Das Wichtigste auf einen Blick:
- Kopflastiger, größer und schwerer als Akkubohrschrauber
- Für Mauerwerk und Leichtbetonwände bestens geeignet
- Bürstenlose Motoren sorgen für Langlebigkeit
Moderne Akku-Schlagbohrschrauber ermöglichen müheloses Bohren in Mauerwerk. (Bildquelle: amazon.de)
Ein Akku-Schlagbohrschrauber ist im Unterschied zum reinrassigen Akkuschrauber ein vielseitig einsetzbares Werkzeug. Dieses Gerät kann sowohl Schrauben eindrehen als auch Löcher in Mauerwerk und Ziegel bohren, dank eines zuschaltbaren Schlagwerks. Besonders bei Heimwerkern wächst die Beliebtheit, da mehrere Funktionen – Schrauben, Bohren und Schlagbohren – in einem einzigen Gerät kombiniert sind und so Platz sparen. Reine Akkuschrauber sind meist kompakter, leichter und handlicher, während die Akku-Schlagbohrschrauber tendenziell größer und schwerer ausfallen. Wer hingegen regelmäßig und intensiv in harten Beton bohrt, ist mit einem Akku-Bohrhammer besser bedient, der über ein pneumatisches Schlagwerk verfügt und für solche Daueraufgaben ausgelegt ist.
Welche Erkenntnisse brachten bisherige Tests zu Akku-Schlagbohrschraubern?
Ein guter Akku-Schlagbohrschrauber sollte eine ausgewogene Gewichtsverteilung bieten, damit längeres Arbeiten angenehm bleibt. Im Vergleich zu reinen Bohrschraubern sind diese Geräte kopflastiger und größer, aber im Gegensatz zu reinen Schlagbohrmaschinen dennoch handlicher. Ein zusätzlicher Griff verbessert die Führung und sorgt für besseren Halt und stabilen Anpressdruck beim Schlagbohren. Alle Bedienelemente sollten unkompliziert erreichbar sein, und für längere Einsätze empfiehlt sich ein Wechselakku oder ein Akku mit hoher Kapazität – letzterer erhöht jedoch auch das Gewicht. Wichtig ist ebenfalls, dass das Bohrfutter den Bohrer sicher hält und sich während der Arbeit nicht lockert.Primär muss ein Akku-Schlagbohrschrauber zuverlässige Ergebnisse beim Bohren liefern und zugleich auch beim Schrauben keine Schwäche zeigen. Im Stiftung-Warentest-Test (Ausgabe 6/2025) von 16 Akku-Bohr- und Schlagbohrschraubern zeigten sich beim Schlagbohren deutliche Unterschiede zwischen den Modellen: Schlechtere Geräte kommen in Granit innerhalb von 30 Sekunden kaum vorwärts, gute Modelle bohren in deutlich weniger als einer halben Minute dübelfertige Löcher. Hersteller wie Metabo oder Einhell bieten einige Modelle mit wechselbarem Bohrfutter an, was besonders praktisch ist, wenn bei beengtem Raum geschraubt wird oder oft zwischen Bohren und Schrauben gewechselt werden soll, ohne mehrere Geräte bereithalten zu müssen. Testsieger in der Ausgabe 6/2025 wurde der Einhell TP-CD 18/70 Li-i BL mit der Note „Gut" (1,8), der durch seinen bürstenlosen Motor, sein 2-Gang-Getriebe und ein Metallbohrfutter mit Schnellspannung überzeugte.
Ein wichtiger Befund aktueller Tests: Der Preis ist kein zuverlässiger Qualitätsindikator. Günstige Modelle schlagen teures Markenwerkzeug in standardisierten Prüfungen regelmäßig – wobei für professionelle Dauerbelastung, Ersatzteilverfügbarkeit und Systemkompatibilität zusätzliche Kriterien eine Rolle spielen. Im aktuellen Stiftung-Warentest versagten im Dauertest zwei Modelle (DeWalt und Toom B1) komplett, ein weiteres wurde wegen zu spätem Abschalten bei Rückschlag abgewertet. Sicherheitsverhalten beim Verklemmen des Bohrers ist daher ein ernst zu nehmender Prüfpunkt.
Bürstenloser Motor: Heute Standard, nicht mehr Ausnahme
Was früher ein Merkmal von Premiumgeräten war, ist heute bei nahezu allen nennenswerten Modellen im Segment der Akku-Schlagbohrschrauber Standard: der bürstenlose Motor (Brushless). Bis auf einzelne Einstiegsmodelle haben laut dem Stiftung-Warentest-Test 6/2025 fast alle geprüften Geräte bürstenlose Motoren. Käufer sollten daher nicht mehr nur auf dieses Merkmal achten, sondern den Fokus stärker auf Drehmoment, Haltbarkeit im Dauertest und die Systemakku-Kompatibilität legen.Systemakkus: Kompatibilität als wichtiges Kaufkriterium
Moderne Akku-Schlagbohrschrauber nutzen in der Regel Systemakkus, die herstellereigene Akkuplattformen nutzen und sich mit anderen Geräten desselben Systems kombinieren lassen – von der Säge bis zum Staubsauger. Das schützt die Investition, denn einmal angeschaffte Akkus können für viele weitere Werkzeuge desselben Herstellers genutzt werden. Bekannte Systeme sind unter anderem das Power X-Change-System von Einhell, das 18V-System von Bosch (blau/grün), das CXT/LXT/XGT-System von Makita sowie vergleichbare Plattformen von DeWalt, Metabo und Milwaukee. Wer bereits Geräte eines Herstellers besitzt, profitiert davon, beim Kauf im gleichen Ökosystem zu bleiben, um Akkus und Ladegeräte gemeinsam nutzen zu können.12 Volt oder 18 Volt – welche Wahl ist sinnvoll?
Diese Entscheidung hängt stark vom Anwendungsbereich ab, denn beide Voltklassen haben individuelle Stärken. Die 12-Volt-Varianten überzeugen durch ihre kompakte Bauweise und Handlichkeit und eignen sich ideal als Zweitgerät oder für Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen sowie für Renovierungen in Alt- und Neubauten. Für mehr Leistung und größere Anforderungen – insbesondere beim Schlagbohren in hartem Mauerwerk oder Beton – bieten sich dagegen die etwas schwereren Akku-Schlagbohrschrauber mit 18 Volt an. Der aktuelle Stiftung-Warentest-Test (6/2025) beschränkte sich auf 18-Volt-Modelle (bzw. 20 Volt, was technisch dasselbe Spannungsniveau beschreibt) und bestätigt, dass diese Klasse die breiteste Modellauswahl und die höchste Leistungsdichte bietet.Top 18-Volt-Akkuschlagbohrschrauber im Überblick
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