Stärken
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sehr gute Traktion auf Schlamm, Sand, Schotter etc.
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robuste Seitenwände schützen vor Durchstichen im Gelände
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selbstreinigendes Profil für anhaltende Traktion
Schwächen
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Schwächen / Einschränkungen im Straßenbetrieb
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deutlich längere Bremswege auf Asphalt
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lautes Abrollgeräusch auf Asphalt
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weniger präzises Handling auf der Straße
Kraxeln mit BF Goodrich
Die Bereifung von Geländewagen stellt die Entwickler vor besondere Aufgaben, schließlich sollen die Gummis unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden. Wenn schon Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen eine Kompromisslösung darstellen, so gilt dies für Geländewagen-Pneus erst recht. Denn während normale Pkw-Reifen meist nur trockenen und nassen Asphalt sowie Schnee und Eis erleben, sollen allradgetriebene Autos auch auf Schotterpisten, Wüstensand, rutschigen Wiesen sowie im Schlamm nicht versagen und trotzdem auf Straßen einigermaßen fahrbar bleiben.
Straßenreifen unter falscher Flagge
Noch komplexer wird das Thema Geländewagenreifen aufgrund des Erfolges der SUVs. Durch diese Fahrzeuge sickern auch Reifen in das Segment ein, die zwar in ihrer Dimension typische Offroad-Reifen sind, bei denen es sich sonst aber um reine Straßenreifen handelt – ähnlich wie man sie als normale Bereifung eines Kompaktwagens antrifft. Für den Offroad-Betrieb sind solche Reifen nicht konzipiert, auch wenn sie mitunter in Offroad-Magazinen mitgetestet werden. Da viele SUVs ohnehin kaum abseits befestigter Straßen fahren, gibt es absurderweise Geländewagenreifen, bei denen echte Geländetauglichkeit praktisch nicht gefragt ist. Um allen Kundenwünschen gerecht zu werden, bieten die Hersteller eine breite Palette an – von reinen Straßenreifen in SUV-Dimensionen bis zu echten Schlammspezialisten.
Goodyear Wrangler MT/R
Goodyear mit gemischtem Programm
Bei Goodyear sind die Geländereifen an der Bezeichnung Wrangler zu erkennen. Ein ausgesprochener All-Terrain-Spezialist ist der grobstollige Wrangler MT/R, der auf den ersten Blick seine bevorzugte Verwendung verrät und weiterhin erhältlich ist. Mit dem Wrangler DuraTrac führt Goodyear einen Ganzjahresreifen mit Gelände-Eignung, der auf Straße und im Gelände zu jeder Jahreszeit Traktion bieten soll. Für den überwiegenden Straßeneinsatz mit gelegentlichem Geländekontakt bietet Goodyear weitere Wrangler-Varianten an, die im Nutzungsprofil in Richtung Asphalt verschoben sind. Wer ein SUV für den reinen Stadtbetrieb bereift, findet bei Goodyear straßenoptimierte Modelle für SUV-Dimensionen.
Michelin überlässt BF Goodrich das Gelände
Michelin fasst seine 4×4- und SUV-Reifen in der Latitude-Serie zusammen, die Sommer-, Winter- und Ganzjahresmodelle umfasst und in verschiedenen Ausprägungen von straßenorientiert bis geländetauglich erhältlich ist. Ausgesprochene Grobstoller für schwerstes Gelände führt Michelin unter eigenem Namen nicht, wohl aber die Tochtermarke
BF Goodrich. Der Mud Terrain T/A KM3 – Nachfolger des KM/2 – gilt als einer der bekanntesten Geländespezialisten auf dem Markt und bietet sich für ein Nutzungsprofil von etwa 80 Prozent Offroad und 20 Prozent Straße an.
Der Continental-Reifen, mit dem man sich am ehesten von festen Wegen wegtrauen darf, ist der
CrossContact ATR (Nachfolger des früheren Cross Contact AT). Er ist auf einen gemischten Einsatz ausgelegt, als M+S-Reifen klassifiziert und damit wintertauglich. Bei anderen Continental-4×4-Reifen ist das All-Terrain-Potenzial deutlich geringer – der CrossContact LX Sport etwa ist für den überwiegenden Straßeneinsatz konzipiert.
Pirelli Scorpion ATR
Im Pirelli-Portfolio ist der
Scorpion ATR der Pneu, der sich für Jeep, Land Rover oder Mercedes G-Klasse am ehesten eignet. „Auf unebenem Gelände, ob Kies oder Schlamm, bewegt er sich mit sicherem Grip", lautet das Versprechen des Herstellers. In Vergleichstests von Fachmagazinen wie
Auto Bild Allrad wird der Pirelli Scorpion ATR regelmäßig als alltagstauglicher Mischreifen bewertet, der vergleichsweise leise und rollwiderstandsarm abrollt. Allen echten Geländereifen ist gemeinsam, dass sie im Straßenbetrieb gegenüber einem Normalreifen deutliche Sicherheitsnachteile mit sich bringen: Bremswege bei Nässe und trockenem Asphalt sind verlängert, und ein präzises Handling auf Asphalt ist mit derart grobem Profil schwerer zu erzielen. Sofern man nicht regelmäßig ins Gelände abbiegt – was in Deutschland bei der großen Mehrheit der SUV-Fahrer nicht der Fall ist –, sollte man auf Reifen zurückgreifen, die auf Asphalt besser funktionieren.