klare Menüführung. Viele Kaffeerezepte stehen zur Wahl, auch eine Kanne Kaffee für sechs Personen. Angepasste Lieblingskaffees speicherbar. Die dreistufige Temperatureinstellung zeigt keinen Effekt. Der Kaffeeauslauf ist zu hoch für Espressotassen – Spritzgefahr. Entkalken dauert 50 Minuten. Extrafach für Kaffeepulver. Der Milchbehälter ist spülmaschinenfest.
    Cappuccino im Barista-Check: ‚Der Schaum ist cremig und unten sehr fein. An der Oberfläche aber wenig flexibel. Der Cappuccino schmeckt etwas bitter, aber ausgewogen und leicht nach Karamell.‘“

    Dinamica Plus ECAM 370.85

    3

  • Saeco SM 7580/00 Xelsis

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Ja;
    • Benutzerprofile: Ja;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Maximale Tassenhöhe: 14,8 cm;
    • Touchdisplay: Nein;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,7 l

    „gut“ (2,2)

    „Übersichtlich. Brüht heißen, guten Espresso. Übersichtliches Display mit großen Getränkesymbolen – dadurch schnelle Wahl möglich. Für jeden Kaffee lässt sich einfach die Stärke ändern. Mehrere Profile speicherbar. Die Menüführung ist selbsterklärend. Kurzes Entkalkungsprogramm (16 Minuten). Der Kaffeeauslauf befindet sich weit hinten, die Tasse kann leicht falsch platziert werden. Großer Bohnenbehälter. Mit Fach für Kaffeepulver. Relativ laut beim Mahlen.
    Cappuccino im Barista-Check: ‚Der Milchschaum ist oben etwas zu fest und blasig, unten aber sehr fein und cremig. Beim Cappuccino fehlt die Süße. Er schmeckt leicht brandig und bitter.‘“

    SM 7580/00 Xelsis

    3

  • Miele CM 5500

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Ja;
    • Benutzerprofile: Ja;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Maximale Tassenhöhe: 13,5 cm;
    • Touchdisplay: Nein;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,3 l

    „gut“ (2,3)

    „Gut mit kleinen Schwächen. Besitzt eine Kannenfunktion für die große Kaffeerunde. Zwei Nutzerprofile speicherbar. Mit Fach für Pulverkaffee. Viele Teile sind spülmaschinengeeignet. Entkalken dauert nur 17 Minuten. Schwächen: etwas langsam beim Espressobrühen. Abtropfschale mit vielen Kleinteilen, die beim Leeren leicht auseinanderfallen. Wasser- und Milchmenge etwas kompliziert einzustellen. Der Kaffee lässt sich während der Zubereitung nicht verändern. Latte-Macchiato-Gläser passen schlecht unter den Kaffeeauslauf. Relativ laut.
    Cappuccino im Barista-Check: ‚Oben blasig. Unten ist der Schaum super fein, könnte aber cremiger sein. Kaffee und Milch halten eine gute Balance, es fehlt etwas Süße.‘“

    CM 5500

    5

  • Siemens EQ 500 integral TQ505D09

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Ja;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Maximale Tassenhöhe: 14 cm;
    • Touchdisplay: Ja;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,7 l

    „gut“ (2,3)

    „Lahmes Luxusmodell. Die teuerste Maschine im Test ist die langsamste: benötigt zum Aufheizen plus Espressobrühen fast zwei Minuten. Zudem ist die erste Tasse zu kalt. Volumen und Kaffeestärke leicht änderbar. Viele Spritzer landen beim Espressokochen daneben. Praktisch: Die Direkttasten für fünf Kaffeerezepte sind sehr groß. Viele Teile, etwa das Milchsystem, die Tropfschale und der Tresterbehälter, sind spülmaschinengeeignet. Mit Fach für Pulverkaffee. Relativ laut beim Mahlen.
    Cappuccino im Barista-Check: ‚Guter Schaum, oben hat er einige Blasen, darunter ist er super fein und sehr cremig. Der Cappuccino ist leider etwas kühl. Er schmeckt leicht bitter, aber mit angenehmer Süße.‘“

    EQ 500 integral TQ505D09

    5

  • Krups Arabica Latte Quattro Force EA819E

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Nein;
    • Benutzerprofile: Ja;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,7 l

    „befriedigend“ (2,7)

    „Mit Hygieneproblem. Die günstige Maschine ist nach dem Einschalten sofort startklar. Sie produziert besonders feinen Milchschaum und heißen Espresso. Allerdings schmeckt er wässriger und weniger intensiv als bei der Konkurrenz. Bereitet nur Kaffee und Cappuccino zu. Volumen, Stärke und Temperatur lassen sich leicht ändern und speichern. Teils verwirrende Menüführung. Fest eingebaute Brühgruppe. Problem: Im Inneren landet viel Kaffeemehl, das Benutzer nicht entfernen können. Schimmel droht bei feuchter Wärme. Ziemlich laut.
    Cappuccino im Barista-Check: ‚Top: Der Schaum ist sehr fein und cremig. Der Cappuccino schmeckt sehr ausgewogen und leicht süß, nussig und nach Karamell.‘“

