Stärken
Schwächen
Wer einen hat, wird ihn nicht mehr missen wollen: Trockner schonen die Textilien, sorgen für flauschig-weiche Kleidung und sparen im Vergleich zum Trocknen an der Wäscheleine wertvolle Zeit. Moderne Geräte haben dabei ihren schlechten Ruf als Energieverschwender längst abgelegt. Die sparsamsten tragen die beste Effizienzklasse A auf dem EU-Label.
Hintergrund: Während bereits seit März 2021 für Waschtrockner, Waschmaschinen, Kühlschränke sowie Gefriergeräte, Weinkühlschränke und Geschirrspüler ein neues EU-Energielabel mit Energieeffizienzklassen von A bis G gilt, wurde das neue EU-Label für Trockner erst im Juli 2025 eingeführt.
Wie schneiden Wärmepumpentrockner in Tests ab?
Kurz gesagt: Die Mehrheit der Modelle überzeugt, Ausnahmen sind eher selten. Wärmepumpentrockner von bekannten Marken wie AEG, Bosch oder Miele sowie günstigere Anbieter wie Beko werden von Fachmagazinen regelmäßig sorgfältig geprüft. Die Prüfungen zeigen, dass moderne Geräte die Wäsche hocheffizient und energiesparend trocknen. Allerdings offenbaren viele Maschinen einheitliche Schwächen bei der Programmdauer. Dieses Manko ist auf die schonende Trocknungstechnik mit niedrigeren Temperaturen zurückzuführen. Im Vergleich dazu arbeiten herkömmliche Ablufttrockner oder Kondenstrockner mit deutlich höherer Hitze und sind dadurch schneller.Wo liegen die Unterschiede zwischen den Trocknertypen?
Die meisten Wäschetrockner verfügen über eine vielfältige Programmauswahl, die auf verschiedene Textilarten abgestimmt ist und ein optimales Trocknungsergebnis gewährleisten soll. Im Test zeigen sich jedoch Unterschiede: Oftmals entspricht die tatsächliche Trocknungsleistung nicht ganz den Herstellerangaben. Die Prüfungen erfolgen beispielsweise mit dem Baumwollprogramm in Varianten wie 'Baumwolle schranktrocken', damit ein Vergleich möglich wird.Testmagazine honorieren vor allem jene Modelle, die mit nützlichen Komfortfeatures ausgestattet sind, zum Beispiel einem selbstreinigenden Kondensator.
Aktueller Test von Stiftung Warentest
Stiftung Warentest bewertet ausschließlich Geräte mit Wärmepumpentechnologie. Ein Wärmepumpentrockner ist eine Weiterentwicklung des Kondenstrockners, erkennbar an der integrierten Wärmepumpe, die der Energieeffizienz zugutekommt. Ältere Trockner-Modelle, etwa Ablufttrockner, verbrauchen deutlich mehr Strom und sind auf Dauer unwirtschaftlich. Dennoch gibt es auch unter den Stromsparern deutliche Unterschiede beim Verbrauch – natürlich beeinflussen außerdem die Wäschemenge, die gewählte Trockenart und die Restfeuchte nach dem Waschen den Strombedarf. Die sparsamsten (und in der Anschaffung teuersten) Modelle finden Sie in der besten Energieeffizienzklasse A. Nur sehr wenige Geräte mit Wärmepumpe sind schwächer als Energieklasse E. Ein guter Kompromiss zwischen Anschaffungs- und Verbrauchskosten findet sich in Energieklasse C.
Wärmepumpentrockner und Kondenstrockner im Vergleich
Was unterscheidet Wärmepumpentrockner von klassischen Kondenstrocknern? Der zentrale Unterschied liegt in der Art und Weise, wie die Luft erhitzt und wie die feuchte Luft nach dem Trocknen wieder abgekühlt wird. Sowohl Kondens- als auch Wärmepumpentrockner sammeln das beim Trocknen entstehende Wasser in einem Auffangbehälter, der regelmäßig geleert werden muss. Während bei Kondenstrocknern die Luft mit einem Heizstab erwärmt und anschließend mithilfe von Raumluft abgekühlt wird, nutzt ein Wärmepumpentrockner auch die Wärme der Abluft. Die Wärmepumpe erhitzt die Luft auf die erforderliche Trocknungstemperatur und kühlt sie nach der Feuchtigkeitsaufnahme wieder ab. Dabei entsteht Energie, die im geschlossenen Kreislauf genutzt wird. Das sorgt für einen deutlich geringeren Stromverbrauch bei der erneuten Lufterwärmung und stellt somit einen klaren Umwelt- und Kostenvorteil dar.Das Ausstattungsangebot im Blick
Bei der Wahl eines Wäschetrockners spielen natürlich entscheidende Kriterien wie Energieverbrauch, Fassungsvermögen und Preis eine wichtige Rolle. Dennoch empfiehlt es sich, ähnlich wie bei Waschmaschinen, auch auf die verfügbaren Programme und Extras zu achten.Standardprogramme wie Baumwolle, Pflegeleicht oder Sparprogramme sind inzwischen bei so gut wie allen Wärmepumpentrocknern vorhanden – egal, ob von bekannten Marken wie AEG, Siemens oder Miele oder von weniger prominenten Herstellern wie Amica oder Candy. Deutliche Unterschiede zeigen sich meist bei den Zeitprogrammen und optionalen Zusatzfunktionen. So sorgt der Knitterschutz dafür, dass die Trommel nach Programmende sich in regelmäßigen Abständen weiterdreht, wenn die Wäsche nicht unmittelbar entnommen wird – das erleichtert das anschließende Bügeln enorm. Mit der Funktion Schontrocknen können auch empfindliche Textilien wie Sportbekleidung, Unterwäsche oder Gardinen besonders schonend behandelt werden.
Wärmepumpentrockner benötigen Pflege
Nach jedem Gebrauch sollten Sie den Kondenswasserbehälter leeren (sofern vorhanden) und das Flusensieb von Faserrückständen befreien. Zusätzlich ist es wichtig, den Wärmetauscher regelmäßig zu säubern. Modelle mit selbstreinigendem Kondensator erledigen diese Reinigung automatisch, indem das Kondenswasser den Kondensator und Filter bei jedem Trockenvorgang mehrfach durchspült. Das ist vor allem für die praktisch denkenden Nutzer eine große Erleichterung. Das Flusensieb muss jedoch weiterhin manuell gereinigt werden, um eine einwandfreie Funktion dauerhaft sicherzustellen.Jedes Kleidungsstück ist mit einem Pflegeetikett versehen, das Auskunft darüber gibt, ob und wie heiß es gewaschen und getrocknet werden darf. Hier finden Sie eine Übersicht zu den Pflegesymbolen beim Trocknen.


























