Schleifmaschinen: Tests & Testsieger

Die besten Schleifmaschinen der Fachpresse

Unsere Bestenlisten zeigen die derzeit besten Schleifmaschinen auf dem Markt. Dafür hat unsere Fachredaktion Testberichte aus 25 Testmagazinen für Sie ausgewertet.

Ratgeber zu Schleifer

Feinschliff für jede Oberfläche

Das Wichtigste auf einen Blick:

  1. Arbeitserleichterung durch wenig Kraftaufwand
  2. schneller Arbeitsfortschritt
  3. Oberflächenbearbeitung von unterschiedlichen Materialien (Holz, Metall, Kunststoff)
  4. Akkugeräte bieten mehr Flexibilität als kabelgebundene Modelle
  5. Elektroschleifer haben mehr Leistung

Welche Eigenschaften sind für Testmagazine bei Schleifgeräten ausschlaggebend?

Im Test sind verständlicherweise die Praxisprüfungen ausschlaggebend: Schließlich wollen Sie wissen, wie der Schleifer sich auf Flächen, an Kanten und in Ecken schlägt. Zudem möchten Sie einen schnellen Arbeitsfortschritt erzielen. Eine einfache, intuitive Bedienung gibt ebenfalls Pluspunkte, denn wer möchte schon die Bedienungsanleitung länger als nötig studieren? Ein Augenmerk legen die Tester auch auf das Auswechseln der Schleifmittel. Dies sollte schnell und vorzugsweise werkzeuglos vonstattengehen. So wird keine Zeit vergeudet, wenn Sie größere Flächen bearbeiten müssen oder mehrmals zwischen unterschiedlichen Körnungen der Schleifpapiere wechseln.

Wichtig ist aber auch das Auffangen des Schleifstaubs, der vor allem beim Bearbeiten von lackierten Flächen gesundheitsschädlich sein kann. Die Hersteller setzen hierfür Filterkartuschen oder Staubfangbeutel ein, die jedoch in der Regel nicht sehr gut funktionieren. In vielen Tests wird immer wieder deutlich, dass fast alle Gerätetypen damit Probleme haben. Nur durch das Anschließen der Schleifer an eine externe Staubabsaugung (z. B. Werkstattsauger) wird ein fast staubfreies Arbeiten möglich. Leider sind Adapter für die Staubabsaugung kein Standardzubehör im Lieferumfang.

Welcher Schleifer für welche Anwendung?

Exzenterschleifer Für gerundete Oberflächen ist ein Exzenterschleifer ideal, wie hier der akkubetriebene AdvancedOrbit. (Bildquelle: bosch-do-it.de)

Wenn Sie schon mal im Baumarkt waren, wissen Sie, dass es für jeden Einsatzzweck unterschiedliche Schleifertypen gibt. Eines haben alle Geräte gemeinsam: Sie helfen uns, die Oberflächen unterschiedlicher Materialien zu glätten oder zu polieren. Die Wahl des richtigen Schleifers ist die Grundvoraussetzung für ein optimales Schleifergebnis.

Große Flächen mit einem Deltaschleifer zu bearbeiten, kann sichtbare Schleifrillen ins Holz treiben, die Sie nur schwer wieder wegschleifen können. Große, ebene Flächen sollten Sie daher lieber mit einem Schwing- oder Exzenterschleifer bearbeiten. Falls Sie viel Lack entfernen müssen, was zum Beispiel an Türen oder Treppenstufen der Fall sein kann, ist ein Bandschleifer die bessere Wahl. Er ist zwar schwer, aber gewährleistet auf planen Flächen einen schnellen und großen Abtrag.

Durch die leistungsfähigen Lithium-Ionen-Akkus gibt es zunehmend auch mehr Akku-Schleifmaschinen. Da die Hersteller in der Regel Akku-System-Familien haben, kann sich die Anschaffung eines Akkuschleifers lohnen, vor allem wenn Sie zu einem Solo-Gerät ohne Akku und Ladegerät greifen. Elektroschleifer sind in der Anschaffung etwas preiswerter, allerdings ist man durch die Kabellänge eingeschränkt. Kabelgebundene Geräte sind aufgrund ihrer Leistung aber für Dauereinsätze zu bevorzugen.

