Das Wichtigste auf einen Blick:
- Tests zeigen: Das Gros der Produkte schützen gut vor UV-Strahlen
- Keine kritischen Duft- oder Konservierungsstoffe nachweisbar
- Synthetische Sonnenschutzfilter laut EU-Kosmetikverordnung verwendet
- Schlagen in Tests oft teure Produkte
Rossmann / Sunozon im Test-Spiegel: Kann kosmetischer Sonnenschutz tatsächlich so preiswert sein?
Kann „sehr gute" Sonnenmilch so günstig angeboten werden? Die Produkttester sagen ja und vergeben für die Rossmann / Sunozon Sonnenmilch LSF 50 zu einem Preis von etwa 3,50 Euro je Flasche eine Spitzenbewertung. (Bildquelle: rossmann.de)
Wer beim Thema Sonnenschutz auf hohe Qualität achtet, muss nicht unbedingt tief in die Tasche greifen – das zeigen aktuelle Auswertungen von Stiftung Warentest eindrucksvoll. Die Rossmann-eigene Marke Sunozon verdeutlicht in den Tests, dass sich erstklassige Qualität mit bezahlbaren Preisen verbinden lässt. Fast alle getesteten Produkte im Preisbereich von zwei bis vier Euro erfüllen zuverlässig, was sie versprechen – das bedeutet: Sie bieten den auf der Verpackung angegebenen Schutz vor Sonneneinstrahlung.
Daher finden sich Sonnenschutzprodukte von Rossmann häufig unter den Spitzenreitern in Sonnencreme-Vergleichstests. Während hochpreisige Apothekenprodukte zwar oft den optimalen UVA/UVB-Schutz bieten, aber gelegentlich kritische Duftstoffe enthalten oder wichtige Hinweise zur Anwendung vermissen lassen, zeigen sich die Sonnencremes, -sprays und -lotionen von Rossmann meist frei von relevanten Mängeln – und das zu einem erschwinglichen Preis. Zudem ist bemerkenswert, dass alle Sonnenschutzartikel der Rossmann-Marke mit einem Lichtschutzfaktor von 30, 50 oder sogar 50+ erhältlich sind; Varianten mit geringerem LSF unter 15 sucht man im Sortiment vergeblich.
Testergebnis zusammengefasst: Häufig finden sich in den oberen Rängen der Vergleichstabellen günstige Sonnenschutzprodukte mit hohem oder sehr hohem Schutz (LSF 30, 50 und 50+). Auch die Produkte von Rossmann Sunozon erfüllen die angegebenen Lichtschutzfaktoren zuverlässig. Dies bedeutet laut Stiftung Warentest, dass der Schutz vor UVB-Strahlen ebenso gewährleistet ist wie die Absicherung gegenüber UVA-Strahlen.
Top-Sonnenschutzprodukte im Überblick: Was sind die Testsieger bei Rossmann?
Das beste Produkt aus dem aktuellen Testfeld ist die „sehr gute" Sunozon Sonnenmilch classic LSF 30 von Rossmann. Sie erreicht eine Note im einstelligen Bereich und lässt damit mehrere „gute" Premiummarken wie Eucerin (Sun Spray Transparent LSF 30), Spirig (Daylong Ultra Liposomale Sonnenschutz-Lotion LSF 30) oder Ladival (Sonnenschutz Milch Trockene Haut LSF 30) deutlich hinter sich. Selbst die renommierte Naturkosmetikmarke Lavera (Sensitiv Sonnencreme) landet im Test nur im hinteren Mittelfeld.Wer zu den Sonnenfreunden zählt und die Dosierungshinweise von Hautärzten befolgt („viel hilft viel"), wird diesen Vorteil auch finanziell schätzen. Schon ein Betrag um drei Euro reicht bei Rossmann häufig aus, um qualitativ hochwertige Sonnenprodukte mit sehr gutem Schutz vor UV-Strahlen zu erwerben – vorausgesetzt natürlich, die empfohlenen Schutzzeiten der Haut werden beachtet und nicht überschritten.
Was bedeutet die UV-Eigenschutzzeit der Haut?
Die Eigenschutzzeit gibt an, wie lange die Haut ungeschützt der Sonne ausgesetzt werden kann, bevor sie beginnt, sich zu röten. Diese Zeitspanne variiert je nach Hauttyp. Hautärzte unterscheiden sechs verschiedene Hauttypen – von sehr hell bis sehr dunkel. Beispiel: Wird ein Sonnenschutzmittel mit LSF 30 verwendet, verlängert sich die Eigenschutzzeit der Haut je nach Typ auf 150 bis 300 Minuten.Verwendet Rossmann auch synthetische UV-Filter? Was sollten Allergiker beachten?
Die Tester hatten am Formulierungsaufbau der geprüften Sonnenschutzmittel grundsätzlich nichts zu kritisieren. Alle eingesetzten UV-Filter sind gemäß EU-Kosmetikverordnung als Sonnenschutzstoffe offiziell zugelassen. Wer vorrangig Rossmann-Sonnencremes nutzt, sollte allerdings mehrere Punkte berücksichtigen:Erstens können selbst offiziell zugelassene UV-Filter bei besonders empfindlicher Haut vereinzelt Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen. Zweitens enthielten einige Produkte in der Vergangenheit den Filter Octocrylen, der von Öko-Test seit Jahren kritisch bewertet wird: Der Stoff steht im Verdacht, hormonell zu wirken – und bildet beim Abbau das als wahrscheinlich krebserregend eingestufte Benzophenon als Zerfallsprodukt. Seit November 2023 gilt in der EU ein Verkaufsverbot für Benzophenon-haltige Kosmetikprodukte. Octocrylen selbst ist weiterhin zugelassen, wird aber von vielen Herstellern bereits freiwillig gemieden; achten Sie beim Kauf auf Produkte mit dem Hinweis „ohne Octocrylen". Drittens werten Öko-Test und andere Verbraucherschützer auch den Filter Homosalat (Homosalate) ab, der ebenfalls unter Hormonverdacht steht und für den das EU-Bewertungsgremium SCCS eine Absenkung der zulässigen Höchstmenge empfohlen hat. Viertens gilt der UV-Filter Ethylhexyl Methoxycinnamat, bei dem hormonelle Wirkungen sogar in Tierversuchen belegt sind, als besonders problematisch. Fünftens fand Öko-Test im Jahr 2025 in fünf der getesteten Sonnenschutzprodukte den verbotenen Weichmacher DnHexP (Di-n-hexylphthalat) – ein Stoff, der in Kosmetika gar nicht vorkommen dürfte.
Als unbedenklichere Alternative zu chemisch-synthetischen UV-Filtern gelten mineralische Filter wie Titandioxid oder Zinkoxid. Sie wirken nicht durch Eindringen in die Haut, sondern reflektieren UV-Strahlen an der Hautoberfläche. Wichtig dabei: In Nicht-Nano-Form gelten mineralische Filter als besonders sicher; Nanopartikel können hingegen in die Haut eindringen, weshalb Nano-Formulierungen kritischer bewertet werden.






















