Schlafsäcke

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Ratgeber zu Schlafsäcke

Typen und Schnitt - Wärme oder Komfort?

An einen Schlafsack werden diverse Anforderungen gestellt, er muss bequem sein und den Körper im Schlaf vor Kälte schützen.  Auf beides, Wärme und Komfort, hat auch der Schnitt Einfluss, denn je großzügiger der Schlafsack geschnitten ist, desto höher ist der Komfort. Allerdings verringert sich die Wärmeleistung. Schlussendlich muss man sich entscheiden, ob man mehr Wert auf einen hohen Komfort oder eine bessere Wärmeleistung legt. Dabei kommt es natürlich darauf an, für welchen Zweck man den Schlafsack benötigt. Wer in warmen gefilden unterwegs ist sollte den Fokus auf Komfort legen, wer bei anspruchsvollen Trekktingtouren oder Expeditionen in kalten Gefilden teilnimmt, muss natürlich einen wärmenden Schlafsack dabei haben.

Modelle und Eigenschaften

Die Outdoor-Hersteller bieten Schlafsäcke in verschiedensten Formen an. Die größte Gruppe bilden die Mumienschlafsäcke. Sie bieten ein gutes Platzangebot und haben dennoch ein geringes Gewicht. Da sie an die Körperform des Menschen angepasst sind, wird kein Material verschwendet. Außerdem sorgt die Form dafür, dass weniger Luftzwischenraum entsteht. Das verbessert die Isolationswirkung. Ein Deckenschlafsack hat eine wesentlich geringere Wärmeleistung, er eignet sich deshalb eher für Touren bei hohen Temperaturen. Durch die rechteckige Form bietet er aber einen höheren Komfort und mehr Bewegungsfreiheit. Außerdem kann er komplett geöffnet und als Decke benutzt werden. Deckenschlafsäcke sind meist schwerer und größer als Mumienschlafsäcke. Etwas weiter geschnitten sind Schlafsäcke in Eiform. Sie bilden quasi eine Mischform aus Mumien- und Deckenschlafsack. Besonders geeignet ist diese Form für Personen, die gern mit angewinkelten Knien schlafen.

Tipp: Je enger der Schlafsack geschnitten ist, desto wärmer hält er. Trotzdem muss er groß genug sein, sodass die Innenwände vom Körper nicht berührt werden, da an den Kontaktstellen die Isolationswirkung vermindert wird. Man sollte sich also in einem Schlafsack nicht eingeengt fühlen. Deshalb ist es auch sehr wichtig, die richtige Länge zu wählen, denn auch die Füße sollten den Boden des Schlafsacks nicht berühren.

Autor: Kai

Produktwissen und weitere Tests zu Campingschlafsäcke

Kunst-Geschichte ALPIN 2/2018 - Das machen die einen mit elastischen Nähten, andere schneiden den Schlafsack per se etwas weiter. Besonders der Nova II von Mountain Equipment, aber auch der Grüezi Bag Synpod Island oder der Jack Wolfskin Airflake sind auffällig weit - und damit komfortabel - geschnitten. Für den einen oder anderen führt ohnehin kein Weg an einem Kunstfaser-Schlafsack vorbei: Denn konsequenterweise müssten Veganer auf Daunenschlafsäcke verzichten.

Draußen kalt, drinnen warm SURVIVAL MAGAZIN 4/2017 - Die Bauschkraft (angegeben in cuin = Kubik-Zoll) ist ein entscheidendes Qualitätsmerkmal. Alternativ wird die Daunenmenge angegeben sowie das Verhältnis von Daune zu Federn in Prozent. Wer einen leichten Schlafsack mit hohem Schlafkomfort und geringem Packmaß will, kommt um Daune nicht herum. Wenn das Gewicht irrelevant ist, empfiehlt sich ein Kunstfaserschlafsack, da er pflegeleichter und günstiger ist.

Komfortzone LAND DER BERGE 4/2017 - Die noch höherwertigen V-Kammern-Konstruktionen verteilen dank ihrer schrägen Form das Isolationsmaterial noch etwas besser. Viele Modelle werden auch als spezielles Damenmodell angeboten, diese unterscheiden sich nicht nur in Farbe und Länge, sondern auch durch die Tatsache, dass Damenmodelle mehr Füllmenge im Fußbereich aufweisen und damit den Komfortbereich erhöhen. Einige Schlafsack-Modelle sind mit linksund rechtsseitigem Reißverschluss verfügbar.

Für Notsituationen TACTICAL GEAR 3/2017 - Selbst wenn man sich nachts bewegt, hat man nicht den Eindruck, dass es zu eng wäre. Der Bivanorak von Hilleberg wurde vor allem für militärische Survival-Situationen wie abgestürzte Helikopter-Besatzungen entwickelt - und nicht für gut ausgerüstetes Trekking.

