Motorradreifen

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Ratgeber zu Motorradreifen

Bauarten

Bild: Dunlop

Motorradreifen lassen sich nach ihrer Bauart in drei Gruppen einteilen. Am gebräuchlichsten und daher als Standardreifen zu bezeichnen ist der Diagonalreifen. Die Bezeichnung rührt von dem schräg zur Laufrichtung angeordneten Gewebelagen der Karkasse, also des tragenden Reifenunterbaus, her, deren Fäden vornehmlich aus Kunstfasern wie Ryan oder Nylon bestehen. Diagonalreifen besitzen aufgrund stabiler Seitenbereiche einen hohen Schlagschutz, weswegen sie häufig im Gelände Verwendung finden. Die einfache Konstruktion des Reifens lässt maximale eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h zu.

Der Radialreifen wiederum ist für hohe Geschwindigkeiten optimiert und sehr formstabil, was im direkten Vergleich mit einem Diagonalreifen besonders deutlich wird. So dehnt sich dieser bei über 200 km/h bis zu 2 Zentimeter im Durchmesser aus, während es bei einem Radialreifen nur wenige Millimeter sind. Möglich macht dies ein zusätzlicher, unterhalb der Lauffläche angebrachter Gürtel, der sich auch bei großen Fliehkräften nicht verformt und sich daher stabilisierend auswirkt. Außerdem sorgen Materialeinsparungen im Seitenbereich für eine geringere Erwärmung, was sich ebenfalls in Hochgeschwindigkeitsbereichen auszahlt.

Beim Karkassenaufbau wiederum ist der Fadenverlauf im rechten Winkel zur Laufrichtung angebracht – daher die Bezeichnung „radial“. Radialreifen sind in der Reifenkennzeichnung am Buchstaben „R“ zu erkennen. Sie eignen sich vor allem für sportliche, leistungsstarke Motorrädern und liegen immer mehr im Trend; die meisten aktuellen Bikes sind speziell für Radialreifen ausgelegt.

Diagonal-Gürtelreifen stellen eine Zwischenstufe beziehungsweise eine Vorstufe zum Radialreifen dar. Wie bei diesen sorgt auch beim Diagonal-Gürtelreifen ein zusätzlicher Gürtel über der Lauffläche für ein Plus an Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten und Fliehkräften. Der Fadenverlauf des Karkassenmaterials ist jedoch diagonal angeordnet. Sowohl beim Diagonal-Gürtelreifen als auch beim Radialreifen bestehen die Gürtel meistens aus Kevlar. Zu erkennen sind Gürtelreifen am Buchstaben „B“ (bias-belted).

Eine Übersicht über die aktuellen Modelle, sortiert nach ihren Bewertungsnoten in Tests, ist unter diesem Link zu finden.

Autor: Wolfgang

Produktwissen und weitere Tests

Dunlop TrailSmart MO Motorrad Magazin 6/2015 - Dunlop hat zur Nachfolge des TR 91 Trailmax als Reifen für Reiseenduros vom Schlage der GS, Super Ténéré oder Adventure den TrailSmart ins Programm genommen. Im Einzeltest war ein Reifen-Paar für Reiseenduros, das keine Endnote erhielt.

Von der XT zur GS RIDE ON - Reise Motorrad 3/2015 - Der neue Dunlop-Reifen ‚TrailSmart‘ wurde für große Enduros entwickelt und soll in Sachen Spurhaltung, Handling und Laufleistung Maßstäbe setzen. Die Redakteure der Zeitschrift Reise Motorrad prüften einen Motorradreifen, vergaben jedoch keine Endnote.

Gelände und Sport MOTORRAD 9/2015 - Moderne Enduroreifen sollen sowohl auf top asphaltierten Straßen wie grob geschotterten Pisten funktionieren. Wie meistert der Dunlop Trailsmart den Spagat? ... Im Check befand sich ein Paar Enduroreifen, das keine Endnote erhielt.

Brücken-Technologie Motorrad News 10/2014 - Serien-Sport, Super-Sport, Renn-Sport, Straßen-Sport. Im Dschungel der immer engeren Marktsegmente versucht Metzeler mal was ganz Neues: Ein Reifen für alles! Wie gut ist der Sportec M7 RR? Ein Paar Motorradreifen wurde geprüft, jedoch nicht mit einer Endnote bewertet.

Integra gepimpt MOTORETTA 6/2013 (September/Oktober) - Als eines der interessantesten Modelle des letzten Jahres gibt der Honda Integra seine Visitenkarte als Dauerläufer ab. Inzwischen haben wir schon eine Menge Zubehörteile angebaut und ausprobiert. Testumfeld: Im Praxistest befanden sich neun Zubehörteile für einen Motorroller, darunter zwei Reifen, sechs Windschutzscheiben und ein Kettenschutz. Keines der Produkte erhielt eine Endnote. Zusätzlich wurden zwei Kettenreiniger, ein Topcase und zwei Seitenkoffer vorgestellt.

