Die bes­ten Son­nen­schutz­mit­tel | Test & Kauf­be­ra­tung

Im Test schneiden die Sonnenschutzmittel am besten ab, die den ausgelobten UV-Schutz einhalten, frei von kritischen Inhaltsstoffen sind und auch bei Verpackung und Deklaration gut dastehen. Wählen Sie den Lichtschutzfaktor (LSF) entsprechend Ihrem Hauttyp. Für die meisten Menschen eignet sich ein LSF von 30 bis 50, bei sehr empfindlicher Haut auch LSF 50+. Kinderhaut ist besonders sensibel. Verwenden Sie spezielle Sonnenschutzmittel für Kinder mit wasserfester Formulierung.

Tests zeigen: Viele Sonnenschutzmittel sind gut, auch günstige. Etliche schützen auch ohne den umstrittenen UV-Filter Octocrylen sehr gut. Doch die Vielfalt der Produkte kann verwirren.

  • Cremes spenden viel Feuchtigkeit und eignen sich gut für trockene Haut. Ein Nachteil ist das etwas langsamere Einziehen.
  • Sprays sind schnell aufgetragen – ideal für Kinder. Nachteil: Sie können eingeatmet werden und sind schwieriger zu dosieren.
  • Lotionen lassen sich gut verteilen und ziehen schnell ein.

Nachteil: Bei starkem Schwitzen oder Wasserkontakt werden sie schneller abgewaschen.

  • Milch ist etwas flüssiger als Lotion und ideal für größere Hautflächen.
  • Öle sind gut für trockene Haut, schützen die Haut aber meist weniger gut und sind daher für helle und empfindliche Haut nicht optimal.
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Son­nen­schutz­mit­tel Bes­ten­liste

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3.188 Ergebnisse · Sortiert nach: Beste Produkte

1
Nivea Sun Schutz & Pflege Invisible Finish LSF 50+ von NIVEA
Nivea Sun Schutz & Pflege Invi­si­ble Finish LSF 50+

Creme • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Sehr gut

1,4

Ver­läss­li­cher Klas­si­ker
Amazon.de

9,99 €

Shop Apotheke DE

13,95 € (93,00 € / l)

eBay

15,99 € (106,60 € / l)

2
Eucerin Oil Control Face Sun Gel-Creme von Eucerin
Euce­rin Oil Con­trol Face Sun Gel-​Creme

Gel-​Creme • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Sehr gut

1,5

Guter UV-​Schutz mit Matt-​Effekt
eBay

15,08 €

medpex

15,38 € (307,60 € / l)

Versandapo

15,89 € (317,80 € / l)

3
Die besten Sonnenschutzmittel | Test & Kaufberatung von Eucerin
Euce­rin Oil Con­trol Dry Touch Body Sun Spray Trans­pa­rent LSF 50+

Spray • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

1,6

Ölspray mit effek­ti­vem UV-​Schutz
medpex

16,98 € (849,00 € / l)

eBay

18,36 €

Versandapo

20,19 € (100,95 € / l)

4
Die besten Sonnenschutzmittel | Test & Kaufberatung von Garnier
Gar­nier Ambre Solaire Super UV Son­nen­schutz­fluid mit Hyalu­ron­säure

Fluid • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

1,6

Gut zu Gesicht
eBay

9,49 €

Amazon.de

9,73 €

5
Nivea Sun Schutz & Pflege 50+ von NIVEA
Nivea Sun Schutz & Pflege 50+

Lotion • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

1,7

Super Pflege, leicht getrüb­tes Umwelt-​Image
Amazon.de

8,24 €

Joybuy

8,24 €

Shop Apotheke DE

10,89 € (54,45 € / l)

6
Nivea Sun Sensitiv Sofortschutz bei Sonnenallergie LSF 50+ von NIVEA
Nivea Sun Sen­si­tiv Sofort­schutz bei Son­nen­all­er­gie LSF 50+

