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Ratgeber zu Filter-Kaffeemaschinen

Filter-Kaffeemaschinen

Unsere Kriterien für gute Filter-Kaffeemaschinen auf einen Blick:

  • aromatischer Kaffee, der weder bitter noch sauer schmeckt
  • brüht bei Wassertemperaturen zwischen 92 °C und 96 °C
  • Wasserbehältnis, das sich abnehmen und damit leicht unter dem Wasserhahn reinigen lässt
  • kann mit einem integrierbaren Wasserfilter versehen werden, um Verkalkungen und geschmacksverändernden Ablagerungen vorzubeugen
  • verfügt über ein Mahlwerk mit vielen Stufen, das Bohnen frisch und aromenschonend zerkleinert

Die Zubereitung: Der Geschmack ist das A und O
In jedem zweiten Haushalt ist statistisch gesehen eine Filter-Kaffeemaschine zu finden. Was Nutzer von einem guten Exemplar erwarten, haben wir bei ihnen direkt erfragt. Wenig überraschend geht nichts über den Geschmack und damit indirekt die Zubereitung. Welches Ergebnis am Ende in der Kanne landet, wird hauptsächlich durch die Wahl der richtigen Bohnen beeinflusst. Aber auch die Wassertemperatur spielt eine entscheidende Rolle: Weder darf sie den Siedepunkt von 100 °C erreichen, noch sollte das Wasser kühler als 85 °C sein – der Kaffee wird sonst zu sauer oder bitter.

Ob das Ergebnis am Ende mundet, ist ebenso von der Extraktionszeit abhängig. Wird das Pulver zu lange durchfeuchtet, landen zu viele Bitterstoffe im Kaffee. Eine zu kurze Kontaktzeit lässt hingegen laschen, dünnen Kaffee entstehen. Bei unserer Marktrecherche stellen wir fest: Dieses Problem haben die Hersteller schon erkannt. Sie haben viele ihrer Produkte mit einer sogenannten Aromafunktion ausgestattet, mit deren Hilfe Du die Kaffeestärke ohne eine Veränderung der Kaffeemenge variieren kannst. Wenn Du also morgens lieber starken und abends bevorzugt milden Kaffee trinkst, musst Du Dich nicht mehr mit Löffeleinheiten herumschlagen.

Die Bedienung: Mittlerweile komfortabel im Umgang

Grundig KM 6330 Wenn die Kanne entnommen wird, tropft kein Kaffee nach (Quelle: amazon.de)

Auch der Komfort ist den von uns befragten Verbrauchern wichtig. Viele kennen und schätzen den mittlerweile üblichen Tropfstopp. Im Alltag bietet er gerade Ungeduldigen einen wesentlichen Vorteil: Wer nicht darauf warten will bis die Kaffeekanne komplett gefüllt ist, kann sie bei einigen Maschinen einfach schon vorher herausziehen.

Der Brühvorgang wird automatisch unterbrochen und läuft erst dann weiter, wenn die Kanne wieder unter dem Auslass steht. Doch Obacht: Auch das verschont Dich nicht zwingend vor Kleckereien. Manche Maschinen lassen Dir nur wenig Zeit bis das zurückgestaute Wasser schließlich doch oben aus dem Filter quillt.

Die Reinigung: Voraussetzung für langen, hygienischen Kaffeegenuss
Nicht damit gerechnet haben wir damit, dass den von uns befragten Verbrauchern ein abnehmbarer Wassertank eher unwichtig ist. In unseren Augen ist dieses Merkmal im täglichen Umgang wirklich nützlich, schließlich muss zum Wiederbefüllen nicht die Kaffeekanne verwendet werden. Bei einigen Modellen weichen die beiden Füllmengen so voneinander ab, dass Du bei Unachtsamkeit etwas häufiger den Lappen in die Hand nehmen musst.

Damit Dich Deine Filter-Kaffeemaschine möglichst lange begleitet, ist sie regelmäßig zu entkalken. Dem kommen die Hersteller mittlerweile mit einigen nützlichen Funktionen entgegen. So verfügen manche Maschinen über eine Verkalkungsanzeige. Für Nutzer und uns gleichermaßen unerwartet stellte sich im Laufe der Produktauswertungen heraus: Diese bildet ausdrücklich nicht den tatsächlichen Kalkbefall ab, sondern weist darauf hin, wann vorsorglich die nächste Entkalkung stattfinden sollte.

In unseren Augen hilfreich, jedoch von den Herstellern überbeworben, ist das Entkalkungsprogramm. Um die Bestandteile und Leitungen von Ablagerungen zu befreien, braucht es an und für sich kein Extra-Programm. Den Entkalker kannst Du bei jeder beliebigen Maschine im normalen Brühvorgang durch die Maschine laufen lassen. Die Ergebnisse sind in der Regel dieselben, nur dass Du selbst auf das gute Nachspülen achten musst, um geschmacksverändernde Rückstände gründlich zu beseitigen.

Ausstattung: Krönt den Kaffeegenuss

Rosenstein & Söhne KF-615 Ein integriertes Mahlwerk ist mittlerweile auch in einigen Filter-Kaffeemaschinen zu finden (Quelle: rosensteinundsoehne.com)

Pad- und Kapselmaschinen, Kaffee auf Knopfdruck aus Kaffeevollautomaten – die Weiterentwicklungen in der Kaffeewelt haben auch vor den klassisch anmutenden Filter-Kaffeemaschinen nicht haltgemacht. Stark im Kommen sind Geräte, die über ein integriertes Mahlwerk verfügen.

Das ist erfreulich, da gemahlene Bohnen durch Sauerstoff und Licht sehr schnell Aromen verlieren. Diese verflüchtigen sich und landen nicht – wie gewünscht – in der Tasse. Verfügt eine Filter-Kaffeemaschine über ein Mahlwerk, achte darauf, dass Du zwischen mehreren Mahlgraden wählen kannst. Hierdurch lässt sich das Geschmackserlebnis besser individualisieren. Wir sind von diesem Trend begeistert.