Schnurlostelefone

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Produktwissen und weitere Tests zu Schnurlostelefone

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Schnurlostelefone

Schnurlostelefone für Analoganschlüsse machen die Masse der Geräte aus, für ISDN-Anschlüsse gibt es jedoch spezielle ISDN-Modelle. Fast alle DECT-Telefone werden auch mit einem integrierten Anrufbeantworter verkauft, manche sind für die Nutzung von VoIP-Telefonie ausgelegt. Eine einfachere Bedienung wiederum erlauben besondere Seniorentelefone. Schnurlostelefone, mit denen sich frei und ungehindert in der gesamten Wohnung oder im Büro telefonieren lässt, sind schon seit geraumer Zeit kein Luxus mehr und haben sich auch in Gewicht und Größe dem Verkaufsschlager Handy sehr angeglichen - bis hin zur Ausstattung mit einer Kamera. Insbesondere der Wechsel zur digitalen Funktechnik hat zum Durchbruch der Schnurlostelefone geführt, denn der DECT-Standard (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) bietet eine deutlich bessere Sprachqualität und höhere Reichweite als bei früheren Modellen. Unter optimalen Bedingungen können Schnurlostelefone eine Reichweite bis zu 300 Metern im Freien und 50 Metern in Gebäuden erreichen. Erfahrungsgemäß sind dies aber nur theoretische Werte, denn vor allem in Gebäuden verkürzen (massive) Wände die Reichweite doch bedeutend. In Häusern mit mehreren Etagen zum Beispiel wird der Empfang selten bis in den Keller möglich sein. Wer dennoch vor allem auf ein Telefon mit großer Reichweite angewiesen ist, kann mit Hilfe eines sogenannten Range-Extenders die Leistungsfähigkeit des Schnurlostelefons merklich verbessern. Erfreulich ist zudem, dass mittlerweile eigentlich alle Schnurlostelefone mit einem sogenannten Eco-Modus aufwarten können und daher bei Nichtnutzung oder bei Verwendung nahe der Basisstation kaum noch Strahlung abgeben. Auch dies hat sicherlich zur hohen Akzeptanz dieser Telefone beigetragen. Wie auch herkömmliche, kabelgebundene Telefone gibt es DECT-Telefone sowohl für Analog- als auch ISDN-Anschlüsse, eine Verwendung am jeweils anderen Anschlusstyp ist nur mit Hilfe von Wandlern oder Routern möglich. Für die Nutzung von Internettelefonie gibt es zudem spezielle VoIP-Telefone, die jedoch zunehmend an Bedeutung verlieren, da moderne DSL-Router den Anschluss nahezu beliebiger Schnurlostelefone erlauben. Alle vorgenannten Schnurlostelefone gibt es in der Regel in Versionen mit oder ohne integrierten Anrufbeantworter. Eine wichtige Untergruppe bilden zudem mittlerweile spezielle Seniorentelefone, die sich an ältere Nutzer richten und mit großen Tasten und Rufnummeranzeigen sowie Notruffunktionen aufwarten können.

Weitere Informationen

Die Basisstation eines Dect-Telefons verbreitet ohne Unterbrechung Funkwellen. Dem Thema Strahlen bei Schnurlostelefonen wurde trotzdem bis vor einiger Zeit von Seiten der Hersteller kaum Aufmerksamkeit zuteil. Mittlerweile hat sich diese Situation merklich geändert, seit auch viele Verbraucher für das Thema sensibilisiert sind - Schnurlostelefone werden immerhin im Wohnbereich aufbewahrt, in dem man sich verhältnismäßig lange aufhält. Zur Vermeidung beziehungsweise vorsorglichen Reduktion der permanenten Strahlenbelastung ist es daher ratsam, die Basisstation in etwa 10 Meter vom eigentlichen Wohnbereich entfernt zu deponieren. Beim Kauf sollte das Augenmerk auf den sogenannten Eco-Modus gelegt werden, der die Funkstrahlung unter bestimmten Umständen deutlich reduziert. Solcherart ausgestattete Telefone sind in der Lage, die Strahlenleistung des Handgeräts an die Entfernung zur Basisstation anzupassen. In der Nähe der Basisstation sendet das Gerät dann zum Beispiel nur mit einem bis zu 80 Prozent geringerem Bruchteil der normalen Funkleistung und aktiviert seine volle Leistung nur bei Hindernissen (wie zum Beispiel dicken Wänden). Manche Geräte schalten bei Nichtnutzung sogar komplett ab – und das sogar dann, wenn das Mobilteil außerhalb der Basisstation steht. Da der Markt mittlerweile sehr viele verschiedene Umsetzungen bietet, lohnt ein Blick in unseren entsprechenden Eco-Ratgeber.

