Stärken
Schwächen
Exzenterschleifer eignen sich hervorragend für besonders feine Schleifarbeiten. (Bildquelle: amazon.de)
Exzenterschleifer kombinieren Dreh- und Schwingbewegungen, um ein einheitliches Schleifbild ohne Rillen oder Kratzer zu erzeugen. Mit diesen Werkzeugen erzielen Sie eine effiziente Materialabtragung, können aber ebenso präzise Feinschliffarbeiten oder Polierarbeiten durchführen. Aufgrund ihres Designs sind Exzenterschleifer nicht für das Schleifen in Ecken geeignet. Es ist vorteilhaft, wenn die Drehzahl des Geräts regelbar ist, um die Schleifgeschwindigkeit optimal an das jeweilige Material anzupassen.
Worauf sollte ich beim Kauf eines Exzenterschleifers achten?
Je nachdem, welche Flächen Sie bearbeiten möchten und wie groß diese sind, empfiehlt sich die passende Schleiftellergröße. Diese liegt üblicherweise bei 125 oder 150 Millimetern im Durchmesser. Kleinere Teller (80–115 mm) sind für Spezialanwendungen erhältlich, aber deutlich seltener. Der 125-mm-Teller ist der Allround-Standard für Heimwerker und leichte Profiarbeiten; der 150-mm-Teller bietet mehr Flächenleistung und eignet sich besonders für größere Werkstücke und anspruchsvolle Anwendungen.Die Leistung eines Exzenterschleifers erkennt man unter anderem an seiner Leerlaufdrehzahl, die üblicherweise zwischen 6.000 und 12.000 Umdrehungen pro Minute liegt, sowie am Schwingkreisdurchmesser (Hub), der typischerweise zwischen 2,5 und 5 Millimetern beträgt. Ein größerer Hub bedeutet höhere Abtragsleistung, während ein kleinerer Hub feinere Ergebnisse erzeugt. Ein Modell mit variabler Drehzahlregelung ist empfehlenswert, damit Sie empfindliche Oberflächen schonend behandeln können. Wie gut der Schleifer arbeitet, hängt außerdem vom Schleifteller, dem verwendeten Schleifmittel und einer effektiven Staubabsaugung ab.
Netzbetrieben oder Akku – welche Antriebsart passt?
Exzenterschleifer sind heute sowohl als netzbetriebene als auch als akkubetriebene Modelle erhältlich. Akku-Exzenterschleifer mit 18-Volt-Systemen haben sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt: Moderne Geräte mit bürstenlosem Motor erreichen Leistungswerte, die denen von Netzgeräten kaum nachstehen, und bieten deutlich mehr Bewegungsfreiheit ohne störendes Kabel. Für besonders leistungsintensive Arbeiten oder den dauerhaften Profieinsatz sind Netzgeräte nach wie vor die robustere Wahl.Für den Akkubetrieb empfehlen sich Akkus mit mindestens 4 Amperestunden (Ah) Kapazität. Wer bereits Geräte einer bestimmten Plattform besitzt, sollte auf Systemkompatibilität achten: Bosch, Makita und Festool bieten jeweils eigene 18-V-Ökosysteme an. Erwähnenswert ist die herstellerübergreifende AMPShare-Allianz (gegründet von Bosch Professional), der inzwischen über 30 Marken angehören – darunter Fein, Rothenberger und weitere Spezialisten. Werkzeuge mit AMPShare-Kompatibilität können mit denselben 18-V-ProCORE-Akkus betrieben werden, was die Investition in Akkus und Ladeinfrastruktur reduziert.