... nix drauf? MOTORRAD 12/2014 - Sie heißen Nankang, Shinko oder Mitas. Sie kommen aus Taiwan, Südkorea oder Slowenien. Und sie wollen im Geschäft mit prestigeträchtigen 180er-Radialreifen für Big Bikes mitmischen. No-Name-Gummis, so die Stammtischparole, können nur günstig. Unser Test klärt ... Testumfeld: Im Vergleich befanden sich fünf Motorradreifen, die in der Bewertungen 149 bis 208 von jeweils 250 Punkten erreichten. Urteilskriterien waren die Performance auf Landstraße und Autobahn im Neuzustand (Handlichkeit, Lenkpräzision, Kurvenstabilität ...) sowie das Fahrverhalten bei Nässe.

Continental TKC 70 MO Motorrad Magazin 10/2014 - Seit Jahren ist der TKC 80 eine sichere Bank beim Reifenhersteller Continental. Nun kommt der TKC 70 dazu, deutlicher Richtung Straße orientiert trotz grobstolligem Offroad-Design. Im Praxischeck befand sich ein Enduroreifen. Der Reifen wurde nicht benotet.

Langläufer Motorrad News 10/2013 - Cruiserfahrer plagt die Qual der Wahl, denn fast alle Reifenhersteller haben die Showbikes als umsatzstarke Zielgruppe erkannt. Dabei spielen neben der reinen Laufleistung auch Nassgrip und sportliche Reserven eine immer größere Rolle. Auf fünf Seiten präsentiert die Zeitschrift Motorrad News (10/2013) eine Marktübersicht über Reifen für Chopper und Cruiser. Der Leser erfährt, welche Hersteller und Reifenmodelle es für dieses Marktsegment gibt und in welchen Größen diese Reifen angeboten werden.

Sechs Richtige TÖFF 6/2013 - Michelin bringt gleich sechs neue Töffreifen. Wir haben die drei wichtigsten getestet. Testumfeld: In einem Vergleichstest standen sich drei Motorradreifen gegenüber. Es wurden allerdings keine Endnoten vergeben.

Vernunft vergnüglich verpackt? Motorradfahrer Honda Spezial 2013 - „Der übliche Weg zum Crossover-Bike führt von der Enduro zur Supermoto und von da aus zur domestizierten Supermoto mit sportlich touristischer Attitude. Einige Hersteller allerdings, wie auch Honda mit dem Crossrunner, verpassen einer Straßenmaschine, in diesem Fall der VFR, ein neues Outfit, verlängerte Federwege und setzen einen hohen Lenker für die touristische Sitzhaltung drauf. ... Testumfeld: Es wurden ein Motorrad, eine Fußrastenanlage und vier Motorradreifen getestet. Keines der Produkte wurde benotet.

Conti gibt Gummi Motorrad News 10/2013 - Der Trail Attack 2 war nur ein Vorwand. Motorradzulieferer Continental nutzte die Präsentation des neuesten Reiseenduro-Reifens für einen intensiven Blick in die Produkt-Glaskugel. Im Check war ein Motorradreifen. Der Testkandidat ging ohne Endnote aus.

Sohlentuning Motorrad News 5/2018 - Es handelt sich um ein vorläufiges Probefahren des zum Testzeitpunkt neuen Bridgestone Battlax Sport Touring T31 auf einer durch den Hersteller bereitgestellten Strecke im Süden Marokkos. Weitere Tests werden folgen.

Dunlop im Quadrat MO Motorrad Magazin Nr. 11 (November 2013) - Sportsmart Square, Sportsmart im Quadrat, nennt Dunlop den Nachfolger seines Sportsmart. Doch weil im Deutschen drei S noch sperriger über die Lippen gehen als zwei, wird er hierzulande schlicht Sportsmart 2 heißen. In der Praxis wurde ein Motorradreifen getestet. Dieser blieb ohne Benotung.

Grenzkontrolle Motorrad News 9/2015 - Es wurde ein Motorradreifen geprüft, der jedoch keine Endnote erhielt.

Meisterjäger Motorrad News 7/2013 - ‚T‘ für Touring: Bridgestones T30 räumt mit undurchsichtigen Modellbezeichnungen auf und beerbt den BT 023. News probierte das Tourensport-Gummi bei einer Ausfahrt mit Moto2-Weltmeister Stefan Bradl aus. Geprüft wurde ein Motorradreifen. Eine Benotung erfolgte nicht.

Die neue Dimension ... MOTORRAD 23/2013 - Das genau ist Continentals ClassicAttack als erster Radialreifen für Youngtimer! Motorrad probierte ihn auf einer Honda CB 900 F Bol d'Or im direkten Vergleich mit dem Diagonalreifen TKV 11/12 aus. ... Im Praxistest war ein Motorrad. Eine Endnote gab es nicht.

Echt smart MOTORETTA 5/2013 (August) - Mit dem neuen Dunlop ScootSmart hält Motorrad-Reifentechnologie Einzug in die Rollerszene. Gleichzeitig wird das eigene Programm gestrafft: Der in allen gängigen Rollergrößen erhältliche Pneu löst sämtliche Vorgänger ab. Geprüft wurde ein Reifen, der keine Endnote erhielt.