Lotion • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

1,7

Guter Sofort­schutz für Son­nen­emp­find­li­che
büroshop24

9,59 €

Amazon.de

9,95 €

office-partner.de - Office Partner GmbH

11,65 €

7
La Roche-Posay Anthelios UVMune 400 Invisible Fluid von La Roche Posay
La Roche-​Posay Anthe­lios UVMune 400 Invi­si­ble Fluid

Fluid • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

1,7

Gut zu Gesicht
medpex

9,77 € (195,40 € / l)

eBay

10,95 € (219,00 € / l)

Versandapo

10,99 € (219,80 € / l)

8
Eau Thermale Avène Sonnenmilch 100 % Invisible, SPF 50 von Eau Thermale Avène
Eau Ther­male Avène Son­nen­milch 100 % Invi­si­ble, SPF 50

Milch • Licht­schutz­fak­tor: 50

Gut

1,8

Gut geschützt in die Sonne -​ jedoch mit klei­nem Makel
Joybuy

11,81 €

eBay

14,20 €

Amazon.de

14,76 €

9
Bioderma Photoderm aquafluide spf 50+ von BIODERMA
Bio­derma Pho­to­derm aquafluide spf 50+

Creme • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

1,9

Schützt, ohne zu wei­ßeln
Amazon.de

18,52 €

10
Eucerin Oil Control Dry Touch Sun Gel-Creme LSF 50+ von Eucerin
Euce­rin Oil Con­trol Dry Touch Sun Gel-​Creme LSF 50+

Creme-​Gel • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

1,9

Schützt „sehr gut“ vor schmerz­haf­tem Son­nen­brand und früh­zei­ti­ger Hautal­te­rung
Versandapo

16,69 € (83,45 € / l)

medpex

17,49 € (874,50 € / l)

Shop Apotheke DE

19,19 € (95,95 € / l)

11
Annemarie Börlind Suncare Body Sonnencreme LSF 50 von Annemarie Börlind
Anne­ma­rie Bör­lind Sun­care Body Son­nen­creme LSF 50

Creme • Licht­schutz­fak­tor: 50

Gut

2,0

Siche­rer Beglei­ter in der Sonne
basler-beauty.de

18,26 € (91,30 € / l)

Flaconi

20,35 € (1.071,05 € / l)

Amazon.de

26,85 €

12
Nivea Sun Invisible Daily UV-Fluid von NIVEA
Nivea Sun Invi­si­ble Daily UV-​Fluid

Fluid • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

2,0

Schützt und pflegt mit ultra­leich­tem Gefühl
Amazon.de

8,87 €

Flaconi

10,63 € (279,74 € / l)

eBay

13,99 € (349,75 € / l)

13
Jean & Len Sensitive Sonnencreme von Jean & Len ohne Gedons*
Jean & Len Sen­si­tive Son­nen­creme

Creme • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

2,2

Star­ker UV-​Schutz – mit klei­nem Haken
Otto.de

21,99 € (439,80 € / l)

Shop Apotheke DE

29,90 € (598,00 € / l)

14
Newkee Care Essentials 01 Daily Sunscreen von newkee
Newkee Care Essen­ti­als 01 Daily Sun­s­creen

Lotion • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Gut

2,4

Schützt gut, patzt aber bei den Inhaltss­tof­fen
medpex

9,86 € (986,00 € / l)

Amazon.de

9,99 €

Shop Apotheke DE

10,49 € (104,90 € / l)

15
Hawaiian Tropic Glowing Protection Lotion, SPF 50 von Hawaiian Tropic
Hawai­ian Tro­pic Glo­wing Pro­tec­tion Lotion, SPF 50

Lotion • Licht­schutz­fak­tor: 50

Gut

2,4

Akzep­ta­bler Son­nen­schutz mit Kari­bik-​Note
eBay

9,90 € (55,00 € / l)