Die Verbindung von Schleifteller, Schleifpapier und Absaugung
Sie können zwischen verschiedenen Schleiftellern wählen, die entweder hart oder flexibel (weich) sind. Weiche Schleifteller eignen sich besonders gut, um gewölbte oder leicht gebogene Flächen zu bearbeiten, da sich der Teller der Form anpasst. Harte Schleifteller sind hingegen ideal für gerade Flächen und einen maximalen Materialabtrag. Nahezu jeder Hersteller verwendet ein eigenes Lochmuster im Schleifteller, das nicht der Optik dient, sondern der Staubabsaugung. Nur wenn das Schleifpapier das gleiche Lochlayout besitzt, kann der Staub effektiv abgesaugt werden.Mittlerweile sind auch viele Schleifmittel auf einem offenen Gitternetz angebracht statt auf Trägerpapier. Der große Vorteil hierbei ist, dass die Staubabsaugung stets optimal funktioniert, da die Absauglöcher frei bleiben. Diese Schleifscheiben passen auf jeden Exzenterschleifer. Der Nachteil ist, dass sie teurer sind als klassische Scheiben – allerdings verschleißen sie langsamer, sorgen für bessere Sicht beim Arbeiten und minimieren den Staubanfall erheblich. Da Schleifstaub gesundheitsschädlich sein kann, sollten Sie auf jeden Fall eine externe Absaugung mit einem Werkstattsauger nutzen oder zumindest im Freien mit Staubmaske (mindestens FFP2) arbeiten.
Der Schleifmittelwechsel ist unkompliziert, da alle Exzenterschleifer mit einem Klettsystem ausgestattet sind. So lassen sich Schleifscheiben aus Papier, Textil oder Gitternetz schnell austauschen. Wenn der Klettverschluss nicht mehr hält, müssen Sie den Schleifteller ersetzen, da ein fehlerloses Schleifen sonst nicht mehr möglich ist.
Exzenterschleifer oder Schwingschleifer?
Beide Schleifertypen haben ihre Berechtigung und sind für unterschiedliche Anwendungen optimal geeignet. Es kann durchaus sinnvoll sein, beide Geräte im Werkzeugbestand zu haben, da sie sich gut ergänzen.| Exzenterschleifer | Schwingschleifer | |
|---|---|---|
| Schleifbewegung |
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| Schleifbild |
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| Abtragsleistung |
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| Einsatzbereich |
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Ergonomie und Bedienkomfort
Für eine komfortable sowie sichere Handhabung sollte der Exzenterschleifer über ergonomisch geformte Griffe verfügen. So kann das Werkzeug auch über längere Zeit ermüdungsfrei und sicher geführt werden. Manche Geräte sind für die einhändige Bedienung ausgelegt, während andere mit beiden Händen geführt werden. Aktuelle Profimodelle von Bosch und Festool kombinieren bewusst eine niedrige Bauhöhe mit einem Griff nahe am Werkstück – das verbessert die Kontrolle und ermöglicht problemlos sowohl die einhändige als auch die beidhändige Führung. Es empfiehlt sich, verschiedene Schleifermodelle auszuprobieren, um das am besten liegende Gerät zu finden. Achten Sie zudem auf eine effektive Vibrationsdämpfung, vor allem wenn umfangreiche Schleifarbeiten geplant sind. Markenhersteller wie Bosch (Professional), Makita, Festool und Metabo bieten Schleifer mit integrierter Vibrationsminderung an. Auch wenn diese Modelle teurer sind, wiegt der Komfortgewinn dies deutlich auf.Einige Premiummodelle – allen voran der Festool ETSC 2 – verfügen zudem über einen integrierten LED-Lichtring, der die Oberfläche besser ausleuchtet und Unebenheiten beim Schleifen sichtbar macht. Auch eine digitale Akkustandsanzeige per LED-Balken ist inzwischen bei hochwertigen Akkugeräten üblich und hilft, unvorhergesehene Arbeitsunterbrechungen zu vermeiden.
Während der Schleifarbeiten entsteht natürlicherweise Staub. Um diesen direkt dort abzufangen, wo er entsteht, sollten Sie ein Gerät mit integrierter Staubauffangvorrichtung wählen. Aktuelle Topmodelle wie der Bosch EXPERT EXEX18V-150-5 setzen dabei auf einen Multi-Loch-Schleifteller mit Venturi-Luftkanälen in Kombination mit einer HEPA-Filter-Staubbox – das deutlich effektivere System gegenüber einfachen Staubbeuteln. Für längere Arbeiten lohnt es sich in jedem Fall, einen Adapter für einen Werkstatt- oder Nass- und Trockensauger zu verwenden. Denn selbst gute Staubauffangbehälter halten die Umgebung nur bedingt staubfrei – für eine nahezu staubfreie Umgebung ist die externe Absaugung unverzichtbar.



