Noch smarter TÖFF 8/2012 - Mehr Laufleistung, mehr Komfort und noch besserer Nassgrip: Das Bessere ist des Guten Feind - Dunlop hat den sportlichen Tourenreifen Roadsmart optimiert. Getestet wurde ein Motorradreifen gegenüber zwei Konkurrenzprodukten. Er erhielt jedoch keine Endnote.

Kreuzschotter Motorrad News 7/2013 - Ein Fest für Fährtenleser: Mit kreuzförmigen Mittelstollen hinterließ Dunlops D 908 RR tiefen Eindruck auf Offroadtour. Motorrad News testete einen Motorradreifen, welcher nicht benotet wurde.

Zweiter Frühling Motorrad News 12/2012 - Dunlop spendiert dem in die Jahre gekommenen Diagonalreifen ArrowMax GT501 eine Runderneuerung: Mit neuem Materialmix soll der ArrowMax StreetSmart getaufte Nachfolger klassischen Motorrädern Beine machen. Ein Motorradreifen wurde getestet, jedoch nicht benotet.

Generationswechsel Tourenfahrer 5/2013 - T30 heißt der neue Sport-Touring-Reifen von Bridgestone. Wir konnten dem Nachfolger des BT 023 bereits mit einer BMW R 1200 R intensiv auf die Profilblöcke fühlen. Im Praxistest befand sich ein Motorradreifen, der jedoch nicht benotet wurde.

Fernreise-Pneu TÖFF 3/2012 - Lange schlafen und nichts tun: Das ist Urlaub. Aber es gibt Menschen, denen das nicht reicht. TÖFF-Redaktor Michael Kutschke verbringt seine Ferien seit Jahren mit Pistenabenteuern. Diesmal ist der begeisterte Sahara-Fahrer und Afrika-Kenner jedoch mit einem Arbeitsauftrag auf Tour durch die Nordwestprovinz Sambias gegangen. Auf einer über 8000 Kilometer langen Pisten- und Asphalthatz musste der Stollenpneu Dunlop D908 Rally Raid zeigen, was in ihm steckt. ...

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Infos zur Kategorie

Motorradreifen sind in den Fahrzeugschein eingetragen, weshalb die Auswahl zunächst sehr begrenzt ist. Hat der Hersteller aber für die Maschine keine spezielle Bereifung angegeben, darf man die Begrenzung beim TÜV austragen lassen. Der auf die Reifen aufgedruckte Code hilft, genau den richtigen Reifen zu finden. Die Wahl des richtigen Motorradreifen fällt deutschen Kunden relativ leicht. Schließlich ist im Fahrzeugschein exakt festgelegt, welche Reifen genutzt werden dürfen. Allerdings darf man diese "Reifenbindung" beim TÜV austragen lassen, wenn der Maschinenhersteller seinerseits keine spezielle Bereifung für das Motorrad vorsieht. Ist dieses erfolgt, kann in Grenzen eine freiere Reifenwahl erfolgen. Um dann den richtigen Reifen zu erwischen, sollte ein Blick auf die Aufschrift erfolgen. Hier vermerken die Reifenhersteller nämlich genauestens Reifenbreite, zugelassene Geschwindigkeiten, Reifenbauweise und weitere wichtige Informationen. Dabei entspricht die Schreibweise in etwa derjenigen von Autoreifen. Der aufgedruckte Code beginnt mit zwei Zahlen, die durch einen Schrägstrich getrennt sind. Die erste steht für die Reifenbreite in Millimetern, die zweite beschreibt das prozentuale Verhältnis der zuvor genannten Reifenbreite zum Reifenquerschnitt. Hierauf folgt der Reifentyp - ein "R" für gebräuchliche Radialreifen, ein "-" für Diagonalreifen und ein "B" für Diagonal-Gürtelreifen. Der häufigste Reifentyp hat hier ein "ZR" stehen, was zugleich Radialreifen und "zugelassen für Geschwindigkeiten oberhalb von 240 km/h" bedeutet. Die folgende Zahl wiederum steht für den benötigten Felgendurchmesser in Zoll. Das ganze wird garniert durch den folgenden Trägheitsindex und einen weiteren Buchstaben. Dieser nun ist wichtig, da er die zugelassenen Geschwindigkeiten definiert. Hierbei reicht die Skala beginnend mit A1 bis hinauf zu Y, wobei verallgemeinernd von einer aufsteigenden Geschwindigkeitszulassung gesprochen werden kann. Auch Reifen mit "ZR" werden hier noch einmal genauer definiert. Den Abschluss bildet eine Angabe zur Innenstruktur: TT steht hierbei für Schlauchreifen, TL für schlauchlose Reifen. Zumindest alle fünf bis sechs Jahre sollen Reifen übrigens in jedem Fall erneuert werden, da selbst bei Wenignutzung dann das Gummi langsam aber sicher spröde wird. Bei Reifen mit Produktionsjahr ab 2000 ist das Produktionsdatum vermerkt. Der vierstellige Code nennt zuerst die Herstellungswoche, dann das Jahr. So kann sich der Kunde vor dem Kauf veralteter Ware schützen.