Das Wichtigste auf einen Blick:
- primär für Musikproduktion interessant
- bieten zusätzliche Anschlüsse für Audiogeräte
- eher marginale Klangvorteile ggü. internen Soundlösungen
- gut zum Nachrüsten von virtuellem Raumklang
In der heutigen Zeit sind in nahezu allen Geräten integrierte Soundchips verbaut, die für die Wiedergabe von Musik oder Filmen zuständig sind. Allerdings reicht die Leistung dieser internen Lösungen oft nicht aus, um die Ansprüche von Musikproduzenten oder audiophilen Nutzern zu erfüllen. Wer über hochwertige Stereo- oder Surround-Anlagen verfügt, sollte daher bei der Soundausgabe nicht sparen. In den letzten Jahren hat sich der Markt stark weiterentwickelt, sodass mittlerweile eine breite Palette an externen Soundkarten zur Verfügung steht.
Wie werden externe Soundkarten in Tests bewertet?
In den heute selten gewordenen Testübersichten spielt vor allem die Klangqualität eine wesentliche Rolle. So hat beispielsweise die Redaktion der PC Games Hardware interne Soundkarten mit der Benchmark-Software Rightmark Audio Analyzer untersucht. Dabei wurden Parameter wie der Frequenzverlauf bewertet, also wie präzise und unverfälscht der Ton wiedergegeben wird. Zudem flossen Aspekte wie der Rauschabstand und das Vorkommen von Störgeräuschen in die Bewertung ein. Ein weiterer zentraler Punkt bei Tests ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, denn viele Käufer achten darauf, ein faires Angebot zu erhalten, da nur wenige bereit sind, sehr viel Geld für eine solche Zusatzkomponente auszugeben.
Creatives Sound Blaster-Serie zählt zu den besonders gefragten externen Soundkarten. (Bildquelle: amazon.de)
Einsatzbereiche
Externe Soundkarten finden in unterschiedlichen Bereichen Verwendung. Besonders bei Notebooks sind sie beliebt, da hier zumeist keine Möglichkeit besteht, interne Soundchips auszutauschen oder PCI-Karten nachzurüsten. Im professionellen und semiprofessionellen Bereich werden externe Soundkarten heute überwiegend als Audio Interface bezeichnet und vermarktet. Diese Geräte bieten neben der reinen Soundausgabe auch Mikrofon- und Instrumenteneingänge mit integrierten Vorverstärkern, optische Anschlüsse sowie Phantomspeisung für Kondensatormikrofone – und sind daher für Musikproduzenten, Podcaster, Streamer und Content Creator unverzichtbar geworden. Für Film- und Gaming-Enthusiasten sind hingegen dedizierte externe Soundkarten weniger entscheidend, da die heutzutage verbauten Onboard-Lösungen ein gutes Klangniveau bieten. In diesen Fällen ist eher eine Investition in ein hochwertiges Headset zu empfehlen.
Ein großer Vorteil externer Soundkarten liegt in der Vielzahl an verfügbaren Anschlussmöglichkeiten. (Bildquelle: amazon.de)
Anschluss & Vorteile
Externe Soundkarten sind kompakt gebaut und werden in der Regel per USB verbunden – aktuelle Modelle nutzen dabei überwiegend den modernen USB-C-Anschluss, ältere Geräte noch USB-A. Dies bringt verschiedene Vorteile im Vergleich zu internen Karten mit sich. Zum einen entfällt das Öffnen des Rechners, da die Karte extern angeschlossen wird. Dadurch bleibt der interne Steckplatz für andere Erweiterungen frei. Außerdem sind die Anschlüsse leichter zugänglich – man muss nicht auf die Rückseite des PCs zugreifen, sondern kann Kabel bequem auf dem Schreibtisch anschließen.Diese praktische Handhabung hat allerdings auch Nachteile, denn externe Geräte benötigen einen sichtbaren Stellplatz und können nicht unauffällig im Gehäuse untergebracht werden. Positiv hervorzuheben ist auch die unkomplizierte Installation über USB: Die meisten Modelle werden vom Betriebssystem sofort erkannt und eingerichtet, ohne dass zusätzliche Treiber installiert werden müssen.