Notunterkunft für drei SURVIVAL MAGAZIN 2/2017 - Seinen Ursprung hat der Hilleberg Windsack im schwedischen Winter, wo er auf Skitouren als eine Art Not-Biwaksack zum Einsatz kam. Anfangs noch aus schweren Stoffen gefertigt, wurde der Windsack über die Jahre immer weiter entwickelt. Er ist mittlerweile leicht und wet- terfest. Die Rück- beziehungsweise Unterseite besteht aus einem wasserdichten, silikonbeschichteten Nylon.

Einer für alles und alles für Einen AngelWoche 26/2016 - Damit man aber in der warmen Jahreszeit nicht ins Schwitzen kommt, kann die Innendecke, die mit Reißverschlüssen eingezogen wird, entfernt werden. Apropos Reißverschlüsse: JRC hat solide, leichtgängige "Heavy Duty Crash"-Zipper verbaut, mit denen der Schlafsack beidseitig schnell geöffnet werden kann. Zudem lässt sich der Cocoon All Season an Kopf- und Fußende mit Überzughüllen sowie mittig mit einem verstellbaren Gurt an der Liege befestigen.

Die leichtere Lösung SURVIVAL MAGAZIN 1/2017 - Die andere Art von Biwaksäcken ist robuster gemacht und taugt auch für den regelmäßigen Gebrauch. Solche Biwacksäcke kommen als Ersatz für ein Zelt in Frage. Immer dann, wenn man Gewicht sparen will, wenn das Terrain das Aufbauen eines Zelts nicht zulässt oder wenn man möglichst unentdeckt bleiben will. Wir haben sechs Modelle für den Dauereinsatz zwischen 400 und 1000 Gramm unter die Lupe genom men.

Wärmespeicher outdoor 9/2016 - Den starken zweiten Rang belegt der Carinthia G 280 (-6/-14 °C),wobei ihm die übrigen Kandidaten dicht auf den Fersen sind: Selbst das Ende des Feldes bietet noch Komfortwerte von minus drei Grad und untere Limits von minus elf Grad - völlig ausreichend für den Einsatz Ende Herbst oder im Winter in unseren Breiten. Nur wer schnell friert, sollte zu einem der beiden ganz warmen Modelle greifen.

Ungestörte Nachtruhe SURVIVAL MAGAZIN 3/2016 - Macht man die umlaufenden Reißverschlüsse komplett auf, erhält man eine Decke. Bei niedrigen Temperaturen hält die isolierte Reißverschlussklappe die Körperwärme im Schlafsack. Zusätzlich kann man auch noch die Kapuzenöffnung mit einem Zugband verkleinern und auch so das Auskühlen verhindern. Die Außenhülle besteht aus robustem Ripstop-Material, das auch eine unsanfte Behandlung aushält. Das weiche Innenfutter sorgt für einen gewissen Komfort.

Daunen-Allrounder SURVIVAL MAGAZIN 1/2016 - Will man das Gepäck klein halten und trotzdem einen warmen Schlafsack dabei haben, kommt man an der Daune einfach nicht vorbei. Kunstfaserschlafsäcke sind robuster und nicht so anfällig gegenüber Feuchtigkeit. Doch richtig komprimiert bekommt man sie nur selten, und so können sie auch mal ein Drittel des Rucksacks füllen. Daune lässt sich dagegen richtig klein verpacken. Oft besitzen Daunen-Schlafsäcke ein Packvolumen von unter zwei Litern.

Selbst ein Sack ist nicht gleich Sack LAND DER BERGE 5-6/2015 - Eine eigenhändige Imprägnierung mit Bienenwachs oder ähnlichen Produkten ist da sicher zu empfehlen, um einen verstärkten Schutz vor dem Morgentau zu haben. Weil mit dem Erlöschen des Feuers die Blutsauger zum Angriff blasen, ist der Schlafsacküberzug von Nordisk mit einem Moskitonetz ausgestattet. Es ist leider nur im Oberteil der Kapuze angenäht, sodass bei Seitenlage des Schläfers eine Einflugschneise offen bleibt. Hier ließe sich mit ein paar Klettstreifen leicht Abhilfe schaffen.

Schlafmittel outdoor 9/2015 - Das durchschnittliche Packmaß liegt in dieser Kategorie bei 7,3 Litern. Daunenschlafsäcke müssen aber morgens gründlicher gelüftet werden als die Konkurrenz - im Idealfall mindestens 60 Minuten. Sonst sammelt sich vor allem auf längeren Touren die Feuchtigkeit in der Füllung, und die Daune verliert ihre Isolationsfähigkeit. Dafür punkten die Daunenmodelle mit einer doppelt bis viermal so langen Haltbarkeit.

