Lattenroste Was gibt es bei Lattenrosten zu beachten?
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Stiftung Warentest empfiehlt Lattenrost-Eigenbau
- Einfache Lattenroste sind aufwendigen Varianten oft überlegen
- Eine gute Matratze eretzt einen teuren Lattenrost
- Bei dicken Matratzen wirkt sich ein Lattenrost kaum aus
- Typen: innen- und außengelagerte Leisten
Lattenroste im Test: Eigenbau oft besser als vermeintliche High-End-Lösungen
Es wird immer wieder behauptet, ein ausgereiftes Bettsystem – zumindest aber ein federnder Lattenrost – sei notwendig für guten, ergonomischen Schlafkomfort. Die Stiftung Warentest sieht das anders: Ausschlaggebend sind vor allem die Liegeeigenschaften.
- Seitenschläfern ist es wichtig, dass die Wirbelsäule gerade liegt, dazu sollten Schulter- und Hüftbereich ausreichend einsinken können. Rückenschläfer brauchen ein Bett, das die natürliche Doppel-S-Krümmung der Wirbelsäule unterstützt.
- Die Matratze ist dabei der wesentlichere Partner, um die richtige Unterstützung zu bieten. Dem Lattenrost kommt eher eine ergänzende Rolle zu: Er darf die Matratze nicht beeinträchtigen und sollte keine Mängel ausgleichen müssen.
- Viele beliebte Federlattenroste enttäuschen bei Tests. Oft ist eine gute Matratze mit einfachem starren Lattenrost günstiger und im Ergebnis besser, so vermeldet test.de.
Tipp: Halten Sie sich auch beim Kauf an das HEIA-Schema der Stiftung Warentest:
Die Erkenntnis aus den Matratzentests: Ein aufwendiger Lattenrost ist nicht zwingend nötig. Wenn Sie kein Kopf- und Fußteil verstellbares Modell wünschen, empfiehlt sich auch der Eigenbau gemäß Stiftung Warentest. Das spart Kosten, erhält die Liegeeigenschaften der Matratze und sorgt für eine gute Belüftung von unten.
Welche Lattenroste passen zu welchen Matratzen?
In Kombination mit Kaltschaummatratzen sind Lattenroste mit verstellbarem Kopf- und Fußteil besser geeignet, da sie eine flexible Unterstützung ermöglichen. Federkernmatratzen hingegen profitieren eher von starren Lattenrosten. Wichtig bei vielen Kaltschaummatratzen ist auch ein ausreichender Lattenabstand für eine gute Belüftung und Feuchtigkeitsregulierung.
Warum 90 x 200 cm als Standardgröße bevorzugt wird
- Lattenroste in dieser Größe bieten eine bessere Individualisierung im Härtegrad für jede Person.
- Tests zeigen, dass bei größeren Lattenrosten die Prüfnormen für Punktlasten, Nachschwingen und Geräuschentwicklung sehr unterschiedlich sind.
- Bei 90 x 200 cm ist die Auswahl am größten. Dort werden üblicherweise günstigere Hölzer wie Birke oder Kiefer verarbeitet, statt teurer Buche, welche jedoch stabiler ist.
Worauf achten bei der Belüftung?
Besonders für Taschenfederkern- und Tonnentaschenfederkernmatratzen ist vor allem eine gute Belüftung wichtig. So können sie auch direkt auf dem Boden oder ohne Bettgestell liegen, müssen aber ausreichend Luft erhalten, um Schimmelbildung zu vermeiden. Bei diesen Matratzen sparen Sie sich bei guter Belüftung auch den Kauf teurer, aufwändiger Lattenroste.
Gefragte Modelle mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
In Tests und Vergleichen behauptet sich insbesondere Schlummerparadies mit breitem Angebot an starren und verstellbaren Lattenrosten zu günstigen Preisen. Auch FMP bietet eine große Produktbreite. Weitere bekannte Anbieter sind Hn8 Schlafsysteme mit Condor Mot, BeCo, Dunlopillo, Ravensberger und Breckle. Für Schnäppchenjäger bieten Aldi und Lidl aktuelle Modelle der Marken Living und Living Style an.
Tellerlattenroste hingegen bieten keine überzeugenden Vorteile, kosten teilweise viel und liefern keinen besseren Schlafkomfort.