Akkus

Maßgeblich für den Bedienungskomfort eines Schnurlostelefons ist die Leistung des Akkus. Da sich eine Betriebsbereitschaft von 100 Stunden und eine Gesprächsdauer von 10 Stunden mittlerweile als Qualitätsmaßstab durchgesetzt haben, sollte auf den Kauf eines guten Akkus ebenfalls ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Günstige Schnurlostelefone arbeiten nämlich häufig mit einem Nickel-Cadmium-Akku. Neben seinem verhältnismäßig hohen Gewicht neigen diese jedoch zu dem sogenannten "Memory-Effekt". Wird der Akku nämlich nie ganz entladen, speichert er die verbrauchte Kapazität und stellt daraufhin nur noch diese zur Verfügung, das heißt, er verwendet nur noch einen Bruchteil seiner eigentlichen vorhandenen Leistungsfähigkeit. In diesem Fall ist der Kauf eines neuen Akkus unabdingbar. Wesentlich seltener dagegen unterliegen die etwas leichteren Nickel-Metallhybrid-Akkus diesem Memory-Effekt. Wer jedoch ganz sicher gehen möchte, wählt gleich ein Modell mit einem Lithium-Ionen-Akku, bei denen der Memory-Effekt vollkommen unbekannt ist. Außerdem handelt es sich bei ihnen um die mit Abstand leistungsfähigsten Akkus, die allerdings in Schnurlostelefonen bislang nur relativ selten verwendet werden.

Anschlussmöglichkeit weiterer Telefone

Unterstützt das digitale DECT-Schnurlostelefon den GAP-Standard (Generic Access Protocoll), lassen sich auch bis zu zehn (GAP-fähige) Mobilgeräte gleichzeitig mit der Basistation verbinden. Dies gilt bei modernen Modellen schon als Standard, nur einige Billiganbieter aus Asien verzichten auf GAP. Zwar muss man dabei auf Komfortfunktionen wie zum Beispiel Rufnummernanzeige verzichten, dafür steht die Nutzung des Telefons für Konferenzschaltungen oder die Weiterleitungsfunktion zwischen den einzelnen Teilnehmern zur Verfügung, ohne dass zusätzliche Telefonkosten anfallen. Bei einem ISDN-fähigen Gerät können sogar zwei externe Anrufer miteinbezogen werden. GAP-fähige Schnurlostelefone eignen sich aber auch ideal für Familien mit vielen - und gerne beziehungsweise häufig telefonierenden - Familienmitgliedern, von denen dann jedes über ein eigenes Anschlussgerät verfügen kann. Modelle schließlich, die Multi-Base oder Multi-Environment unterstützten, können mit ihrem Mobilteil an jeder beliebigen DECT-Telefonanlage - zum Beispiel bei Freunden oder Bekannten - angemeldet und dann eingesetzt werden.

Komfortausstattungen

Anrufbeantworter und Freisprecheinrichtung - je zahlreicher die verschiedenen Funktionen eines Schnurlostelefons sind, aber auch je leistungsfähiger und komfortabler diese sind (wie zum Beispiel bei der Anzahl der möglichen Telefonbuch- und Kurzwahleinträge), desto teurer ist folgerichtig auch das Modell. Die Preise für Schnurlostelefone bewegen sich daher in der deutlichen Mehrzahl in einer Preisspanne zwischen 50 und 100 Euro, für besonders komfortable Geräte zum Beispiel mit Anrufbeantworter liegen die Preise auch darüber. Es kann sich also durchaus lohnen, den Ausstattungsmerkmalen der verschiedenen Modelle beim Kauf Beachtung zu schenken, um nicht durch überflüssige Features den Kaufpreis unnötig in die Höhe zu treiben. Neben einem übersichtlichen, großen Display haben sich allerdings - nicht immer standardmäßig vorhandene - Funktionen wie Kurzwahlfunktion, Gesprächsdaueranzeige zur Kostenkontrolle, die CLIP-(Darstellung der Nummer des eingegangegen Anrufes) beziehungsweise CLIR-Funktion (Rufnummerunterdrückung) in der Praxis als sehr nützlich erwiesen. Zum Standard gehören außerdem Weck-/Alarmfunktion, Wahlwiederholung, Stummschaltung, Lautstärkeregelung und Anruferliste. Gerade bei der Größe des Telefonbuchs jedoch besteht je nach persönlichem Bedarf häufig ein gewisser Spielraum. Auch benötigt nicht jeder Anwender ein Schnurlostelefon mit der Möglichkeit, ins Internet zu gehen und VoIP/Internet-Telefonie zu nutzen.