Stärken
Schwächen
Was verraten Testberichte über All-In-One-PCs?
Der Begriff verrät es schon: All-In-One-PCs vereinen alle notwendigen Komponenten, die man sonst separat zusammenstellen müsste. Dazu gehören neben dem PC und dem Monitor auch Tastatur und Maus, Lautsprecher sowie eine Webcam. Was vielen jedoch nicht sofort klar ist: Der Großteil dieser Bestandteile, inklusive des PCs selbst, befindet sich im Gehäuse des Monitors. Dadurch sind diese Geräte besonders platzsparend, mobil und elegant – was allerdings auch gewisse Kompromisse mit sich bringt. Genau diese Aspekte nehmen Testmagazine besonders genau unter die Lupe.Weil die einzelnen Bauteile kaum austauschbar sind, muss deren Qualität besonders hoch sein. Das trifft vor allem auf das Display zu, das nur selten später gewechselt werden kann. Das ist aber meist auch nicht nötig, denn professionelle Tester bestätigen den Bildschirmen durchweg eine ausgezeichnete Qualität. Im Gegensatz zu herkömmlichen Monitoren zeigt sich hier eine deutlich geringere Schwankungsbreite. Besonders Modelle, die auf Grafikbearbeitung ausgelegt sind, können problemlos mit den besten eigenständigen Monitoren mithalten. Viele aktuelle Premiummodelle bieten zudem Touchscreen-Funktionalität, die insbesondere in Kombination mit Stift-Eingabe für kreative Anwendungen geschätzt wird.
Häufig befindet sich die gesamte Technik im Monitor oder ist als kleine Box hinten angebracht. Beim HP Envy 34-b000ng hingegen steckt die Technik in einem entsprechend massiven Standfuß. (Bildquelle: store.hp.com)
Typischerweise ergeben sich die größten Einschränkungen auf der Leistungsebene. In vielen Geräten kommt Notebook-Hardware zum Einsatz, da diese weniger Wärme produziert, eine kompaktere Kühlung ermöglicht und generell weniger Platz benötigt. Eine wichtige Ausnahme bilden All-In-One-PCs mit ARM-Prozessoren, allen voran der Apple iMac mit Apples M-Chips (aktuell M4): Diese Geräte arbeiten nahezu lautlos, da sie kaum aktive Kühlung benötigen, und bieten gleichzeitig eine Leistung, die für die meisten Alltagsaufgaben mehr als ausreichend ist. Windows-basierte AiO-PCs setzen dagegen überwiegend auf Intel- oder AMD-Prozessoren und benötigen je nach Ausstattung eine aktive Kühlung, die sich bei höherer Last durch Lüftergeräusche auf Kopfhöhe bemerkbar machen kann. Wer seinen All-In-One-PC zum Videoschnitt nutzen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass die Tester eine dedizierte Grafikkarte und nicht nur eine mobile Variante hervorheben.
In jüngeren Tests wird zunehmend auch auf integrierte KI-Funktionen geachtet: Sowohl Apples Apple Intelligence als auch Microsofts Copilot+-Features auf Windows-Geräten stellen neue Testkriterien dar, die bei aktuellen Modellen eine wachsende Rolle spielen.
Außerdem achten Testberichte auf die Aufrüstmöglichkeiten der Systeme. Neben den Leistungseinschränkungen ist die Wartung bei solchen Komplettsystemen oft problematisch. Einige Modelle erlauben sogar den Austausch des Displays, in den meisten Fällen beschränken sich mögliche Änderungen jedoch – ähnlich wie bei Laptops – auf den Austausch von Arbeitsspeicher und Massenspeicher wie Festplatte oder SSD. Manchmal lässt sich auch die Lüftereinheit reinigen, das war es aber meistens.
Sind All-in-One-PCs zum Gaming geeignet?
Im Preissegment unter 1.000 Euro sind All-In-One-PCs mit leistungsfähigen Grafikchips eher selten, weshalb sie meist nur ältere oder einfachere Spiele flüssig darstellen können. Oberhalb der 1.000-Euro-Marke gibt es durchaus Modelle mit stärkeren Grafikkarten, die allerdings bei gleicher Preisklasse meist nicht ganz mit Desktop-PCs mithalten können. Aktuelle Spiele bewältigen diese Geräte auf dem Niveau der High-End-Mobilgrafikchips zwar, jedoch müssen Nutzer in Bezug auf Details und Auflösung Abstriche machen.Wie kann ich meinen All-in-One-PC aufrüsten?
All-In-One-PCs sind meist kompakte, geschlossene Systeme, bei denen ein Austausch von Komponenten schwierig ist. Einige Geräte verfügen allerdings über Wartungsklappen, die den Zugriff auf den Arbeitsspeicher oder die Festplatte ermöglichen. Ein RAM-Upgrade kann die Leistung deutlich verbessern, vor allem wenn mehrere Programme parallel laufen und das System ausbremsen. Die meisten All-In-One-PCs verwenden SO-DIMM-Riegel, wie sie auch in Notebooks üblich sind. Bei ARM-basierten Modellen wie dem Apple iMac ist der Arbeitsspeicher fest verlötet und nicht nachträglich erweiterbar – die Konfiguration muss daher bereits beim Kauf sorgfältig gewählt werden.
Ein All-In-One-PC mit geöffneter Wartungsklappe. Die Festplatte (Mitte) kann hier problemlos ausgetauscht werden. (Bildquelle: amazon.de)





