Die Härtegradregulierung eines Lattenrosts – wie sinnvoll ist sie?
Über Schiebeelemente oder drehbare Teller kann die Elastizität und der Härtegrad einzelner Zonen im Lattenrost angepasst werden. Meist geschieht das mittels zwei übereinanderliegender Latten, die über Schieber verbunden sind und stufenlos verstellt werden können. Schiebt man die Regler nach außen, erhöhen sich Härte und Stabilität; ein Verschieben nach innen macht den Bereich weicher.
Feste Zonen, die vom Hersteller vorgegeben sind, passen in der Regel nicht allen Körperformen optimal. Insbesondere Seitenlieger profitieren von individuell verstellbaren Härtegraden. Viele Tellerlattenroste erlauben ebenfalls eine Feinjustierung einzelner Teller, um Schmerzpunkte zu entlasten. Auch einfachere Federholzrahmen besitzen oft eine Härtegradeinstellung.
Was bringen Liegezonen?
Wie bei der Matratze spielen bei Lattenrosten Schulter-, Becken- und Rückenbereiche die größte Rolle:
- Schulterkomfortzone: Nachgiebige Latten lassen die Schulter in Seitenlage tiefer einsinken und vermeiden Druckstellen.
- Beckenkomfortzone: Besonders flexible Leisten im Hüftbereich sorgen dafür, dass das Becken tiefer einsinken kann, wichtig für eine gerade Wirbelsäule bei Seitenschläfern.
- Mittelzonenverstärkung: Stützt den Rücken im Mittelbereich mit angepasster Federwirkung. Die Zone umfasst typischerweise 3 bis 9 Latten und ist verstellbar.
Welche Lattenrostbreiten gibt es?
Als Standard gilt das Format 90 x 200 cm. Daneben sind häufig verbreitet:
Für breitere Betten gilt 140 cm als obere Grenze, da größere Lattenroste weniger stabil sind. Paarschläfer greifen daher besser zu zwei separaten 90 x 200 cm Lattenrosten, die einzeln optimal auf die Bedürfnisse abgestimmt werden können.
Sind Rollroste eine preiswerte Alternative?
Der Kauf eines teuren Lattenrosts wird oft kritisch hinterfragt, zumal ein einfacher Billig-Rollrost von Ikea oder ein simpler Eigenbau erstaunlich gut abschneiden können. Hersteller kritisieren diese Sichtweise verständlicherweise. Doch Stiftung Warentest bestätigt, dass ein Rollrost bei fast allen Matratzen und Schlaftypen ausreichend und praktisch ist.
Hauptvorteile von Rollrosten liegen in niedrigen Kosten, einfacher Aufbewahrung und geringem Gewicht. Eine federnde Wirkung, wie bei teuren Federholzrahmen, fehlt meist, wird aber für gesunden Schlaf nicht zwingend benötigt. Wichtig ist auf jeden Fall eine ordentliche Verarbeitung, beispielsweise stabile Buchenholzlatten und schützende Kunststoffbänder.
Leistenanordnung: Was ist besser – innen- oder außenliegend?
Bei innenliegenden Leisten lagern die Federleisten zwischen den Seitenholmen und liegen nicht auf diesen auf. Außenliegende Leisten werden mittels Leistenkappen über den Seitenholmen gehalten.
- Außenliegende Leisten mit Auflagepunkten bieten Paarschläfern eine gleichmäßige Federwirkung über die gesamte Matratzenbreite und keine störende Besucherritze.
- Innenliegende Leisten sind flacher und besser für Bettrahmen mit geringer Einlegetiefe geeignet.
Stören falsche Lattenroste Ihren Schlaf?
Viele elektrische Lattenroste besitzen Netzfreischaltungen, um elektromagnetische Felder zu reduzieren. Für Menschen, die besonders sensibel auf elektromagnetische Einflüsse reagieren oder Angst vor metallischen Bestandteilen haben, bieten Händler spezielle metallfreie Modelle oder reine Naturprodukte an, etwa von Baumberger, Naturhaus Janssen, Soldberg, Pure Nature, Grüne Erde oder allnatura.



















