Das Wichtigste auf einen Blick:
- Wichtig: gut einrastender Siebträger mit verschiedenen Siebeinsätzen
- Manuelle Heißdampfdüse für Milchschaum nach eigenen Wünschen
- Druck- und Temperaturanzeige
- Leichtes Reinigungsprozedere
Mit Siebträgermaschinen können Sie durch individuelle Steuerung von Druck und Temperatur das volle Aroma der Bohnen entfalten. (Bild: amazon.de)
Bei Siebträgermaschinen entscheidet, ähnlich wie bei den Kaffeevollautomaten, hauptsächlich der Geschmack des Kaffees über die Kaufentscheidung. Für optimale Ergebnisse spielen Temperatur, Crema-Konsistenz, deren Menge sowie die besonderen Geschmacksnuancen eine entscheidende Rolle. Daher ziehen viele Tests auch Barista oder andere Fachleute zur Bewertung hinzu. Auch die Erfahrungen von Nutzern geben Aufschluss darüber, ob die in Betracht gezogene Espressomaschine Ihre Erwartungen erfüllen kann.
Individuelle Kaffeezubereitung mit der Espressomaschine: So einzigartig wie Ihr Geschmack
Durch verschiedene Handgriffe, beispielsweise das Andrücken des Kaffeepulvers mit dem Tamper, können Sie Ihren Kaffee ganz nach Ihren Vorstellungen gestalten – vorausgesetzt, Sie haben Freude daran, zu experimentieren. Mahlgrad, Kaffeemehlmenge, Brühdruck und Wassertemperatur lassen sich gezielt aufeinander abstimmen. Die Qualität der Crema variiert stark mit der verwendeten Bohne: Sie kann von hell bis dunkel, fein- bis grobporig auf dem Espresso erscheinen.Milchschaum per Dampfdüse: Einkreiser oder Zweikreiser – was passt besser?
Espressomaschinen verfügen gewöhnlich über eine Heißdampfdüse, mit der Sie nicht nur Ihre Tassen vorwärmen, sondern auch Milch aufschäumen können. Gerade diese manuelle Zubereitung schätzen viele Liebhaber, denn dadurch entstehen unterschiedliche Schaummuster. Mit einfachen Schwenk- und Ziehbewegungen gelingt es Ihnen, den Milchschaum für Cappuccino ganz nach Wunsch luftig oder cremig zuzubereiten. Besonders praktisch ist es, wenn die Dampfstärke über einen kleinen Drehregler feinjustiert werden kann.Die Mehrheit der Maschinen nutzt nur einen Heizkreislauf, der sowohl Kaffee als auch Dampf erzeugt – dies trifft auf Einkreiser und Geräte mit Thermoblock zu. Nach dem Dampfen muss die Temperatur zum Brühen erst wieder abkühlen, was eine kleine Wartezeit bedeutet. Deutlich schneller und komfortabler sind Siebträgermaschinen mit Dualboiler (Zweikreiser), die Kaffee und Milchschaum gleichzeitig zubereiten können und meist teurer sind. Für alle, die es eilig haben, ist ein Zweikreiser empfehlenswert. Allerdings heizt ein Thermoblock-System innerhalb einer Minute auf, während Ein- und Zweikreiser oft mehrere Minuten benötigen. Diese Zeit können Sie gut nutzen, um Bohnen zu mahlen und den Kaffee zu tampern.
Nach einer kurzen Eingewöhnung sind alle Typen einfach zu bedienen. Neben der attraktiven Optik bieten analoge Anzeigen für Temperatur und Druck praktische Möglichkeiten zur individuellen Anpassung. Digitale Displays mit detaillierten Informationen sind seltener. Die Bedienelemente sind meist übersichtlich und auf das Wesentliche reduziert.
Reinigung von Espressomaschinen: Etwas aufwändiger, aber lohnenswert
Im Vergleich zu Kaffeevollautomaten erfordern Espressomaschinen eine deutlich intensivere Reinigung. Daher schneiden sie in Tests bezüglich Reinigung gelegentlich etwas schwächer ab, da Vollautomaten oft automatische Pflegeprogramme bieten, die bei Siebträgern meist fehlen.Viele Reinigungsschritte können Sie aber selbst vornehmen. Für die Brühkammerreinigung etwa setzen Sie ein Blindsieb (ohne Löcher) in den Siebträger und starten eine Brühung ohne Kaffee. Die hohen Temperaturen spülen die Leitungen effektiv durch. Die Dampfdüse lässt sich oft in einzelne Teile zerlegen, damit Milchreste unter fließendem Wasser entfernt werden können.