16
Biotherm Waterlover Hydrating Sun Milk, SPF 50+ von BIOTHERM
Bio­therm Water­lover Hydra­ting Sun Milk, SPF 50+

Milch • Licht­schutz­fak­tor: 50+

Befriedigend

2,7

Green Beauty mit klas­si­schem Bal­last
Flaconi

17,34 € (942,39 € / l)

basler-beauty.de

17,61 € (88,05 € / l)

Parfuem365

21,00 € (105,00 € / l)

17
Isdin Fotoprotector Gel Cream Wet Skin, SPF 50 von ISDIN
Isdin Foto­pro­tec­tor Gel Cream Wet Skin, SPF 50

Gel-​Creme • Licht­schutz­fak­tor: 50

Befriedigend

3,0

Kom­bi­niert Gel-​Fri­sche mit Pfle­ge­wir­kung
Amazon.de

11,96 €

eBay

16,30 €

18
Nivea Sun UV Gesicht sensitiv Sonnenschutz LSF 50 von NIVEA
Nivea Sun UV Gesicht sen­si­tiv Son­nen­schutz LSF 50

Creme • Licht­schutz­fak­tor: 50

Befriedigend

3,2

Schützt emp­find­li­che Haut zuver­läs­sig vor UV-​Strah­len
eBay

9,89 € (197,80 € / l)

19
Lavera Sonnenlotion Sensitiv LSF 30 von lavera
Lavera Son­nen­lo­tion Sen­si­tiv LSF 30

Lotion • Licht­schutz­fak­tor: 30 • Natur­kos­me­tik • Vegan

Befriedigend

3,5

Ris­kante Natur­kos­me­tik
medpex

8,16 € (816,00 € / l)

Amazon.de

9,31 €

Otto.de

10,99 € (109,90 € / l)

20
Tiroler Nussöl Original Sonnenöl LSF 6 von Tiroler Nussöl
Tiro­ler Nussöl Ori­gi­nal Son­nenöl LSF 6

Öl • Licht­schutz­fak­tor: 6

Sehr gut

1,3

Effek­ti­ver Schutz mit leich­ter Gel-​Form
medpex

10,96 € (730,67 € / l)

Versandapo

14,29 € (95,27 € / l)

Amazon.de

17,66 €

Inhaltsverzeichnis

Sonnenschutzmittel "Die Zah­len­an­ga­ben gau­keln eine Genau­ig­keit vor"

Stärken

Schwächen

LSF, SPF und UV-​Index: Ver­wir­rende Abkür­zun­gen beim Son­nen­schutz

Neutrogena Sonnenschutzmittel mit SFP 55
Ein hoher SPF ist nicht gleich hoher Lichtschutzfaktor, sondern nur die amerikanische Methode der LSF-Klassifizierungen. (Bildquelle: amazon.de)

Der Frühling ist die ideale Zeit, um Sonne zu tanken – aber auch die Markisen auszufahren und das Sonnenbrand-Risiko zu minimieren. Wäre da nicht die Vielfalt an Abkürzungen, Zielgruppen und Ratschlägen zum wirksamen Lichtschutz, die selbst die Fachpresse unterschiedlich handhabt, stünde der guten Frühlingslaune nichts entgegen. Noch dazu sehen sich Sonnenanbeter mit weiteren Faktoren wie UV-Index, Sonnenstand und Ozongehalt in der Atmosphäre konfrontiert.

Dabei scheint es ganz einfach, den optimalen Sonnenschutz zu finden: Auf jedem Sonnenschutzmittel finden Sie Angaben zum Sonnen- oder Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF). Dessen Schutzstufen reichen von leicht (LSF 6-10) über mittel (LSF 15-25) und hoch (LSF 30-50) bis zu sehr hoch (50+). Die Angabe bezieht sich jedoch nur auf den Schutz vor UVB-Strahlung.

