Externe SSD-Festplatten Datenturbo für PC und Notebook
Stärken
Schwächen
Wie beurteilen Fachmagazine externe SSD-Festplatten in ihren Testberichten?
Bei Festplatten spielt die Leistung eine entscheidende Rolle – und hier zeigt sich der klare Vorteil von SSD-Festplatten gegenüber traditionellen, magnetischen HDDs: Sie sind erheblich kompakter und deutlich schneller. Daher sind SSDs und HDDs kaum direkt vergleichbar – insbesondere hinsichtlich der Geschwindigkeit. Moderne Spitzen-SSDs erreichen Lesewerte und Schreibgeschwindigkeiten von deutlich über 1.000 MB/s, während Topmodelle mit USB4- oder Thunderbolt-5-Anschlüssen sogar mehr als 4.000 MB/s schaffen – eine USB-2.0-Schnittstelle würde diese Leistung stark bremsen, da ihre maximale Übertragungsrate deutlich unter jener der Festplatten liegt.
Aus diesem Grund ist mindestens USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) als Mindeststandard bei externen SSDs gefragt, um in Tests gut abzuschneiden. Für noch höhere Geschwindigkeiten kommen Geräte mit USB 3.2 Gen 2x2 (20 Gbit/s), USB4 (40 Gbit/s) oder Thunderbolt 4 beziehungsweise Thunderbolt 5 zum Einsatz. Thunderbolt 5 ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 80 Gbit/s und Datenraten von über 6.000 MB/s – ein Standard, der vor allem bei professionellen Anwendern im Video- und Kreativbereich beliebt ist. Es überrascht daher nicht, dass die schnellsten externen SSDs in Testberichten überwiegend USB4 oder Thunderbolt verwenden. Thunderbolt-Festplatten erreichen in Performance-Tests entsprechend herausragende Wertungen.
In puncto Robustheit schneiden externe SSDs ebenfalls besser ab als externe HDDs, da sie Stürze wesentlich besser verkraften und nicht so schnell beschädigt werden. Magnetische Festplatten können schon durch einen einfachen Fall einen kompletten Datenverlust erleiden. Viele aktuelle SSD-Modelle erfüllen zudem IP-Schutzstandards, die Staub- und Wasserschutz garantieren – ein Aspekt, der in Testberichten oft besonders positiv hervorgehoben wird. Zudem wird eine gute Ausstattung nur dann als Plus bewertet, wenn spezielle Softwarefunktionen integriert sind: Kostenlose Backup-Programme oder Verschlüsselungs-Tools (häufig mit 256-Bit-AES-Hardwareverschlüsselung) kommen bei Testern gut an.
Die Kombination aus sinkenden Herstellungskosten, großer Nachfrage und intensivem Wettbewerb unter den Herstellern hat dazu geführt, dass sich externe SSDs preislich deutlich an klassische Magnetfestplatten angenähert haben. 1-TB-Modelle sind mittlerweile schon ab etwa 60 Euro erhältlich, während 2-TB-Varianten je nach Geschwindigkeit zwischen 120 und 180 Euro kosten. Obwohl SSDs in Sachen Kapazität noch nicht ganz mit externen HDDs mithalten können, kompensieren sie diesen Nachteil durch ihre enorme Geschwindigkeit und ihr kompaktes Format mehr als ausreichend.
Leistungsboost für Betriebssystem und Anwendungen
Der Wechsel von einem PC oder Notebook, das mit einem Betriebssystem auf einer magnetischen Festplatte arbeitet, zu einer SSD-basierten Installation ist ein beeindruckendes Erlebnis. Dank deutlich verkürzter Zugriffszeiten und höherer Übertragungsraten starten Programme wesentlich rascher und das System fährt spürbar schneller hoch. Viele Notebook- und PC-Hersteller verbauen intern NVMe-SSDs für das Betriebssystem und ergänzen diese zusätzlich mit einer großen magnetischen Festplatte oder weiterem Speicher. Diese Kombination erlaubt es, die Vorteile der SSD zu nutzen, während ausreichend Platz für umfangreiche Medienarchive bereitsteht. Auch externe SSDs können als Beschleuniger genutzt werden, indem Programme oder Spiele dort installiert werden – besonders populär sind externe SSDs inzwischen bei Spielkonsolen wie PlayStation 5 oder Xbox Series X/S.
Externe SSD: USB4 und Thunderbolt setzen neue Leistungsmaßstäbe
Heutzutage erfolgt die Anbindung mobiler Speicher überwiegend über USB-Typ-C. Externe SSDs bieten für viele Nutzer eine ausreichende Kapazität, sind robuster und kompakter als externe Magnetfestplatten und kosten oft weniger als USB-Sticks mit vergleichbarem Speicherplatz. Der vielseitige USB-Typ-C-Stecker hat sich dabei seit Jahren etabliert. Je nach Produkt unterstützen diese Anschlüsse USB 3.2 Gen 2, USB 3.2 Gen 2x2, USB4 oder Thunderbolt 4 beziehungsweise Thunderbolt 5.
Für alltägliche Anwendungen – wie das Übertragen von Fotos, Dokumenten oder kleineren Videodateien – reicht USB 3.2 Gen 2 mit praxisnahen Geschwindigkeiten von etwa 800–1.000 MB/s völlig aus. Wer hingegen regelmäßig große 4K- oder 8K-Videodateien bewegt oder im professionellen Kreativbereich tätig ist, profitiert von SSDs mit USB4- oder Thunderbolt-Anschluss. Diese erreichen in der Praxis Transferraten von 2.000 bis über 4.000 MB/s, bei Thunderbolt 5 sogar über 6.000 MB/s. Letztlich entscheidet immer der verwendete USB-Standard über die tatsächliche Leistungsfähigkeit der externen SSD.























































