Stärken
Schwächen
Begrenztes Angebot und Fokus auf Psychoakustik statt auf messbare Klangparameter
Bose setzt bei seinen Soundbars – hier die Smart Soundbar 700 – auf einen guten Klang und ein elegantes Design. (Bildquelle: bose.de)
Anfang der 2000er-Jahre reagierten erste TV-Hersteller auf den Kundenwunsch nach immer schlankeren Mattscheiben und brachten die ersten Flachbildfernseher auf den Markt. Das Problem dabei: Die schmalen Gehäuse boten kaum Raum für leistungsstarke Lautsprechersysteme, was den Klang oft dünn und kraftlos wirken ließ. Hersteller wie Teufel reagierten schnell auf diese Entwicklung und brachten bereits 2009 – Teufel war einer der Vorreiter – Soundbars als Klangverstärkung für Fernseher heraus. Bose hingegen betrat die Soundbar-Szene erst etwa 2011 mit seinem CineMate 1 SR und dem Lifestyle 135 Heimkinosystem. Entsprechend klein fällt das Soundbar-Angebot bei Bose aus: Im Jahr 2026 umfasst die Produktpalette die Bose Smart Ultra Soundbar als Topmodell (ca. 1.000 Euro), die etwas kompaktere Bose Smart Soundbar (ca. 550 Euro) und den eher preisgünstigen Bose TV Speaker (ca. 300 Euro).
Bose legt den Fokus ganz auf die Psychoakustik, also die Wahrnehmung des Klangs durch den Menschen. Dabei steht der klangliche Genuss des Hörers im Vordergrund – technische Verbesserungen, die für das menschliche Ohr keinen Mehrwert darstellen, werden nicht berücksichtigt. Dies bedeutet für potenzielle Käufer:innen leider auch, dass der Hersteller wichtige technische Details wie die effektive Leistung (RMS) der Lautsprecher nicht veröffentlicht. Diese Praxis gilt nicht nur für Bose Soundbars, sondern auch für andere Audioprodukte des Herstellers, etwa die Bose Kopfhörer. Testergebnisse bescheinigen den Bose Soundbars jedoch meist eine hohe Klangqualität. Mit der Bose Smart Soundbar 900 brachte Bose erstmals ein Modell mit Dolby Atmos auf den Markt; das aktuelle Flaggschiff Bose Smart Ultra Soundbar erweitert dieses Konzept um einen KI-gestützten Dialogmodus, der Stimmen automatisch von Hintergrundgeräuschen trennt und so die Sprachverständlichkeit verbessert. Darüber hinaus beinhalten Bose Soundbars weitere Features, die die Bedienung erleichtern und das Hörerlebnis steigern.
Die besten Bluetooth-Soundbars von Bose
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ab 400,00 € ![]() Gut 1,8 |
Raumfüllender Klang mit vielen Optionen Weiterlesen |
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Klangluxus mit Höhendimension - raumadaptiv und sprachsteuerbar Weiterlesen |
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ab 219,00 € ![]() Gut 2,0 |
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Klangwunder oder Problemzone?: Wie die Bose Soundbars im Test abschneiden
Die kompakte Fernbedienung der Bose Smart Soundbar 900 überzeugt durch eine klare und einfache Bedienbarkeit. (Bildquelle: bose.de)
Bose kann in puncto Klang mit seinen Soundbars meist überzeugen, wie Tests zur Bose Soundbar 700 sowie zur Smart Ultra Soundbar bestätigen. Allerdings gab es bei älteren Modellen wie der Soundbar 700 Kritik an der Bedienung: Diese verfügte über eine unklar strukturierte und blinkende Fernbedienung, während Steuerbefehle hauptsächlich über eben diese oder die mitgelieferte App vorgenommen werden mussten. Mit der Einführung der Smart Soundbar 900 und dem aktuellen Flaggschiff Smart Ultra Soundbar gestaltete Bose die Fernbedienungen deutlich übersichtlicher und minimalistischer. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die begrenzten Anschlussoptionen: Selbst die aktuelle Smart Ultra Soundbar bietet außer HDMI-eARC, einem optischen Eingang und einem LAN-Port keinen separaten HDMI-Eingang für externe Zuspieler wie einen Blu-ray-Player – sämtliche Quellen müssen daher am Fernseher angeschlossen und vom dortigen Signal an die Soundbar weitergeleitet werden. Obwohl Dolby Atmos unterstützt wird, fehlt der Support für DTS:X – bei DTS-Inhalten erfolgt eine automatische PCM-Konvertierung durch den Fernseher oder das Zuspielgerät.
Positiv hervorgehoben wird weiterhin das ansprechende Design der Soundbars von Bose – ältere Modelle wie die 700er- und 900er-Serie sowie die neue Smart Ultra Soundbar präsentieren sich mit einer hochwertigen Glasoberfläche auf der Oberseite. Funktionen wie automatische Raumeinmessung (ADAPTiQ), Unterstützung von Sprachassistenten (Amazon Alexa und Google Assistant), Dolby Atmos sowie der neue KI-Dialogmodus sorgen bei der Smart Ultra Soundbar für beständige Topbewertungen in Tests. Ebenfalls neu ist die SimpleSync-Funktion, mit der kompatible Bose-Kopfhörer kabellos mit der Soundbar verbunden werden können – ideal, wenn man spätabends Fernsehen möchte, ohne andere zu stören.
Heimkino-Erlebnis: Bose-Soundbars im Komplettpaket noch beeindruckender
Unterstützung für die Bose Smart Ultra Soundbar bieten das Bose Bass Module 700 und die Bose Surround Speakers 700. (Bildquelle: bose.de)
Bose möchte mit seinen Soundbars echtes Kinoerlebnis ins Wohnzimmer bringen. Die Smart Ultra Soundbar verwendet hierfür nicht nur Dolby Atmos, sondern ist auch mit zwei nach oben gerichteten ‚Upfiring‘-Lautsprechern ausgestattet, die den Schall an die Decke senden. Dieser nach oben gelenkte Klang wird von der Decke reflektiert und erzeugt so den Eindruck, dass Geräusche wie Regen von oben kommen. Auf diese Weise vermittelt die Soundbar auch ohne separate Deckenlautsprecher ein räumliches 3D-Klangerlebnis. Für Signale ohne echtes Atmos erweitert die TrueSpace-Technologie den Klang von Stereo- oder 5.1-Signalen und macht sie räumlicher. Zusätzlich bietet Bose Subwoofer und Lautsprecher an, die mit den Soundbars kombiniert werden können, um das Klangerlebnis weiter zu verbessern. Die Surround Speakers 700 lassen sich beispielsweise kabellos mit der Smart Ultra Soundbar verbinden und unterstützen die räumliche Klangverteilung. Für kräftigeren Bass gibt es das Bose Bass Module 700. Nutzer:innen sollten jedoch beachten, dass sowohl Subwoofer als auch Lautsprecher separat erworben werden müssen. Der Preis für die Bose Surround Speakers 700 liegt derzeit bei rund 600 Euro, das Bass Module 700 kostet etwa 900 Euro – somit stellt ein komplettes Surround-System eine deutliche Zusatzinvestition dar.