Doch es gibt eine Faustformel, die Sie sich merken können: Je höher der LSF, desto höher ist der Schutz, den eine Sonnencreme vor Verbrennungen bietet. Beträgt der Faktor Ihrer Sonnenmilch beispielsweise 20, können Sie 20-mal länger in der Sonne bleiben als ohne Schutz. Doch um die Formel korrekt anzuwenden, müssen Sie die Eigenschutzzeit Ihrer Haut kennen – und die ist abhängig vom Pigmentierungstyp und von der Vorbräunung Ihrer Haut.

Stif­tung Waren­test: Zah­len gau­keln Genau­ig­keit vor

Der LSF ist die wichtigste Kenngröße bei einem Sonnenschutzmittel und als große Zahl deutlich erkennbar auf der Verpackung aufgedruckt. Doch Hautärzte empfehlen, nur zwei Drittel der errechneten Sonnenschutzzeit auszunutzen. Denn auch ohne sichtbare Rötungen kann die Haut geschädigt werden, was zu verstärkter Faltenbildung, schlimmstenfalls zu Hautkrebs führen kann. Und: Je intensiver die UV-Strahlung, desto höher das Hautkrebsrisiko. Bei Kindern sollte man noch mehr Vorsicht walten lassen und sie möglichst früh aus der Sonne holen.

Überhaupt ist dem LSF eine Tücke zu eigen: Er stellt nur einen gerundeten Mittelwert dar, der nicht jedem Pigmentierungstyp entspricht. Denn der Lichtschutzfaktor ist nur ein Durchschnittswert, der unter Laborbedingungen ermittelt wurde. Die Stiftung Warentest wird noch viel deutlicher: Die Zahlenangaben "gaukeln eine Genauigkeit vor, die so nicht gegeben ist". Demnach wäre etwa die Beispielformel „Zehn Minuten Eigenschutz – mit LSF 6 eine Stunde" irreführend, mit Unwägbarkeiten verbunden und zudem abhängig vom Ort der Bestrahlung. Nicht zuletzt ist die erlaubte Sonnendauer von der richtigen Anwendung und Auftragsmenge abhängig. Tests und Untersuchungen belegen, dass hier vieles im Argen liegt.

Welche synthetischen UV-Filter gelten als unbedenklich oder nur leicht bedenklich?

Keine oder wenig allergisierende oder hormonelle Wirkung haben Studien zufolge folgende chemische UV-Absorber:

  • Butyl Methoxydibenzoylmethane (Avobenzone)
  • Drometrizole Trisiloxane (Meroxyl XL)
  • Terephthalylidene Dicamphor Sulfonic Acid (Mexoryl SX)
  • Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine (Tinosorb S)
  • Diethylhexyl Butamido Triazone (Iscotrizinol)
  • Ethylhexyl Triazone (Uvinul T 150)
  • Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate (Uvinul A Plus)
  • Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid (Enzulisol)

Son­nen­schutz­mit­tel im Test: Auf UVB-​/UVA-​Balance ach­ten

Obwohl sich der LSF stets nur auf den Schutz vor UVB-Strahlung bezieht, sollte Ihre Creme auch vor der langwelligeren Strahlung im UVA-Bereich schützen. Letztgenannte bräunt die Haut zwar nur kurz, dringt jedoch tief in die Haut ein und wird für Hautkrebs, krankhafte Veränderungen der Haut, vorzeitige Hautalterung oder Immunsuppressionen durch die ultravioletten Strahlen verantwortlich gemacht.

Erkennbar ist der UVA-Schutz auf Sonnenschutzmitteln erst seit dem Jahr 2013 – und zwar in Gestalt eines Logos auf der Packung, das die Buchstaben UVA in einem Kreis zeigt. Fachgesellschaften empfehlen Produkte mit einem 1:3-Verhältnis von UVA- und UVB-Schutz – das heißt heruntergestrickt auf eine allgemein verständliche Formel: Der UVA-Schutz muss mindestens ein Drittel des LSF betragen. Darüber hinaus wäre eine noch exaktere Angabe des UVA-Schutzes denkbar, die aber die wenigsten Hersteller bieten. Sie können sie an den Abkürzungen UVA-PF (UVA-Protection Factor) oder PPD (Persistent Pigment Darkening) erkennen.