SchleifertypEinsatzgebiet
Handschleifer
  • praktische Schleifpapierhalter mit Griff oder Schleifklotz ideal für kleine, unzugängliche Stellen
  • beim Zwischenschliff für zu lackierende Oberflächen
Deltaschleifer
  • die Dreiecksform kommt gut in Ecken, an Kanten und in Zwischenräume
  • punktuell hoher Abtrag
  • für kleine Flächen
Multischleifer
  • kompakte Bauform mit meist wechselbaren Schleifaufsätzen (rechteckig, dreieckig) oder einer Kombination aus beidem
  • ideal für Ecken und Kanten
  • für kleine Flächen
Oszillationsgerät (Multifunktionsschleifer)
  • durch unterschiedliche Aufsätze zum Schleifen, Schaben, Trennen geeignet
  • hohe Vibrationslast
  • variabel einsetzbar - ersetzt mehrere Geräte
Schwingschleifer
  • für große, plane Flächen
  • randnahes Schleifen möglich
  • kommt gut in Ecken
  • wenig Abtrag, daher ideal für Feinschliffarbeiten
Exzenterschleifer
  • für große, gerundete Flächen zum Feinschleifen und Polieren
  • kein Randschliff möglich
  • hohe Abtragsleistung
Bandschleifer
  • sehr hohe Abtragsleistung
  • ideal bei dick lackierten und großen Flächen
  • kann durch Zubehör teils stationär für kleinere Werkstücke genutzt werden
Winkelschleifer (umgangssprachlich Flex)
  • vorrangig für Trennarbeiten (Stein, Metall)
  • zum Begradigen von Schweißnähten, Entrosten von Metalloberflächen
Trockenbauschleifer/Langhalsschleifer (Giraffe)
  • zum Überschleifen von verputzten Wänden und Trockenbaukonstruktionen
  • ideal für Überkopfarbeiten
Sonderformen: Nassschleifer, Doppelschleifer, Werkzeugschärfer
  • zum Schärfen von Werkzeugklingen

Wichtige Schutzmaßnahmen beim Schleifen

  • im Freien arbeiten, wenn möglich
  • in Innenräumen geeignete Staubabsaugung nutzen und Staubschutzmaske (Schutzklasse FFP2) tragen
  • bei Dauerarbeiten ist ein Gehörschutz empfehlenswert

Regelmäßiges Leeren der Staubfangkartusche sorgt für staubfreies Arbeiten. (Bildquelle: bosch-do-it.de)

Richtiges Schleifen am Beispiel Holz

Holz können Sie per Hand oder mit Schleifmaschinen bearbeiten. Die Schleifgeräte haben den Vorteil, dass Sie weniger Kraft aufwenden müssen und das Sie schneller zu einem Ergebnis kommen. Manchmal ist es allerdings besser von Hand fein nachzuschleifen, vor allem dann, wenn wenig Material abgetragen werden soll und die Oberflächen zu klein sind, um Maschinen zu nutzen.

Achten Sie beim Schleifmittel auf Qualität. Für Schleifmaschinen ist das Schleifmittel meist mit einer Klettrückseite versehen, damit das Wechseln schnell und einfach geht. Nutzen Sie für hartes Holz vorzugsweise Korund, einen synthetischen Kornwerkstoff, der ist härter und verschleißt weniger schnell als natürliche wie z.B. Quarz. Bei weichen Holzarten wie Kiefer oder Fichte ist allerdings ein natürliches Schleifmittel besser. Je nach Körnung des Schleifmittels kann viel oder wenig Material abgeschliffen werden. Wenn Sie Holzoberflächen bearbeiten, dann beginnen Sie mit Schleifpapier der Körnung 80. Bei Lackschichten kann auch 40er- oder 60er-Körnung nötig sein, allerdings sind damit entstandene Fehlschliffe nur schwierig zu entfernen. Bei feineren Arbeiten beginnen Sie mit einer 80er-Körnung.

Schleifen Sie immer mit der Maserung bzw. längs zur Faser. Wenn Sie quer zur Faser schleifen, können Kratzer entstehen, die Sie nur schwer ausschleifen. Je nach Oberflächenergebnis nehmen Sie immer feiner werdendes Schleifpapier. Zwischen den einzelnen Schliffetappen immer die Oberfläche von Schleifstaub befreien und mit der Hand prüfen, ob noch Unebenheiten zu spüren sind.

Tipp: Wenn Sie die Holzoberflächen nach einem Schliff wässern, stellen sich alle Holzfasern hoch, die Sie noch nicht abgeschliffen haben.

Für den Endschliff nehmen Sie Schleifmittel mit einer sehr feinen Körnung. Der Aufwand lohnt sich, vor allem, wenn Sie die bearbeitete Holzoberfläche nur beizen oder ölen wollen.

Schleiftechnik kurz & knapp:

  • Grobschliff (längs zur Faser; Schleifmittel mit 40er bis 60er-Körnung)
  • Schleifstaub entfernen; Holzstück anfeuchten und trocknen lassen
  • Mittelschliff (längs zur Faser schleifen; mittlere Körnung von 80 bis 120 verwenden)
  • Staub entfernen; nochmals anfeuchten und trocknen lassen
  • Feinschliff (längs zur Faser schleifen; Schleifmittel mit 180er- bis 240er-Körnung)

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