Voll gefedert ALPIN 10/2014 - Entscheidend sind aber auch die Lebensbedingungen der Gänse und Enten. Organisationen wie die EDFA, deren Codex sich mittlerweile auch Zulieferer aus China, Japan und der Ukraine angeschlossen haben, sind in der Lage, die Daunen bis zum Schlachtbetrieb zurückzuverfolgen und zu zertifizieren. "Hundertprozentige Sicherheit, was die ethische Gewinnung der Daune angeht haben wir noch nicht. Aber wir sind auf einem sehr guten Weg", bilanziert Hedderich.

In Hülle und Fülle velojournal 5/2013 - In Verruf geriet das Füllmaterial durch inakzeptable und tierquälerische Gewinnungsmethoden, wie etwa durch Lebendrupf oder in Zusammenhang mit Stopfmast. Einige Hersteller arbeiten mit dem IDFL (International Down & Feather Testing Laboratory), dem weltweit grössten Prüfund Zertifizierungsinstitut für Daune mit Europa-Sitz in Frauenfeld TG zusammen und lassen sich die ethisch kor rekte Herkunft ihrer Daunen zertifizieren.

Künstlicher Schlaf ALPIN 9/2013 - Dafür darf dann aber das rutschige, nicht ganz so hautschmeichelnde Innenfutter nicht stören. Mit 170 Euro deutlich der teuerste. Vaude Sioux 1000 Testeindrücke Der Sioux 1000 ist zwar nicht der geräumigste Schlafsack, aber er macht bereitwillig alle Drehungen und Wendungen mit, ohne den Schläfer einzuengen. Er ist lang geschnitten. Das Innenfutter ist hautfreundlich und wärmend. Fazit Allen, die mehr Wert auf den Kuschelfaktor als auf das Gewicht legen, kann der Sioux 1000 empfohlen werden.

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Schlafsäcke

In gemäßigten Breiten ist der Mumienschlafsack empfehlenswert, da er leicht ist und auch den Kopf warm umschließt. Wer die Enge als unangenehm empfindet, kann stattdessen zum ähnlichen Schlafsack in Eiform greifen. Expeditionsschlafsäcke sind für besonders niedrige Temperaturen gedacht, wobei Daunen den höchsten Isolationswert bieten. Wer ohne einen Wohnwagen auf Camping-Urlaub geht, benötigt eine andere Möglichkeit zum Schlafen. Vor allem bei Übernachtungen im Freien und in unseren Breitengraden ist daher ein Schlafsack eine sinnvolle Anschaffung. Mit einem guten Schlafsack kann auch in dünnen Zeltwänden eine ausgeruhte Nacht verbracht werden. Die beliebteste Ausführung ist dabei der Mumienschlafsack. Er ist leicht, passt sich eng dem Körper an und auch der Kopf ist mit eingefasst. Dadurch hält der Schlafsack besonders warm. Wer sich dagegen nachts viel bewegt, mag die Enge als unangenehm empfinden. In diesem Fall ist ein Schlafsack in Eiform besser geeignet - er lässt es auch zu, dass sich der Nutzer in ihm wenden kann. Diese Schlafsacktypen eignen sich für jegliches Camping in gemäßigten Breiten und wärmeren Regionen. Wer allerdings im hohen Norden oder in den Bergen im Freien übernachten möchte, benötigt spezielle Expeditionsschlafsäcke. Sie sind noch besser isoliert und können Temperaturen bis unter minus 40 Grad Celsius abpuffern. Die günstige Variante sind Kunstfaserschlafsäcke, sie sind zudem besonders unempfindlich gegen Nässe. Daunenfederschlafsäcke hingegen isolieren noch ein Stück besser: Bis zu minus 50 Grad Celsius vertragen die besten Exemplare. Der "Loft"-Wert beschreibt diesen Wert, je höher desto besser ist die Kälteisolierung. Für die genaue Auswahl des richtigen Schlafsacks gibt es in der EU drei Richtwerte, welche den Komfort beschreiben. So ist der "Komfortbereich" (TCom) die Temperatur, bei der bequem eine erholsame Nacht verbracht werden kann. Der "untere Grenzbereich" (TLim) ist die Temperatur, bei der ein durchgehender Schlaf trotz deutlich empfundener Kühle noch möglich ist. Der "Überlebensbereich" (TExt) ist als Kaufentscheidung nicht zu empfehlen. Er gibt an, ab welcher Temperatur der Schlafsack schließlich nicht mehr ausreichend isoliert, so dass Unterkühlungen drohen. Militärische Schlafsäcke nutzen übrigens eine andere Norm, welche eine bessere Körperverfassung voraussetzt und daher für den Normalverbraucher viel zu tiefe Temperaturen angibt.