La Roche-Posay Anthelios 50plus
La Roche-Posay führt in seiner Produktlinie Anthelios Sonnenschutzmittel mit UVA-Symbol im Kreis. Es bedeutet, dass der UVA-Schutz 1/3 des UVB-Schutzes erreicht. Nach EU-Vorgaben ist das optimal. (Bildquelle: larocheposay.de)

Emp­feh­lun­gen der Tes­ter: Im ers­ten Lebens­jahr ist pralle Sonne tabu

Wenn Sie sich viel in der Sonne oder an besonders sonnenintensiven Orten aufhalten, beispielsweise am Wasser, im Hochgebirge oder beim Wintersport, sollten Sie einen möglichst hohen LSF wählen. Auch Kinder sollten mit hohen Lichtschutzfaktoren versorgt werden. Für sie empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) generell Mittel mit LSF 30 und höher, Erwachsene sollten zu LSF von mindestens 20 greifen. Bei gesunder Haut sind höhere LSF als 25 aber nicht notwendig, selbst empfindliche Menschen können sich an jedem Ort der Erde ausreichend schützen – immer unter der Annahme, sie geizen beim Auftragen nicht und halten die Dauer ihrer Sonnenbäder in Grenzen. Für Babys und Kleinkinder im ersten Lebensjahr ist pralles Sonnenlicht generell tabu.

Erwachsenen bieten strikte Sonnenabstinenzen allerdings keine Garantie für ein gesünderes Leben. Im Gegenteil. Denn mithilfe von Sonnenlicht bildet der Körper das lebenswichtige Vitamin D, das vor vielen Krankheiten schützt. Studien legen nahe, dass Menschen, die sich viel im Freien aufhalten, ein geringeres Hautkrebsrisiko besitzen als völlig ungebräunte Menschen. Am "gesündesten" ist laut einiger Experten eine angemessene Sonnendosis am Vormittag oder nach 17 Uhr. Der (Nach-)Mittagssonne sollten sich Sonnenhungrige lieber nicht aussetzen.

Was ist der UV-​Index und was muss ich beach­ten?

Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll der UV-Index Menschen für die gesundheitliche Gefährdung durch sonnenbrandwirksame UV-Strahlung sensibilieren. Der DWD sagt in Kooperation mit dem BFS täglich die UVI-Werte für verschiedene Regionen Deutschlands vorher. Je besser Sie den UV-Index und die ihm zugeordnete Strahlungsstärke kennen, desto besser können Sie auf darauf reagieren – und ggf. Schutzmaßnahmen treffen oder den Aufenthalt im Freien ganz vermeiden.

Mit Blick auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Grundregel ganz einfach: Ab UV-Index 3 sind Schutz­maßnahmen notwendig. In den Mittagsstunden sollte jeder den Schatten suchen und sich ansonsten mit schützender Kleidung, Kopfschutz und Sonnenbrille ausrüsten.

UV-Index Strahlungs­stärke Schutz
1 bis 2 mittel Kein Sonnenschutz erforderlich.
3 bis 5 mittel Schatten suchen. Schutzmaßnahmen wie Sonnenbrille und -creme, Hut, T-Shirt erforderlich.
6 bis 7 hoch Schatten suchen, Schutzmaßnahmen wie Sonnenbrille und -creme, Hut, T-Shirt erforderlich.
8 bis 10 sehr hoch Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden. Schutz erforderlich.
11 bis 12 extrem Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden. Schutz erforderlich.
Aldi Nord Ombra Sonnenmilch LSF 30 Testsieger
Guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein. Die "sehr gute" Aldi Nord / Ombra Sonnenmilch für knapp 3 Euro führte als Spitzenprodukt sogar die Testtabelle bei Stiftung Warentest an. (Bildquelle: aldi-nord.de)

Hat guter Son­nen­schutz sei­nen Preis?