Einer der Vorteile gegenüber Vollautomaten ist, dass die Innenteile nicht mit Kaffeemehl in Kontakt kommen, da der Kaffee im Siebträger extrahiert wird. So bleibt die Maschine hygienisch sauber und die Kaffeequalität dauerhaft hoch.
Analoge und digitale Einstellungen: Für einen Kaffee ganz nach Ihrem Geschmack
Siebträgermaschinen bieten Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, Kaffee und Milch individuell zuzubereiten. Die ersten Stellschrauben sind der Mahlgrad und die Menge des Kaffees. Einige Modelle haben ein integriertes Mahlwerk, andere setzen auf externe Kaffeemühlen. Für Gourmets ist Filterkaffee aus der Packung weniger interessant. Das Kaffeemehl wird im Siebträger mit dem Tamper verdichtet. Hier kommt es auf das richtige Gefühl an: Je nachdem, wie fest Sie drücken, ändert sich die Fließgeschwindigkeit des Wassers und damit der Geschmack entscheidend. Bei höherpreisigen Geräten können Sie zusätzlich mit einem elektronischen Brühtemperaturregler (PID) die Temperatur exakt einstellen und konstant halten. Die Bedienfreundlichkeit und Einstellmöglichkeiten sind beeindruckend.
Tamper, Messlöffel, E.S.E.-Pad-Einsatz sowie Einsätze für Ein- und Zweitassen gehören in der Regel zum Lieferumfang. (Bildquelle: amazon.de)
Lieferumfang bei Siebträgermaschinen: Siebeinsätze und Tamper
Zentrale Bestandteile jeder Espressomaschine sind die verschiedenen Siebeinsätze. Hier wird zwischen Ein- und Zweitassensieben unterschieden. Dazu kommen Blindsiebe zum Reinigen, Padsiebe für vorportionierte E.S.E.-Pads und spezielle doppelwandige Siebe, die mehr Crema erzeugen. Das sogenannte Cremasieb verlangsamt dank doppeltem Sieb die Durchflussgeschwindigkeit des Wassers; die geringere Lochzahl im Siebboden verstärkt diesen Effekt. Damit lassen sich grobkörnige, vorgemahlene Pulver ausgleichen. Bei selbst gemahlenem, feinem Kaffee sind einfache Einzelwandsiebe meist ausreichend.Der Tamper, mit dem das Kaffeemehl im Siebträger festgedrückt wird, gehört ebenfalls dazu. Ob er aus Metall oder Kunststoff besteht, beeinflusst das Ergebnis kaum, aber metallene Tamper fühlen sich durch ihr höheres Gewicht oft angenehmer an.
Worauf legt Stiftung Warentest bei Siebträgermaschinen wert?
Im Fokus der Stiftung Warentest steht die Getränkezubereitung. Bewertet werden unter anderem die Aufheizzeit, die Zubereitungsdauer, die Möglichkeiten zur Variation von Temperatur und Espresso-Stärke sowie die Qualität des Milchschaums. Bei der Handhabung zählen sowohl die Verständlichkeit der Anleitung als auch die Bedienung bei Zubereitung, Reinigung und Entkalkung. Schadstofffunde führen zu Abwertungen, wie im Vergleichstest sieben Siebträgermodelle in Ausgabe 12/2021 gezeigt, bei dem zwei Geräte (Severin und Solis) zu hohe Bleimengen abgaben. Auch die Sicherheit wird gründlich geprüft.Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus?
Zwar bewertet Stiftung Warentest bei Siebträgermaschinen nicht deren Lebensdauer, jedoch werden Reparierbarkeit und Stromverbrauch beurteilt. Viele Modelle schnitten bei diesen Kriterien „gut“ ab. Im Test von 2021 lagen die Gesamtbewertungen im Bereich Umwelteigenschaften zwischen gut und befriedigend.Ausführliche Informationen zum Thema nachhaltige Kaffeemaschinen finden Sie auf der Webseite besser-nachhaltig.com
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Lese-Tipp: Wenn Sie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kaffeemaschinentypen schnell überblicken möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel „Welche Kaffeemaschine passt zu mir?“. Dort werden die Haupttypen wie Filterkaffeemaschinen, Espressomaschinen und Vollautomaten kurz und prägnant vorgestellt.


























