Das Wichtigste auf einen Blick:
- Stiftung Warentest: Gute Kinder-Fahrradhelme kosten nicht viel
- Teure „MIPS“-Helme lohnen sich nicht
- Größenwahl: richtige Helmgröße ermitteln
- Unverzichtbar: Durchzug, Insektenschutz und Sichtbarkeit.
Hochwertige Helme sind bereits für kleines Geld erhältlich – entscheidend ist jedoch, dass sie richtig passen. (Bild: Shutterstock / Halfpoint)
Das Angebot bei Kinder-Fahrradhelmen ist vielseitig und die Preisspanne groß. Die farbenfrohen Schutzausrüstungen finden sich sowohl beim Discounter als auch in spezialisierten Fachgeschäften. Kinderhelme gibt es schon für wenige Euro, aber auch für Preise von bis zu 100 Euro. Anhand des Preises lässt sich der Schutz jedoch nicht sicher einschätzen.
Stiftung Warentest: Effektiver Schutz schon günstig zu haben
Der Stiftung Warentest zufolge müssen Sie für einen sicheren und bequem sitzenden Kinder-Fahrradhelm nicht viel ausgeben. Im zuletzt veröffentlichten gemeinsamen Test von Stiftung Warentest und ADAC (04/2022) erhielten fünf von 18 Kinderfahrradhelmen im Preisbereich von 12 bis 100 Euro das Urteil „gut". Darunter befand sich auch ein Modell von Lidl (Crivit) für nur 12 Euro. Testsieger wurde der Abus Youn-I 2.0 mit der Note 2,2 – er schnitt in keiner Kategorie schlechter als „gut" ab. Hinweis: Stiftung Warentest und ADAC haben im Herbst 2025 erneut 18 Kinderfahrradhelme getestet; die vollständigen Ergebnisse sind auf test.de verfügbar. Alle getesteten Helme pufferten den Aufprall in den Crashtests deutlich ab – es gab aber Unterschiede beim Seitenbereich (Schläfenschutz) sowie beim Lockerwerden der Riemen unter Belastung.MIPS-Helme bieten keinen klar messbaren Vorteil – Schadstoffe beachten
Das System „MIPS" (Multi Directional Impact Protection System) verwendet eine bewegliche Kunststoffeinlage, die bei Stürzen Drehkräfte abfangen soll. Laut Stiftung Warentest bringt das keinen eindeutig messbaren Sicherheitsvorteil im Vergleich zu gut konstruierten Helmen ohne MIPS – manche MIPS-Modelle schnitten bei Stoßtests sogar schlechter ab als Helme ohne diese Technik. Zudem sind sie in der Regel teurer und etwas schwerer. Wichtiger ist dagegen ein anderer Aspekt: Beim letzten Test fiel ein Modell trotz exzellentem Unfallschutz wegen zu hoher Schadstoffbelastung im Kinnpolster mit der Note „mangelhaft" durch. Es lohnt sich also, auf Schadstofffprüfungsergebnisse in unabhängigen Tests zu achten.Die richtige Helmgröße: So ermitteln Sie sie
Kinder-Fahrradhelme sind meist in verschiedenen Größen erhältlich, welche sich am Kopfumfang in Zentimetern orientieren – von etwa 46 bis 58 cm. Viele Helme verfügen über ein Einstellrad im Nackenbereich, mit dem die Weite millimetergenau angepasst werden kann. Wichtig ist, dass der Helm sicher sitzt, ohne zu wackeln oder zu drücken, und etwa 1–2 cm oberhalb der Augenbrauen aufliegt. Stiftung Warentest weist darauf hin, dass der Kopfumfang nur der groben Orientierung dient: Die individuelle Kopfform kann dazu führen, dass ein Helm bei einem Kind passt, beim nächsten aber nicht. Unser Tipp: Immer vorher anprobieren. In der Bestenliste können Sie die Auswahl auch nach Größen filtern.


























