Verdunster Schonend die Luftfeuchtigkeit anheben
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Gilt als natürliche und energiesparendste Methode der Luftbefeuchtung
- Verdunsten Wasser über Filtermatten oder Lamellen und verteilen es im Raum
- Die Befeuchtungsleistung ist geringer als bei Verdampfern oder Zerstäubern
- Für kleine und mittelgroße Räume meist ausreichend
- Ein Problem ist die mögliche Keimverbreitung
- Anti-Keim-Strategien wie Enzym-Vorfilter oder Wasserionisierung empfehlenswert
Verdunster im Test: Schonend gegen Trockengebiete vorgehen
Verdunster gelten als die „sanfte" Methode der Luftbefeuchtung. Bei ihnen wird kein Wasser künstlich zerstäubt oder erhitzt, sondern durch natürliche Verdunstung in die Raumluft gebracht. Typischerweise wird dazu Wasser auf eine große Oberfläche wie Filtermatten, Walzen oder Lamellen verteilt, ein darüber hinwegstreichender Luftstrom nimmt die Flüssigkeit auf und gibt diese ans Raumklima ab. In der Regel sind die Geräte mit einem kleinen Ventilator ausgestattet, um die Verdunstung etwas zu beschleunigen. Tests zufolge haben vor allem Philips, Stadler Form und Soehnle interessante Produkte platziert. Immer mehr dieser Modelle verbinden die natürliche mit stromsparender und ästhetischer Luftbefeuchtung, etwa der Philips HU4814/10 oder Balmuda Rain. Letzterer ist jedoch beinahe obszön teuer und man sehnt sich nach der nahezu kostenlosen Wasserschale-auf-Heizung-Methode zurück.
Keine lästigen Wassernebel, keine stromfressende Luftbefeuchtung
Doch gegenüber allen anderen Methoden der elektrischen Raumluftbefeuchtung haben Verdunster gleich mehrere Vorteile: Es bilden sich keine lungengängigen Aerosole und eine Überfeuchtung der Räume ist praktisch ausgeschlossen. Weil die Raumluft nur so viel Feuchtigkeit aufnimmt, wie sie natürlicherweise auch absorbieren kann, entstehen keine unsichtbaren Nebel, die auf Möbeloberflächen und an Wänden kondensieren könnten. Darüber hinaus spart diese Methode viel Energie ein – zumindest gegenüber den stromfressenden Verdampfern. Die Befeuchtungsleistung reicht für kleinere und mittelgroße Räume aber meist aus, größere Modelle sind dagegen eher selten und gelten als nicht sonderlich effektiv.
Knackpunkt Keimbelastung
Nachteilig bei Verdunstern ist die mögliche Keimverbreitung. Denn da das Wasser nicht wie bei der Verdampfer-Methode abgekocht wird, können die im Wasser ohnehin vorhandenen Keime weiter in die Raumluft eingebracht werden. Darüber hinaus bieten die Filtermatten und Lamellen einen idealen Vermehrungsboden für weitere Keimgenerationen. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, ist eine regelmäßige Desinfektion der Geräte unverzichtbar.
Verdunster mit Anti-Keim-Strategien
Verdunster mit Enzym-Vorfilter oder Wasserionisierung etwa in Form von Silberionen-Patronen oder -würfeln signalisieren, dass man es mit einem sehr wertigen Luftbefeuchter zu tun hat. Eine andere Methode ist die integrierte UVC-Entkeimung, bei der das Wasser vorab ultraviolett bestrahlt wird. Manche Hersteller führen aber auch einfach nur Hygiene- und Desinfektionsmittel in ihren Zubehörlisten, die schädlich für Wasserorganismen sind und Kalkablagerungen verhindern. Sie sollen speziell auf die Geräte abgestimmt sein und den Verdunstungsprozess unterstützen, ohne selbst zu verdunsten.
Auf teure Spezialreiniger kann verzichtet werden
Doch wie so oft bei solchen Produkten gibt es dafür weitaus preiswertere Alternativen. Da wäre zum einen handelsüblicher Essigreiniger. Ein paar Tropfen davon ins Wasser und schon wird das Milieu für Mikroorganismen und Pilze viel zu sauer. Ein wöchentliches Auswischen der Wasserschale oder des Wassertanks sollte dann ausreichen, um unliebsame Überraschungen zu verhindern. Gute Erfahrungen haben Besitzer solcher Geräte auch mit herkömmlichem Spülmittel gemacht.



















