    Arabica Latte Quattro Force EA819E

    7

2 Kaffeevollautomaten mit manuellem Milchaufschäumer im Vergleichstest

  • Philips Series 2200 EP2220/10

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Ja;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Maximale Tassenhöhe: 15 cm;
    • Touchdisplay: Ja;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,8 l

    „gut“ (2,2)

    „Schnäppchen. Das kleine Gerät brüht guten, heißen Espresso und Kaffee auf Knopfdruck. Milch lässt sich mit der Dampfdüse gut von Hand schäumen. Etwas lahm: Braucht zum Aufheizen rund eine Minute. Kaffeemenge und -stärke lassen sich leicht anpassen. Brüht zwei Espressi gleichzeitig. Deutlich lesbares, geneigtes Display. Das Menü ist teilweise kompliziert und die Gebrauchsanleitung notwendig. Viele Teile sind spülmaschinengeeignet, auch die Milchdüse. Die Brühgruppe verschmutzt relativ stark. Sie sollte wöchentlich herausgenommen und gereinigt werden.
    Cappuccino im Barista-Check: ‚Es gibt Blasen und der Schaum ist wenig flexibel, aber cremig. Der Cappuccino schmeckt etwas bitter und hat eine leichte Karamellnote.‘“

    Series 2200 EP2220/10

    1

  • Caso Café Crema One

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Ja;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Maximale Tassenhöhe: 16 cm;
    • Touchdisplay: Ja;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,2 l

    „gut“ (2,3)

    „Einfach und kompakt. Ohne Milchschaumautomatik. Der erste Espresso ist recht kühl. Geneigtes Display mit Tasten für Espresso, Kaffee, Heißwasser und Latte Macchiato. Verwirrend: Drückt man die Latte-Macchiato-Taste, bereitet die Maschine einen doppelten Espresso zu. Die Milch muss mit der Dampfdüse von Hand geschäumt werden. Das klappt mittelmäßig. Kein Regler für die Kaffeestärke. Etwas komplizierte Menüführung mit Tastenkombinationen. Die Abtropfschale lässt sich leicht reinigen, da ohne Einzelteile. Der Wassertank ist nicht einsehbar, aber leicht einzusetzen. Recht laut.
    Cappuccino im Barista-Check: ‚Der Schaum aus der Dampfdüse hat zu viele grobe Blasen, ist zu fest und wässrig. Der Cappuccino schmeckt balanciert, ist aber etwas kühl.‘“

    Café Crema One

    2

2 Kaffeevollautomaten ohne Milchaufschäumer im Vergleichstest

  • Severin KV 8090

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Ja;
    • Maximale Tassenhöhe: 16 cm;
    • Touchdisplay: Nein;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,1 l

    „gut“ (2,0)

    „Minimalistisch. Die kleine Maschine ist sehr schnell startklar und brüht guten Espresso oder Kaffee. Die erste Tasse des kleinen Schwarzen ist aber etwas kühl. Ohne Regler für die Kaffeestärke. Bereitet zwei Espressi nur nacheinander zu, nicht gleichzeitig. Das Display auf der Oberseite des Geräts ist nicht so gut einsehbar wie bei anderen Modellen. Die Menüführung ist teilweise etwas kompliziert und Tastenkombinationen sind nötig. Leicht einzusetzender Wassertank. Die Abtropfschale kommt ohne Einzelteile aus und lässt sich dadurch leicht reinigen. Nutzer sollten den Innenraum regelmäßig säubern, da recht viel Kaffeemehl an den Seitenwänden kleben bleibt. Mahlt relativ laut.“

    KV 8090
  • Tchibo Esperto Caffè

    • Herausnehmbare Brühgruppe: Ja;
    • Anzeige über Display: Ja;
    • Touchdisplay: Ja;
    • Füllmenge des Wasserbehälters: 1,1 l

    „gut“ (2,0)

    „Günstig, praktisch, gut. Bereitet Espresso, Caffé Crema und Americano auf Knopfdruck zu. Der Espresso ist heiß ab der ersten Tasse. Das Gerät braucht recht lange zum Aufheizen, etwas mehr als eine Minute. Getränkemenge und Kaffestärke lassen sich anpassen. Mit Intense-Taste: Mehr Bohnen werden gemahlen und der Kaffee wird dementsprechend stärker. Brüht nicht zwei Espressi gleichzeitig. Bei der Bedienung sind zum Teil Tastenkombinationen notwendig, etwa bei der Pflege. Leicht einzusetzender Wassertank. Die Abtropfschale ohne Kleinteile lässt sich leicht reinigen. Recht viel Kaffeepulver bleibt innen an den Seitenwänden hängen und sollte regelmäßig weggeputzt werden. Das Bohnenfach lässt sich mit einem Aufsatz vergrößern. Relativ laut beim Mahlen.“

    Esperto Caffè

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