Alcatel Smartphones: Breites Modellspektrum für den kleinen Geldbeutel

Was verraten Tests über Alcatel-Smartphones?

Alcatel 5 In der Mittelklasse kann es richtig edel aussehen: Alcatel 5 (Bildquelle: eu.alcatelmobile.com/de/)

Alcatel ist ein Phänomen am Handy-Markt. Seit vielen Jahren produziert das ehemals französische und nun zur chinesischen TCL gehörende Unternehmen stoisch Einsteigermodelle, an Highend-Modelle wagte man sich im Grunde nie heran. Trotzdem scheint Alcatel von den Absatzkrisen der größeren Hersteller unberührt zu bleiben. Das Geheimnis ist der fast durchweg besonders niedrige Kaufpreis der Geräte. Trotz der billigen Konstruktion locken viele Alcatel-Modelle, etwa in den Idol- und Shine-Baureihen, mit Metall und viel Glas.

Im Test erweisen sich die Geräte oftmals als überraschend solide ausgestattet. Sie können zwar in keiner Weise technische Highlights setzen – beim Speicher wird sogar durchweg unschön gegeizt – doch werden regelmäßig die gute Haptik, eine einfache Bedienung und die gelungene Social-Media-Einbindung in System-Apps gelobt. Die Oberfläche der Alcatel-Modelle ist auf Anhieb verständlich und bei weitem weniger überfrachtet als bei vielen anderen chinesischen Billiganbietern. Auch die Performance reicht daher für den Alltag abgesehen von einzelnen Rucklern in der Regel vollauf aus. Eine zentrale Schwäche erkennen die Tester dagegen meist in der Kamera, die eigentlich nie übers untere Mittelmaß hinauskommt. Auch bei Updates für Android hinkt der Hersteller oftmals stark hinterher.

Weshalb sollte ich ein Alcatel-Handy kaufen?

Alcatel Idol 4&VR Auch mit modernen Features wie einer VR-Brille wird experimentiert - Idol 4 VR (Bildquelle: eu.alcatelmobile.com/de/)

Die klare Stärke von Alcatel ist die attraktive Preisgestaltung. Nur ganz wenige Modelle kommen über die grenze von 200 Euro hinaus, trotzdem gilt die Verarbeitung und Haltbarkeit als überraschend gut. Interessant sind die Geräte für ihre Unkompliziertheit: Sie sind unspektakulär ausgestattet, schaffen es ohne Zicken über den Alltag und sind dezente Begleiter ohne Billig-Attitüde, fallen aber eben auch nicht durch Extravaganz auf. Bei Alcatel sollte zugreifen, wer einfach einen Alltagsbegleiter für Telefonie, WhatsApp und Navi-App benötigt.

Kann ich bei Alcatel-Handys zwei SIM-Karten nutzen?

Der Hersteller gehört zu den ausdauerndsten Verfechtern der Dual-SIM-Technologie. Tatsächlich sind seit Jahren die meisten der Geräte in Alcatels Portfolio mit zwei SIM-Steckplätzen ausgestattet. Doch Vorsicht: So lobenswert dies ist, ist Alcatel innerhalb der Dual-SIM-Gemeinde ein Verfechter der Hybrid-Slot-Technik. Das bedeutet, dass für die Speicherkarte kein eigener Steckplatz vorhanden ist. Der Nutzer muss jeweils wählen, ob er nun im zweiten Slot eine Speicherkarte oder eine SIM-Karte verwendet. Bei einigen neueren Idol-Varianten ist das ironischerweise kein Hindernis: Hier können gar keine Speicherkarten eingesetzt werden.

Die besten Dual-SIM-Handys von Alcatel

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Alcatel 3 (2019) Gut(2,4)
2 Alcatel 3v Befriedigend(2,7)
3 Alcatel 1X 2019 Ausreichend(3,8)

Wer steckt hinter Alcatel?

Ursprünglich war Alcatel ein französisches Unternehmen. Diese Zeit liegt allerdings schon lang zurück, auch wenn der Name immer noch viele an diese Vergangenheit erinnert. Schon 2005 wurde das Unternehmen von der chinesischen TCL übernommen, also noch lange vor dem Erscheinen des ersten iPhones, mit dem der Siegeszug der Smartphones eingeleitet wurde. TCL wiederum ist ein riesiges Konglomerat verschiedener Subunternehmen aus Shenzhen, die nahezu alle Güter aus dem Bereich der Consumer Elextronics fertigen. Hierbei setzt man vielfach wie bei Alcatel auch auf ehemals europäische Markennamen, hinter denen TCL bewusst zurücktritt.

Autor: Janko