Das Wichtigste auf einen Blick:
- Stärke: großes Fassungsvermögen (8–10 kg) zu günstigen Anschaffungspreisen
- Schwäche: Trocknungsleistung und Handhabung nur mittelmäßig in unabhängigen Tests
- Bei Stiftung Warentest regelmäßig auf den hinteren Plätzen
- Neuere Modelle bieten App-Steuerung und mehr Programme als früher
- Für kinderreiche Haushalte mit Fokus auf Preis und Kapazität eine Option
- Bei Langzeitkosten und Qualität besser auf AEG, Miele oder Beko setzen
Ein älteres Testmodell von Hoover: der Wärmepumpentrockner VTH 980 NA2C-84. Das aktuelle Sortiment ist deutlich weiterentwickelt. (Bild: amazon.de)
Hoover ist seit 1999 Teil der Candy-Hoover Group, die heute zur chinesischen Haier-Gruppe gehört. Hierzulande konnten sich die Großgeräte der Marke nie wirklich in der Breite durchsetzen. Die Konkurrenz inländischer Hersteller war und ist schlicht zu groß. Dennoch bietet Hoover in Deutschland weiterhin Haushaltsgroßgeräte an, darunter eine kleine, aber wachsende Auswahl an Wäschetrocknern. Das Sortiment aus Kondens- und Wärmepumpentrocknern richtet sich vor allem an Familien bzw. größere Haushalte.
Im Vergleich können Hoover-Trockner selten überzeugen
Im direkten Vergleich mit Wäschetrocknern anderer Hersteller sind Hoover-Geräte in unabhängigen Tests häufig unter den Schlusslichtern zu finden. In den Vergleichstests der Stiftung Warentest aus den Jahren 2022 und 2021 landeten Hoover-Modelle auf dem letzten Platz mit den Noten „befriedigend“ oder „ausreichend“. Trocknungsleistung und Handhabung wurden dabei als bestenfalls mittelmäßig bewertet. Im Bügelfeucht-Programm war es laut einem Stiftung-Warentest-Vergleich der Hoover, dem dieses Ergebnis nicht gelang – als einzigem Gerät im Testfeld. Kundenmeinungen fallen dagegen freundlicher aus und bescheinigen den Geräten im Alltag eine solide Leistung.In neueren Stiftung-Warentest-Tests taucht Hoover kaum noch auf: Im August 2025 kamen 16 neue Trockner in die Datenbank, Hoover war nicht darunter.
Viel Fassungsvermögen und erschwingliche Preise, aber Vorsicht beim Energieverbrauch
Die meisten Hoover-Trockner sind für große Füllmengen von acht bis zehn Kilogramm ausgelegt, womit auch kinderreiche Haushalte ihren Wäschesturm bewältigen können. Was dabei gefällt: Die Geräte sind vielfach überraschend preiswert.Lassen Sie sich jedoch nicht unüberlegt von einem günstigen Preis blenden. Was Sie bei der Anschaffung sparen, könnten Sie am Ende des Jahres mit der Stromrechnung wieder drauflegen. Zwar bietet Hoover ausschließlich Wärmepumpen- und Kondensationstrockner an – die deutlich sparsameren Ablufttrockner sind ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Aber auch innerhalb dieser Kategorien gehören Hoover-Geräte nicht zu den effizientesten auf dem Markt.
Seit Juli 2025 gilt ein neues EU-Energielabel für Trockner, das die bisherigen Plusklassen (A+++, A++, A+) durch eine schlichte Skala von A bis G ersetzt. Die alten und neuen Klassen lassen sich nicht direkt vergleichen, da auch die Messverfahren geändert wurden.
Beziehen Sie bei Ihrer Produktwahl in jedem Fall einen Stromkostenrechner ein. Auf zehn Jahre gerechnet macht sich ein effizienteres, aber in der Anschaffung etwas teureres Gerät sehr wahrscheinlich bezahlt.
Ausstattung: Moderner als früher, aber weiterhin mit Abstrichen
Hoover hat sein Sortiment in den letzten Jahren merklich weiterentwickelt. Viele aktuelle Modelle bieten nun App-Steuerung über WLAN oder NFC, ein AquaVision-Bullauge mit sichtbarer Kondenswasserfüllstandsanzeige sowie 12 bis 16 Trockenprogramme. Funktionen wie Knitterschutz und Startzeitvorwahl sind bei neueren Modellen ebenfalls an Bord.Dennoch gilt weiterhin: Den auf den ersten Blick günstigen Preis erkauft man sich häufig mit Einschränkungen. Displays fallen bisweilen kleiner aus als bei der Konkurrenz und auf echte Premium-Extras wie Dampfzufuhr zur Auffrischung nur kurz getragener Kleidung muss die Kundschaft verzichten. Im Test funktionierte beim Hoover auch die WLAN-App-Verbindung nicht zuverlässig; zwischen Gerät und Mobilgerät kam keine stabile Verbindung zustande. Wirklich leise sind die Geräte in den meisten Programmen leider auch nicht.
Wer ein großes Fassungsvermögen zu einem günstigen Preis sucht und bereit ist, bei Testergebnissen und einigen Komfort-Details Abstriche zu machen, kann bei Hoover fündig werden. Wer hingegen auf sehr gute Trocknungsleistung und niedrige Langzeitbetriebskosten setzt, sollte den Vergleich mit den aktuellen Testergebnissen von zum Beispiel AEG, Miele oder Beko ziehen, die in Stiftung-Warentest-Tests regelmäßig besser abschneiden.





