Nein. Die Testtabellen zeigen sogar das gegenteilige Bild vom günstigen Discounter-Sonnenschutzmittel als gutem, umfänglichem Sonnenschutz und hohen Lichtschutzfaktoren, die zum Teil zwar hautreizendes Parfüm, aber keine bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten. Beispiele dafür sind bei etlichen Discounter- und Drogerie-Produkten anzutreffen, und sogar geeignet, um mit der konkurrierenden Apothekenware mitzuhalten. Umgekehrt signalisiert ein abschließendes „Mangelhaft" als Testnote, dass gerade die teuersten oftmals die schlechtesten Mittel sind. Als „sehr gut" und günstig sind in Tests Produkte von Aldi Nord / Ombra (Ultra Sensitiv Sonnencreme) , Lidl (Cien Sun Sonnenmilch), Penny und Rewe (Today Sonnenmilch), Real (Sôi Sonnenmilch), Rossmann (Sunozon Transparentes Sonnenspray) oder dm (Sundance Sonnenmilch LSF 30) aufgefallen. Mit der Ombra Sun Care Sonnenmilch LSF 30 bietet Aldi sogar ein Spitzenprodukt, das die Sonnenschutz-Konkurrenz komplett in den Schatten stellt. Ein sehr gutes Sonnenspray zum günstigen Preis liefert das dm / Sundance MED Sonnenspray mit LSF 50+.

Bes­ser nur noch mit „Bio" in die Sonne?

Mit rein physikalischen UV-Filtern sind kaum hohe UVA-Schutzniveaus zu erreichen, warnen Fachgrößen und machen es vor allem gesundheitsbewussten Sonnenanbeter:innen schwer. Bei der langwelligeren Strahlenart, die sogar Glas und damit auch Fenster- oder Autoscheiben durchdringen kann, lassen sich mit den physikalischen Filtern in Bio-Sonnencremes nicht sehr hohe Schutzniveaus erzielen. Für die 1:3-Formel reichte es in einem früheren Sonnenschutzvergleich der Stiftung Warentest beim Lavera Sun sensitiv Family Sun-Spray nur für ein „Mangelhaft"; derselbe Patzer war der Eco Cosmetics Sonnenlotion mit LSF 50 unterlaufen: Mit einem „Mangelhaft" in der Endnote bildete es zusammen mit dem Tiroler Nussöl das Schlusslicht in einem Sonnencremevergleich der Stiftung Warentest.

dm alverde Sensitiv Sonnenmilch LSF 30 Stiftung Warentest
Spitzen-Schutz zum günstigen Preis: sehr gut bewertete Sonnenmilch aus zertifizierter Naturkosmetik von dm / alverde. (Bildquelle: dm.de)

Emp­feh­lens­werte Son­nen­cre­mes aus der Natur­kos­me­tik

Natürlich gibt es auch empfehlenswerte Produkte aus der Bio-Fraktion. Aktuelle Beispiele sind dm / Alverde Sensitiv Sonnenmilch LSF 30, die Biosolis Sonnenmilch Baby & Kids, die Eco Cosmetics Baby & Kids oder der Sonnenschutz für Kinder Alga Maris 50+ von Laboratoires de Biarritz.

Apro­pos UV-​Fil­ter mit Che­mie: Wie berech­tigt ist die Kri­tik an Octo­cry­len?

