Mainboards

2.100
Verbreitertes ATX mit mehr Erweiterungsmöglichkeiten für große Gehäuse.
eATX Test 2018

Ratgeber zu Mainboards

Das Herzstück eines jeden PCs

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Das Mainboard ist der Grundbaustein eines PC-Systems
  2. Mainboards punkten mit einer langen Produktlebensdauer
  3. Ein Prozessor-Wechsel führt häufig zwingend einen Mainboard-Neukauf nach sich
  4. In verschiedenen Größen verfügbar
  5. Die Wahl des Mainboards bestimmt über die kompatible Hardware

Wie bewerten Testmagazine Mainboards in ihren Testberichten?

MSI ATX Mainboard Ein Mainboard im ATX-Formfaktor mit großen Kühlkörpern und verschiedenen PCI-Schnittstellen (unten links). (Bildquelle: amazon.de)

Mainboards werden vor allem von Magazinen getestet, die sich an fortgeschrittene PC-Anwender richten. Prominente Vertreter sind dabei unter anderem die „c’t“, „Toms Hardware“ und „PC Games Hardware “. Das Hauptaugenmerk liegt bei fast allen Vergleichstests auf der Ausstattung des Mainboards, da hier die größten Unterschiede zwischen den Produkten festzustellen sind. Die technische Leistung in Form von Übertragungsraten und Schnittstellenanbindungen trägt heutzutage nur noch minimal zur Performance des PC-Systems bei, bleibt aber weiterhin ein Aspekt, den die Tester in Produktvergleichen in Augenschein nehmen.
Bei den Schnittstellen sind vor allem die PCI-Express-Anschlüsse wichtig. Ein gutes Mainboard muss nicht nur genug PCI-Anschlüsse erlauben, sondern auch eine uneingeschränkte gleichzeitige Nutzung mehrerer Slots unterstützen. Viele Mainboards schränken nämlich die Bandbreite der verbleibenden PCIe-x4- und PCIe-x1-Slots ein, wenn bereits ein Slot genutzt wird.
Die kompakten PCIe-Express-3.0-x4-Lanes erlauben die Erweiterung des Systems um Steckkarten, zum Beispiel für WLAN, weitere USB-Anschlüsse oder Thunderbolt.
Auf dem Mainboard befindet sich zudem der Soundchip, der maßgeblich für die Audioqualität des PC-Systems verantwortlich ist. Hochwertige Soundlösungen werden von Testmagazinen besonders hervorgehoben.
Viele Mainboards bieten außerdem eine Reihe von Onboard-Softwarefunktionen für PC-Bastler und Übertaktungsfreudige. In Vergleichstests, die ihren Fokus auf die Leistung setzen, sorgen solche Funktionen – sofern sie denn gut umgesetzt sind – für Vorteile bei der Notenvergabe.
Zu guter Letzt bleiben noch die Emissionswerte, sprich Stromverbrauch und Temperatur. Hochwertige Mainboards punkten vor allem mit einem niedrigen Energieverbrauch im Leerlauf. Unter Last sind die Verbrauchswerte unter den Mainboards sehr ähnlich. Testmagazine achten außerdem auf aufwendige Kühlsysteme, die die Lebensdauer des Gerätes noch einmal deutlich steigern können.

Worauf muss vor dem Mainboard-Kauf geachtet werden?

Anschlussleiste eines Mainboards Das Schnittstellenangebot sollte alle Geräte abdecken, die man an den PC anschließen möchte. (Bildquelle: msi.com)

Mit der Entscheidung für ein Mainboard entscheidet man sich auch für eine Plattform: Der verbaute Sockel bestimmt, welche Prozessoren in den PC eingebaut werden können. Mainboards sind aktuell entweder für Intel-Prozessoren oder AMD-Prozessoren konzipiert.
Der Formfaktor des Sockels schränkt zudem die nutzbaren Modelle (und damit Kernzahlen und Technologien) ein. Anzumerken ist hier jedoch, dass die Lebensdauer der Sockel-Formfaktoren in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. So ist zum Beispiel Intels Sockel 1151 rund ein halbes Jahrzehnt aktuell geblieben.
Neben dem Prozessorsockel ist auch der Formfaktor entscheidend. Die meisten Midi- und Big-Tower-PC-Gehäuse sind für ATX- und mATX-Mainboards ausgelegt. Vor dem Kauf eines kompakten (Mini-)ITX-Mainboards sollte man sich darüber informieren, ob für dieses auch die passenden Bohrungen im Gehäuse vorhanden sind.
Des Weiteren ist es sinnvoll, eine Liste mit Geräten zu führen, die man an das Mainboard anschließen möchte. Dadurch bekommt man eine Übersicht, welche Schnittstellen benötigt werden oder wie viele PCIe-x4-Steckplätze für Erweiterungskarten vonnöten sind.

Wie aktualisiert man den Treiber des Mainboards?

Treiberupdates dienen bei Mainboards vor allem der Systemstabilität und der Sicherheit. Da der Prozess aber immer mit Risiken verbunden ist, empfehlen wir Firmware-Upgrades nur, wenn Sicherheitslücken bekannt geworden sind oder Inkompatibilitäten mit der verwendeten Hardware auftreten.

Der Installationsprozess für Mainboard-Treiber unterscheidet sich nicht wesentlich von üblichen Treiberinstallationen. Sie werden von den Herstellern in Form von praktischen Installationsroutinen auf der Produkt-Webseite zum Download angeboten und lassen sich einfach über die Oberfläche des Betriebssystems installieren. Dabei kann das System kurz ins Stocken geraten, es ist also ein wenig Geduld gefragt.

Muss Windows nach einem Mainboard-Wechsel neu installiert werden?

Prinzipiell ist Windows auch nach einem Mainboard-Tausch lauffähig. Sollte es aber ein Modell mit einem anderen Chipsatz sein, empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen eine Neuinstallation, um etwaige Hardware-Komplikationen zu vermeiden.

Auch wenn Windows ohne Neuinstallation mit dem neuen Mainboard wieder startet, ist eine erneute Aktivierung der Windows-Lizenz vonnöten. Hier ist erfahrungsgemäß die Kontaktaufnahme mit dem Microsoft-Kundendienst die bequemste Methode.

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