Stärken
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Günstiger Einstiegspreis, durchgehend unter 500 Euro
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Wärmepumpentechnologie bei neueren Modellen verfügbar
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Easy-Case-System: Tank im Bullauge, leicht zu entleeren
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App-Steuerung (Simply-Fi) bei vielen Modellen serienmäßig
Schwächen
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Kein Feuchtesensor, kein selbstreinigender Kondensator
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Für Dauerbetrieb in großen Haushalten energetisch unterlegen
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Programmangebot schmaler als bei Markengeräten der Mittel- und Oberklasse
Das 1945 in Italien gegründete Unternehmen Candy machte sich zunächst mit Waschmaschinen und Geschirrspülern einen Namen, bevor es das Sortiment auf Kühlschränke und Wäschetrockner ausweitete. In Deutschland vertreibt das Unternehmen seine Geräte unter den Marken Candy und Hoover. Seit 2018 gehört Candy zum chinesischen Haier-Konzern; der Firmensitz liegt nach wie vor in Norditalien. Für wen lohnt sich der Kauf eines Candy-Trockners – und was sagen Tests und Kundenerfahrungen?
Candy-Trockner im Test: selten geprüft, kein Testsieger
Stiftung Warentest hat Candy-Trockner bisher kaum in ihre aktuellen Vergleiche einbezogen. Marken wie
AEG,
Siemens,
Miele oder
Bosch werden in den jährlichen Wäschetrockner-Tests regelmäßig berücksichtigt, Candy nicht. Der bislang letzte Test der Stiftung Warentest, in dem ein Candy-Gerät vorkam, stammt aus dem Jahr 2017: Das
Modell SLH D813A2-84 erhielt zwar noch das Urteil „gut“, belegte aber den vorletzten Platz und schnitt in der Kerndisziplin Trocknen von allen Kandidaten am schlechtesten ab. Im aktuellen Trockner-Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 9/2025) wurden 16 Wärmepumpentrockner geprüft. Testsieger wurde AEG; es war erneut kein Candy-Modell vertreten.
Das Sortiment umfasst Trockner mit sieben, acht, neun und zehn Kilogramm Füllmenge. Die Trommeln bestehen in der Regel aus Inox-Stahl. Viele aktuelle Modelle lassen sich per WLAN oder Bluetooth über die Candy-eigene Simply-Fi-App steuern. Komfortmerkmale wie eine Startzeitverzögerung sind aber nur bei einem Teil der Modelle verfügbar, und das Programmangebot – etwa für Wolle oder empfindliche Textilien – fällt schlanker aus als bei Markengeräten der Oberklasse. Auf einen elektronischen Feuchtesensor oder einen selbstreinigenden Kondensator müssen Käuferinnen und Käufer bei Candy ganz verzichten. Der Gegenwert für diese Abstriche: Candy-Trockner sind durchgehend im Preissegment bis etwa 500 Euro erhältlich. Ein klarer Kaufvorteil für preisbewusste Haushalte.
Der Easy-Case-Tank sitzt im inneren Bullauge des Trockners und lässt sich einfach entnehmen und entleeren. (Bild: candy.de)
Innovation: das Easy-Case-System
Eine echte Besonderheit im Candy-Sortiment ist das
Easy-Case-System: Statt eines herkömmlichen Kondenswasserbehälters in der Sockelzone befindet sich der Tank direkt im inneren Bullauge. Er fasst bis zu fünf Liter Kondenswasser, der Füllstand ist durch die transparente Wandung gut erkennbar. Die Entnahme und Entleerung ist einfach, eine vollständige Leerung nach jedem Trocknungsgang ist je nach Beladung aber nicht immer nötig. Ob dieses Konzept im Alltag als Vorteil empfunden wird, hängt von persönlichen Vorlieben ab: Wer den Tank lieber unten greifbar hat, ist mit klassischen Modellen besser bedient.
Energieeffizienz: Wärmepumpentechnik, aber mit Abstrichen
Candy setzt bei neueren Modellen auf
Wärmepumpentechnologie und damit grundsätzlich auf die sparsamste Trocknerart. Allerdings ist zu beachten: Seit Juli 2025 gilt für Wäschetrockner ein neues EU-Energielabel mit der Skala A bis G, ähnlich wie bereits für Waschmaschinen oder Kühlschränke. Candy-Modelle, die vormals als A++ oder A+++ eingestuft waren, fallen unter dem neuen Label in niedrigere Klassen. Beim Kauf lohnt deshalb ein genauer Blick auf das aktuelle Etikett. Der jährliche Stromverbrauch variiert je nach Modell und Beladung – für Großfamilien oder Haushalte mit täglichem Trocknergebrauch sind energieeffizientere Geräte anderer Marken langfristig oft wirtschaftlicher.
Kundenmeinungen: zufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis
Käuferinnen und Käufer bewerten Candy-Trockner überwiegend positiv; vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis und die einfache Bedienung werden gelobt. Kritik gibt es gelegentlich an der Trocknungsleistung bei voller Beladung und am vergleichsweise lauten Betriebsgeräusch. Das Easy-Case-System wird von den meisten Menschen als praktisch bewertet.
Für wen lohnt sich der Kauf?
Ein Candy-Trockner ist eine vernünftige Wahl für Einzel- oder Zweipersonenhaushalte, die einen günstigen
Kondensations- oder Wärmepumpentrockner suchen und auf Komfortextras verzichten können. Wer täglich trocknet, die Wäsche einer großen Familie zu trocknen hat oder langfristig auf Energiekosten achten möchte, ist mit einem Testsieger oder einem anderen gut bewerteten Modell aus dem
aktuellen Stiftung-Warentest-Vergleich besser beraten.