Immer wieder wird diskutiert, ob der Einsatz synthetisch hergestellter Sonnenschutzfilter für die Gesundheit oder Umwelt sicher ist. Beim UV-Absorber Octocrylen hatte man vermutetet, dass er im Körper wie ein Hormon wirken und sogar Krebs erregen könne. Noch mehr Fahrt nahm das Thema im Zusammenhang mit der Frage auf, ob man Sonnencreme vom Vorjahr noch aufbrauchen darf oder sich schädliche Abspaltprodukte gebildet haben könnten. So konnten Wissenschafter an der französischen Universität Sorbonne nachweisen, dass in künstlich gealterten Sonnenschutzmitteln mit Octocrylen die Konzentration am möglicherweise krebserregenden Stoff Benzophenon steigt.

Es besteht der Verdacht, dass Benzophenon die Entstehung von Krebs begünstigen könnte. Anhand der dürftigen Datenlage ist ein Gesundheitsrisiko zurzeit aber nicht klar abschätzbar. – Stiftung Warentest in „test" 8/2022

Eucerin Sun Allergy Protect Sun Creme-Gel LSF 50
Auch Homosalat zählt zu den umstrittenen Inhaltsstoffen in Sonnencremes. Das Creme-Gel mit LSF 50 von Eucerin enthält eine kritische Menge. Die Stiftung Warentest urteilt insgesamt nur „befriedigend". (Bildquelle: amazon.de)

Kri­tik an Homo­sa­lat in Son­nen­schutz­mit­teln

Ein weiterer UV-Filter steht im Verdacht, das Hormonsystem zu beeinflussen. Er hört auf den Namen Homosalat und wird von der EU-Kosmetikverordnung auf maximal 10 Prozent begrenzt. Nicht ganz einverstanden ist der Wissenschaftliche Ausschuss der EU (SCCS) , der nur eine Höchstmenge von 0,5 Prozent für sicher hält. Die Stiftung Warentest orientiert sich an der strengeren Einschätzung – und bewertet den Homosalat-Einsatz über dieser Menge als kritisch.

Ein Ver­dacht hat sich nicht erhär­tet

Inzwischen gilt zumindest in einem Punkt Entwarnung: Der Verdacht, dass Octocrylen hormonähnlich wirkt, hat sich laut Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung nicht erhärtet. Gesundheitliche Beeinträchtigungen seien selbst dann nicht zu erwarten, wenn man zu einem Produkt mit dem in der Studie ermittelten höchsen Benzophenon-Gehalt greift – nachzulesen im „test"-Heft vom Juli 2021. Ob aus länger gelagerten Sonnenschutzmitteln ein Risiko ausgeht, sei wegen der dünnen Datenlage aber nicht sicher zu beantworten, so das Fazit auch im aktuellen Sonnencreme-Test vom August 2022. Erfreulich: Die meisten Sonnenschutzmittel im Warentest verzichten auf Octocrylen. Wenn Sie in die Testtabellen schauen, können Sie sich vor dem Kauf gründlich absichern.

Tipp: Nutzen Sie octocrylenhaltige Produkte – im aktuellen Test die von Kaufland, Müller und Sun D'Or – vorsichtshalber nur bis zum aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum. Benzophenon bildet sich vor allem bei längerer Lagerung. –Stiftung Warentest in „test" 8/2022

Besser: Nicht-chemische Filter

Stellt sich nur die Frage, ob man nicht aus Gründen des Umweltschutzes auf Octocrylen verzichten möchte. Denn Forschungsergebnisse belegen auch eine Gefahr durch Sonnenschutzcremes für Ozeane und Korallenriffe. Aus diesem Grund gibt es bereits gesetz.iche Verbote für Sonnencremes mit schädlichen Chemikalien auf Hawaii oder dem Inselstaat Palau. Naturkosmetika treffen diese Verbote nicht. Denn Octocrylen ist ein chemischer UV-Filter, in Bio-Sonnencremes kommen physikalische bzw. mineralische Filter zum Einsatz. Wir empfehlen Ihnen daher, zur Sicherheit nur zu den nicht-chemischen Sonnencremes aus der Bio-Abteilung zu greifen.

