Als handliche Alternative zum Fernglas überzeugen Monokulare, wenn das Gepäck möglichst klein bleiben soll. Wir zeigen Ihnen die derzeit besten Monokulare am Markt. Dafür haben wir Tests und Meinungen ausgewertet und zu einer Gesamtnote verrechnet.

9 Tests 2.400 Meinungen

Die besten Monokulare

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Aus unserem Magazin:

Ratgeber: Monokulare

Ein­äu­gi­ges Mini-​Fern­glas für Thea­ter-​ und Kon­zert­be­su­che

Stärken
  1. klein und leicht
  2. vielseitig verwendbar
  3. preiswert
Schwächen
  1. meist nur geringe Vergrößerung
  2. keine Dreidimensionalität
  3. ungeeignet für Dämmerung

Was zeichnet die besten Monokulare aus?

Auch im Test von Monokularen steht wie bei jedem optischen Gerät die Abbildungsleistung im Mittelpunkt. Genauso wie bei den Binokularen, den zweiäugigen Ferngläsern, spielen folgende Kriterien eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung von einäugigen Ferngläsern:

    Mini-Feldstecher von Hilkinson Hilkinson bietet mit dem 8x25 ein leichtes und handliches Mini-Fernrohr, das dank seiner Abdichtung auch widrigsten Bedingungen gewachsen ist. (Bildquelle: amazon.de)

  • Die Abbildungsqualität gibt an, wie scharf das Linsensystem ein Objekt wiedergeben kann und wie gering Abbildungsfehler ausfallen, also zum Beispiel Farbsäume, Lichtreflexe und Verzerrungen. Umso höher die Schärfeleistung und geringer die Abbildungsfehler sind, desto besser fällt das Urteil der Tester aus. Die besten einäugigen Ferngläser sind nahezu frei von optischen Fehlern.
    Farbsäume oder Lichtreflexe treten bei optischen Systemen aller Art auf und haben ihre Ursache in der Brechung sowie Reflexion des Lichtes in der Optik. Qualitativ hochwertige Monokulare weisen nur wenige bis gar keine Farbsäume, auch chromatische Aberrationen genannt, auf. Reflexionen sind dank modernster Linsenvergütung mit nanodünnen Antireflexionsbeschichtungen kein Problem mehr. Diese optischen Fehler zeigen nur sehr einfache Monokulare, sie werden in den Beurteilungen der Testmagazine abgewertet.

  • Die Dämmerungsleistung ist für viele Anwendungsfälle von Bedeutung. Besonders für Jäger sind Ferngläser mit guter Abbildungsqualität bei wenig Licht wichtig. Während am Tage die Abbildungsleistung nur von der Vergrößerung des Fernglases und der Qualität der Optik abhängt, beeinflusst bei Dämmerung der Objektivdurchmesser, also die Größe der Linsen, die Abbildungsleistung maßgeblich. Daher berechnet sich der Faktor der Dämmerung – auch Dämmerungszahl genannt – aus der Vergrößerung und dem Objektivdurchmesser. Umso größer die Dämmerungszahl, desto heller wird ein Objekt im Sucher des Monokulars dargestellt. Eine hohe Dämmerungszahl führt zur Aufwertung in den Testberichten der Fachzeitschriften.

  • Die Bedienbarkeit bei monokularen Ferngläsern bezieht sich im Wesentlichen auf eine einfache Handhabung. Eine kleine Bauform und ein geringes Gewicht wirken sich positiv auf das Testurteil aus. Die Testsieger unter den Ferngläsern sind zudem gegen Witterungseinflüsse geschützt und verfügen über eine Stickstofffüllung, die das Beschlagen der Linsen im Fernglas bei schnellen Temperaturänderungen verhindert.

Worin unterscheiden sich Monokulare von anderen Ferngläsern?

Klassisches Teleskop-Monokular Das klassische Fernrohr der Seefahrer ist im Prinzip genauso ein Monokular wie ein astronomisches Teleskop. Es hat nur eine geringere Vergrößerung. (Bildquelle: amazon.de)

Der Bedeutung nach ist der Begriff „Monokulare“ ein Überbegriff für alle einäugigen Ferngläser wie zum Beispiel Teleskope und Fernrohre, Spektive, Zielfernrohre usw. Tatsächlich wird der Begriff „Monokular“ aber hauptsächlich für einäugige Ferngläser mit einer maximalen Vergrößerung von 10-fach und kleinen Objektivdurchmessern verwendet. Daraus ergibt sich ihr wesentlicher Vorteil. Im Vergleich zu zweiäugigen Ferngläsern (Binokularen) sind Monokulare klein und handlich. Sie passen in jede Jackentasche.
Binokulare hingegen bestehen aus zwei Monokularen und sind damit mehr als doppelt so groß, ermöglichen aber durch die zwei Optiken stereoskopisches Sehen, das den beobachteten Objekten einen plastischen und dreidimensionalen Tiefeneindruck verleiht. Das beschreibt aber auch gleich den größten Nachteil der Monokulare. Man schaut bei diesen Mini-Fernrohren nur mit einem Auge hindurch. Eine Tiefenwahrnehmung ist nicht gegeben. Beobachtete Objekte wirken flach und zweidimensional.

preiswertes Spektiv von Bresser Das Einsteiger-Spektiv Bresser Junior Spotty 20-60x60 bietet einen Zoom, der 20- bis 60-fach vergrößert. (Bildquelle: bresser.de)

Kann ich ein Monokular zur Vogelbeobachtung nutzen?

Ja, das geht, aber die geringe Vergrößerung der Mini-Ferngläser reicht dem ambitionierten Ornithologen in der Regel nicht aus. Vögel sind vergleichsweise klein. Für eine gute Beobachtung müsste man ihnen mit einem Monokular relativ nahekommen. Die meisten Vögel fliehen aber schon bei relativ großen Distanzen. Daher haben sich in der Ornithologie Spektive bewährt. Diese einäugigen Ferngläser haben eine hohe Vergrößerung, können meist mit austauschbaren Okularen flexibel eingesetzt werden und liefern dank des großen Objektivdurchmessers auch unter widrigen Lichtbedingungen eine gute Sicht. Allerdings benötigt man ein Stativ, da Spektive groß und schwer sind. Zudem sind bei Vergrößerungen über 15-fach aus der Hand keine ruhigen Beobachtungen mehr möglich.

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