Stärken
Schwächen
Lange Zeit gab es nur eine Möglichkeit, Besteck im Geschirrspüler unterzubringen: senkrecht in einem kleinen Korb im unteren Spülkorb, Zinken und Messerschneide nach oben. Das hatte seine Tücken: Essensreste blieben an Händen und Ärmeln kleben, Besteck fiel gern mal durch in den Unterkorb – und die hochstehenden Zinken wollten beim Ausräumen sorgsam umschifft werden. Nicht zuletzt wurde das Besteck auf diese Weise nicht immer vollständig sauber.
Welche Vorteile bietet eine Besteckschublade?
Viele aktuelle Geschirrspüler setzen auf eine dritte Ebene oberhalb der Spülkörbe: die Besteckschublade. Sie erlaubt es, Messer, Gabeln und Löffel ordentlich nebeneinander aufzureihen. Das hat gleich mehrere Vorteile im Alltag.Beim Einräumen entfällt das Bücken, was besonders für Rückengeplagte eine spürbare Erleichterung ist. Die Wahrscheinlichkeit, mit bereits eingeräumtem, verschmutztem Besteck in Berührung zu kommen, sinkt erheblich. Dass Besteck in die Maschine fällt, ist so gut wie ausgeschlossen. Auch das Ausräumen geht schneller – jedenfalls, wenn man das Besteck beim Einräumen in der Schublade vorsortiert hat.
Dazu kommt ein Reinigungsvorteil: Liegt das Besteck flach und einzeln nebeneinander, kann das Wasser die Zwischenräume zwischen Gabelzinken besser erreichen und hartnäckigere Verkrustungen zuverlässiger lösen. In einer Besteckschublade kommen Besteckteile weniger miteinander in Kontakt, was die Reinigung verbessert und Messer länger scharf hält.
Mehr Stauraum im gesamten Gerät
Wer das Besteck in der Schublade verstaut, gewinnt im Unterkorb wertvolle Stellfläche, zum Beispiel für Auflaufformen, Kochtöpfe und spülmaschinenfeste Pfannen.60-cm-Geschirrspüler mit Besteckschublade nehmen in der Regel 14 Maßgedecke auf, statt der sonst üblichen 12 oder 13. In den schlanken 45-cm-Modellen sind es meist 10 Maßgedecke. Einige Schubladen bieten darüber hinaus eine Vertiefung für Kochkellen, Schneebesen oder kleine Espressotassen – solche Schubladen bieten allerdings nicht alle Hersteller an.
AEG und Miele: MaxiFlex und 3D-Besteckschublade
Bei Miele stehen zwei Varianten zur Wahl: die „Original Besteckschublade“ und die „Patentierte 3D-Besteckschublade“. Letztere lässt sich in Höhe, Breite und Tiefe variieren und eignet sich damit besonders für sperriges Besteck und Kochutensilien.AEG setzt mit seiner MaxiFlex-Schublade auf eine großzügig dimensionierte Variante, die neben Besteck auch Suppenkellen oder Schneebesen aufnimmt.
Bosch, Siemens, Neff und Bauknecht – was bieten die anderen großen Marken?
Alle großen Hersteller haben Geschirrspüler mit Besteckschublade im Programm – in unterschiedlichen Ausführungen und mit verschiedenen Bezeichnungen. Siemens nennt das Feature „varioSchublade“ bzw. „varioSchublade Pro“, Bosch spricht von „VarioSchublade“ und „VarioSchublade Pro“. Neff bietet die „FlexSchublade“ in verschiedenen Ausstattungsstufen an.Bei Bauknecht gibt es eine normale und eine „ProComfor“t-Besteckschublade. Die Komfortvariante verfügt über zwei herausnehmbare Einsätze. Das ist praktisch, weil sich das Besteck damit direkt zur Küchenschublade tragen und dort bequem einsortieren lässt.
Wer kein Premiumbudget mitbringt, muss auf eine Besteckschublade nicht verzichten: Auch Beko und Gorenje bieten entsprechende Modelle zu günstigeren Preisen an.




