Wie ver­hält sich Natur­kos­me­tik zu Nan­o­ma­te­rial?

dm Sundance Sensitiv Sonnenbalsam LSF 30
Hochwirksamer UV-Schutz, feuchtigkeitsspendend, vegan und ohne den umstrittenen UV-Filter Octocrylen: Testsieger dm Sundance Sensitiv Sonnenbalsam mit LSF 30. (Bildquelle: dm.de)

Viele Bio-Sonnencremes enthalten Titanoxid oder Zinkoxid. Das sind UV-Filter nicht-chemischen Ursprungs. Statt wie chemische UV-Filter in die Haut einzudringen, legen sie sich nur oberflächlich auf die Haut und bilden dort eine schützende Schicht. Diese sogenannte Weißschmiere reflektiert die ultravioletten Strahlen wie kleine Spiegel. Um den – leider auch unbeliebten – Weißeffekt zu reduzieren, setzen manche Hersteller verkleinerte Mineralteilchen ein – jene Nanopartikel, die in ihren Auswirkungen auf die Gesundheit noch nicht erforscht sind. Laut SCCS, dem Wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission , ist das zwergenhafte Nanomaterial nach derzeitigem Wissensstand auf intakter Haut unbedenklich.

Etwas anders seien Nanopartikel in sprühbaren Sonnenschutzmitteln zu bewerten. Denn dann könnten sie mit dem Einatmen die Lunge schädigen und zu Krebs führen. Das Unbehagen bei den Verbrauchern sitzt entsprechend tief, weshalb seit 2013 Kosmetikhersteller Nanoteilchen in der Inhaltsstoffliste auf dem Produkt mit "nano" kennzeichnen müssen.

Frisch getes­tet: Neue Son­nen­schutz­mit­tel im Test

Wir werten laufend aktuelle Testberichte aus führenden Fachmagazinen aus und fassen die wichtigsten Ergebnisse für Sie zusammen. Die folgenden Produkte haben in unabhängigen Tests besonders gut abgeschnitten.

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Ladi­val Emp­find­li­che & Nor­male Haut Lotion Lsf50+ 200 ml
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Häu­fig gestellte Fra­gen (FAQ)

Was gilt es beim Kauf von Sonnenschutzmitteln zu beachten?
Achten Sie auf den Lichtschutzfaktor (LSF), der Ihrem Hauttyp und dem geplanten Aufenthalt in der Sonne entspricht. Wählen Sie zudem wasserfeste Formulierungen, wenn Sie schwimmen oder schwitzen möchten.
Welche Unterschiede gibt es zwischen chemischen und physikalischen Sonnenschutzmitteln?
Chemische Sonnenschutzmittel absorbieren UV-Strahlen, während physikalische (mineralische) Filter wie Zinkoxid oder Titandioxid die Strahlen reflektieren. Physikalische Produkte sind oft sanfter zur Haut und eignen sich gut für empfindliche Hauttypen.
Wie oft sollte Sonnenschutzmittel aufgetragen werden?
Es wird empfohlen, Sonnenschutzmittel alle zwei Stunden erneut aufzutragen, besonders nach dem Schwimmen oder Abtrocknen mit einem Handtuch. Eine großzügige Anwendung ist entscheidend für den optimalen Schutz.
Sind spezielle Sonnenschutzmittel für Kinder notwendig?
Ja, Kinderhaut ist besonders empfindlich. Wählen Sie spezielle Kindersonnenschutzmittel mit hohem LSF und ohne aggressive Chemikalien. Physikalische Filter sind hier oft die bessere Wahl.
Was sind die Besonderheiten von wasserfesten Sonnenschutzmitteln?
Wasserfeste Sonnenschutzmittel bieten einen länger anhaltenden Schutz beim Schwimmen oder Sport. Achten Sie jedoch darauf, dass auch diese regelmäßig nach dem Kontakt mit Wasser erneut aufgetragen werden müssen, um den Schutz aufrechtzuerhalten.

Aus unse­rem Maga­zin